Zum Erfolg von Christian Steinböck
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Wenn man an sich glaubt und konstant arbeitet, kommt der Erfolg ganz automatisch. Man muß wissen, was man will. Erfolg bedeutet für mich Unabhängigkeit und Freiheit. Dabei spielt die Höhe des Vermögens schon eine Rolle. Ist es zu klein, kann man nicht unabhängig sein. Ist es aber so gigantisch wie etwa das von Frank Stronach oder Dieter Mateschitz, bezweifle ich, ob man noch frei sein kann.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Wenn ich daran denke, daß das österreichische Sozial- und Steuersystem in meinem Beruf nicht sehr viel mehr zuläßt, ja. Natürlich strebe ich nach mehr, aber das ist eben aufgrund der Gesetzeslage schwierig.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Ich beobachte in meiner Branche erfolgreiche Menschen, analysiere, wie sie das geschafft haben, und versuche, mit ihnen in Kontakt zu treten. Ich stelle mir immer die Frage, was ich falsch mache, und versuche, es dann zu ändern.
In welcher Situation haben Sie erfolgreich entschieden?
Es war eine erfolgreiche Entscheidung, mich selbständig zu machen und unabhängig zu werden. Das war kein leichter Schritt, weil mir meine Eltern eingeprägt hatten, eine sichere Anstellung in einer guten Firma sei das beste. Ich habe lange gebraucht, dieses falsche Sicherheitsdenken abzulegen und den Mut zu finden, den Schritt in die Selbständigkeit zu wagen.
Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
In letzter Zeit wurde ich sicherlich von Mr. Brayn geprägt, meiner Meinung nach eines der größten zur Zeit lebenden Finanzgenies. Mich beeindruckt insbesondere der Umstand, daß er hunderttausende Menschen an seinem Erfolg teilhaben läßt.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Zufriedene Kunden sind sicher die größte Anerkennung.
Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst?
Der Einfluß des Staates auf die private Finanzwirtschaft stellt ein Problem dar. Intelligente Finanzdienstleister stehen oft mit einem Bein im Gefängnis, weil der Staat zu sehr eingreift. Das ist meiner Meinung nach nicht richtig.
Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus?
Am wichtigsten sind Ehrlichkeit und Konsequenz. Es macht keinen Sinn, wenn jemand seine Vorhaben nicht umsetzt.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Meiner Meinung nach ist die beste Motivation immer noch Geld.
Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Wir sind klein, fallen nicht besonders auf und sind trotzdem, oder gerade deswegen, sehr erfolgreich.Wie verhalten Sie sich der Konkurrenz gegenüber? Ich habe gute Kontakte zu meinen Mitbewerbern und bin immer für Gespräche bereit.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Meine Frau arbeitet in meiner Firma und ist glücklicherweise verständnisvoll, so lassen sich mein Beruf und unser Privatleben gut vereinbaren.
Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung?
Immer wieder nehme ich verschiedene Fortbildungsangebote intensiv wahr, wobei mich meine Frau unterstützt, indem sie die Geschäfte weiterführt. Dabei kann ich durch ein eigenes Lernprogramm in sehr kurzer Zeit sehr viele Informationen in meinem Kurzzeitgedächtnis aufnehmen und später, wenn ich sie nicht mehr brauche, wieder vergessen.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Tu das, was dir Freude macht, und glaube an dich. Mache dich frei von Zwängen und triff deine eigenen Entscheidungen. Stehe hinter deinem Wort.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Mein größtes Ziel, meine Unabhängigkeit, habe ich schon erreicht. Meine Ziele in der Zukunft werden unter anderem von politischen Entwicklungen, wie etwa der EU-Erweiterung abhängen.
Ihr Lebensmotto?
Auch wenn du 100 Jahre alt wirst, lebe jeden Tag so, als ob es dein letzter wäre.