Zum Erfolg von Leo Gehrer
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg bedeutet für mich Zufriedenheit. Es war für mich immer wesentlich, nach vorne zu schauen. Natürlich gehört auch eine Portion Glück dazu. Erfolg liegt auch darin, Kunden zu haben, die das Geschäft zufrieden verlassen. Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg? Mein Optimismus und mein Auftreten sind die wesentlichsten Faktoren meines Erfolges. Ich bin ein sehr positiv eingestellter Mensch, auch wenn es immer wieder Rückschläge gibt.
Wie begegnen Sie Herausforderungen des beruflichen Alltags?
Auf Herausforderungen reagiere ich positiv und gelassen, zumindest meinen Kunden gegenüber.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Eigentlich hatte ich schon immer Glück. Ich bin im Grunde ein Workaholic und war oft zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort.Ist Originalität oder Imitation besser, um erfolgreich zu sein? Für mich ist Originalität wichtiger. Ich meine auch, daß für den Kunden das Beste gerade gut genug zu sein hat. Es ist wichtig, daß der Kunde zufrieden von hier weggeht, denn dann kommt er auch gerne wieder.Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat? Der damalige Geschäftsführer von Staff-Leuchten Austria, Herr Bruno Geissler, hat vor 37 Jahren als Handelsvertreter begonnen, sich in der Folge etabliert und am Schluß 36 Mitarbeiter beschäftigt. Damals dachte ich mir, das würde ich auch gerne schaffen.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Schon bei Staff Leuchten schrieb ich gute Umsatzzahlen, weil ich auf bestimmte Lichtrohrsyteme spezialisiert war, bei denen auch größere Spannen zu erzielen waren. In meinem heutigen Geschäft erfuhr ich eine besondere Anerkennung, als ich in der Schweizer Zeitschrift Cigarre als einer der 30 besten Cigarrenfachhändler Österreichs angeführt wurde.Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst? Ungelöst ist das Problem, daß Monopolverwaltung, Berufsvertretung und Institutionen massiven Druck auf die Unternehmer ausüben, die mit Tabak zu tun haben.
Wie werden Sie von Ihrem Umfeld gesehen?
Ich hoffe positiv. Ich denke, meine Kompetenz auf dem Gebiet der Cigarre wird auch anerkannt.Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens? Die Lage des Geschäftes ist die wichtigste Stärke, obwohl ich mir dessen zu Beginn gar nicht so bewußt war.Wie verhalten Sie sich der Konkurrenz gegenüber? Konkurrenz im eigentlichen Sinn habe ich nicht.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Das gelingt mir grundsätzlich ganz gut, wobei meine Tochter sich manchmal schon beschwert, daß sie mich nicht oft genug sieht.Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung? Ich verwende alle vierzehn Tage einen Tag für den Besuch von Kursen, Messen, etc.Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben? Immer nach vorne schauen, nie den Kopf hängen lassen. Wir hatten es vielleicht etwas leichter als die heutige junge Generation. Es ist wichtig, zu erkennen, wer man ist und was man will. Durch Krisen darf man sich nicht unterkriegen lassen, sie können immer auch eine Chance sein.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Ich möchte den Cigarrensektor weiter ausbauen und eine möglichst gute Grundlage für meine Tochter aufbauen, auch wenn man natürlich nie weiß, wie sich Menschen entwickeln und ob sie überhaupt an einer Übernahme interessiert sein wird.