Zum Erfolg von Daniela Gmeinbauer
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Nach meiner Schulausbildung habe ich mir meine jetzige Situation mit Fleiß und harten Einsatz durch Learning By Doing erarbeitet.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ich sehe mich nicht als erfolgreich, ich bin zufrieden und dankbar, daß es so ist, wie es ist! Wir sind aufgrund einer tollen Performance bei allen Wetten, daß...?-Shows in Deutschland für die dekorative Ausstattung der Aftershow-Partys zuständig, das bezeichne ich durchaus als Erfolg.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Ohne die Unterstützung meiner Eltern hätte ich es nicht geschafft, ihnen und meiner Tochter gebührt ein großer Teil des Erfolges.
Wie begegnen Sie Herausforderungen des beruflichen Alltags?
Ich habe anscheinend ein gutes organisatorisches Geschick von meinen Eltern mitbekommen. Ich komme mit relativ wenig Schlaf aus und fühle mich erst dann besser, wenn alles erledigt ist. Nicht selten arbeite ich bis zwei Uhr früh am Computer und stehe früh auf, um meine Tochter zur Schule zu bringen.
In welcher Situation haben Sie erfolgreich entschieden?
Ich habe bis jetzt großes Glück gehabt im Leben. In der Schule war ich nie gut und auch immer langsam. Bei mir ist der Knopf erst viel später aufgegangen, aber bis dato war jede Entscheidung richtig.
Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
Mein Vater war ein Autospengler, er war Alleinverdiener und hatte drei Kinder. Er sagte immer, wenn man fleißig ist, hat man genug zum Leben, und diesen Fleiß habe ich bei meinem Vater gesehen. Diese Vorbildwirkung prägte meinen beruflichen Lebensweg.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Geld ist für mich keine Anerkennung. Es ist eine schöne Aufgabe, in meinem Beruf mit vielen Menschen zusammenzuarbeiten. Es ist toll, wenn ich von anderen Menschen Bewunderung für meine Arbeit ernte, denn das ist für mich Anerkennung.
Wie werden Sie von Ihrem Umfeld gesehen?
Manche Menschen behaupten, ich wäre Mutter Teresa schlechthin, einige haben mich auch schon ausgenützt, denn ich habe ein Helfersyndrom, mit mir kann man immer rechnen.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Meine Mitarbeiter spielen eine sehr große Rolle. Ich habe Wiedereinsteigerinnen eingestellt, beide Mitarbeiterinnen haben Kinder und sind sehr flexibel. Sie stehen hinter mir und meiner Firma.
Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus?
Die Auswahl meiner Mitarbeiter erfolgt bei mir aus dem Bauch heraus.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Es wichtig, auszusprechen, was ich denke. Wenn es uns gut geht, lade ich meine Mitarbeiterinnen auch kurzfristig auf einen Kaffee ein oder schenke kleine Aufmerksamkeiten, und das kommt auch zurück.
Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Unsere Stärken sind, daß wir hundertprozentig zur Sache stehen, unermüdlichen Einsatz zeigen und eine gewisse Form von Perfektionismus betreiben, die manchmal viel Zeit kostet.
Wie verhalten Sie sich der Konkurrenz gegenüber? Die Konkurrenz schätze ich sehr. Wir arbeiten auch mit anderen Agenturen zusammen, und es herrschen auch freundschaftliche Verhältnisse.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Ich habe das Glück, ein sehr fröhliches und ausgeglichenes Kind zu haben. Meine Anna lacht und singt schon in der Früh, und in dieser kurzen Zeit am Morgen versuche ich die dreifache Liebe zu geben. Wenn wir alle drei zusammen sind, werden gemeinsame Dinge unternommen. Meine spärliche Freizeit gilt ganz meiner Familie.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Ich rate der nächsten Generation, einfach zu lächeln und an Gutes und Positives zu denken, auch wenn es einem schlecht geht. Man soll das Gute in sich selbst bewahren und auch weitergeben sowie positiv auf seine Umwelt zugehen.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Ich möchte noch sechs bis sieben Jahren in diesem Beruf bleiben und dann in das soziale Fach wechseln, da ich eine gute Betteltante bin.
Ihr Lebensmotto?
Tu' Gutes, und Gutes kommt zurück!