Zum Erfolg von Edgar Kummer
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolgreich zu sein hat nicht nur etwas damit zu tun, wie hoch der Kontostand ist und wie viel ich besitze. Wenn es mir gelingt, eine gute Partnerschaft zu haben, wenn ich meine Kinder so erziehen kann, dass sie Werte, die mir selbst wichtig sind, für sich übernehmen, und wenn ich viele gute Freunde habe, sehe ich mich als erfolgreich. Erfolg bedeutet für mich auch, wenn es dadurch, dass ich gelebt habe, anderen Menschen emotional oder materiell bzw. finanziell besser geht. Ich möchte an meinem Lebensabend stolz auf das zurückblicken können, was ich in meinem Leben getan, gegeben und erreicht habe - in Verbindung mit einer intakten und liebevollen Partnerschaft und mit erfolgreichen Kindern, die respektvoll mit anderen umgehen.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Im Sinne meiner Definition sehe ich mich heute auf jeden Fall als erfolgreich. Ich bin nächstes Jahr 35 Jahre lang verheiratet, unser Sohn ist ein positiver, lebensbejahender Mensch, und auch beruflich sehe ich mich als erfolgreich.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Ausschlaggebend für meinen Erfolg war die Freude an meiner Arbeit. Dadurch empfinde ich sie nicht als solche, sondern als positive Herausforderung. Ich war stets bereit, mehr als 100 Prozent zu geben und habe an mich geglaubt und auf meine Fähigkeiten vertraut. Mein Umgang mit Menschen, die ich mit ihren Stärken und Schwächen akzeptiere, schätze und achte, war sicher mit ausschlaggebend für meinen Erfolg. Wenn ich mir Ziele setze, verliere ich sie nie aus den Augen, umgebe mich mit ihnen und visualisiere sie. Ein weiteres Geheimnis des Erfolges sind ständige Weiterbildung und positive Persönlichkeitsentwicklung. Mein Einstieg in eine positive Persönlichkeitsentwicklung war das Buch „Wie man Freunde gewinnt“ von Dale Carnegie, danach u. a. „Denke nach und werde reich“ von Napoleon Hill. Solche Lektüre und der Besuch von Seminaren erfahrener Profis, gepaart mit viel Praxis, brachten mich dorthin, wo ich heute stehe - und doch fühle ich mich, als stünde ich erst am Anfang meiner Entwicklung. Meine erfolgreiche Partnerschaft verdanke ich der Tatsache, dass meine Frau und ich immer an unserer Partnerschaft gearbeitet haben.
Wie begegnen Sie Herausforderungen des beruflichen Alltags?
Herausforderungen sind für mich das Salz in der Suppe. Ich liebe sie. An ihnen kann ich persönlich wachsen, und ihre Bewältigung motiviert mich täglich aufs Neue.
Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
Bereits als Kind bewunderte ich meinen Vater sehr, denn ich spürte, dass meine Eltern mit Freude bei der Sache waren. Bei den Eltern meiner Schulfreunde hatte ich diesen Eindruck gar nicht. Mein Großvater war Künstler, spielte viel Klavier, und auch er war immer mit Freude bei der Sache. An diesen Vorbildern innerhalb meiner Familie erkannte ich sehr früh, dass es ganz wichtig ist, Freude an der Arbeit zu haben, die man ausübt, und beschloss daher, mein Hobby, das Tanzen, das ich als Fünfzehnjähriger als ganz normaler Tanzkursteilnehmer kennen lernte, zum Beruf zu machen.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Die Tanzschüler können bei mir für kurze Zeit ihre Alltagssorgen vergessen, fühlen sich wohl und tun nebenbei noch etwas für ihre Gesundheit. Anerkennung erfahre ich fast täglich, und sei es durch das Lächeln eines glücklichen Kursteilnehmers.
Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Wir kommen sozusagen mit der Tanzschule zu unseren Kunden, das heißt, man muss nicht 50 Kilometer weit fahren, um in den Genuss eines Tanzkurses zu kommen. Unser Publikum ist gemischt, und ich schätze es, wenn verschiedene Generationen sich beim Tanzkurs zusammenfinden und dabei Gelegenheit haben, miteinander zu plaudern.
Wie verhalten Sie sich dem Mitbewerb gegenüber?
Ich verhalte mich neutral. Der Kontakt zu meinen Tanzschulkollegen ist grundsätzlich gut. Eine Tanzschule allein könnte ohnehin nicht den Bedarf der gesamten Steiermark decken. Wir Tanzschulen arbeiten alle am gleichen Projekt, wenn auch jeder für sich, und wir sollten alle miteinander einen guten Job machen. Hin und wieder kommen wir auch zusammen, um gemeinsame Interessen zu verfolgen und gemeinsam Werbung zu machen.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Der Umgang der Menschen miteinander wird immer rüder, und man sollte vom Anbellen wieder zum Ansprechen wechseln. Auch wenn man heute mehr unter Druck steht als noch vor 20 Jahren, sollte es doch möglich sein, respektvoll miteinander umzugehen.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Ich möchte mir in den nächsten Jahren und Jahrzehnten noch mehr Zeit für meine persönliche Weiterentwicklung nehmen und Vorbild für die eigene Familie und gute Freunde sein.