Zum Erfolg von Matthias Fritz
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Der schönste Erfolg stellt für mich die Zufriedenheit unserer Kunden dar, die unsere Leistung schätzen und anerkennen. Weiters bedeutet Erfolg für mich, eine Marke aufzubauen. Eine Firma hat dann Erfolg, wenn der Kunde ein Produkt mit dem Firmennamen bezeichnet.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ich glaube, ich bin auf dem guten Weg dazu. Der Umsatz der Firma hat sich im letzten Jahr verdreifacht, was mir zeigt, daß ich auf dem richtigen Weg bin.Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg? Ausschlaggebend für den Erfolg des Unternehmens war, unseren Kunden einen Service zu bieten, der sie begeistert. Es reicht nicht, Standardprodukte zu liefern, man muß darüber hinaus seinen Kunden noch etwas bieten, womit diese nicht gerechnet haben, und sich so auch von seinem Mitbewerb abheben. Wenn der Kunde von den Leistungen mehr als überzeugt ist, wird er zum Stammkunden.
Wie begegnen Sie Herausforderungen des beruflichen Alltags?
Ich versuche stets, auf mehrere Karten zu setzen und mehrere Lösungen herauszuarbeiten - eine davon ist immer die richtige.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Als im zweiten Geschäftsjahr unsere Kunden regelmäßig bei unserem Unternehmen bestellten, fiel die zuvor gehegte Angst der Daseinsberechtigung weg. Ab diesem Zeitpunkt konnten wir auf das Vertrauen unserer Kunden aufbauen und mit unserem Unternehmen durchstarten.Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat? Zum einen hat mich mein Partner Florian Danner, der meinen beruflichen Weg begleitet hat, sehr geprägt. Zum anderen konnte ich mich an meinem Bruder Anton Fritz und meinem Vater Anton Fritz sen. orientieren und von ihnen lernen. Es gibt aber auch immer wieder Kunden oder Lieferanten, die mich durch ihr Feedback und den gegenseitigen Austausch vorwärtsbringen.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Die wichtigste Anerkennung ist für mich die Zufriedenheit unserer Kunden. Wenn diese mit der Umsetzung ihrer Wünsche zufrieden sind, so erachte ich das als Anerkennung. Die Zufriedenheit großer Kunden wie beispielsweise Swarovski erfüllt mich mit Stolz. Daß Artikel über uns in der Fachpresse erscheinen, ist natürlich auch eine Bestätigung unserer Leistung, doch dies bedeutet für mich nicht unbedingt Anerkennung. Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst? Ich kenne keine ungelösten Probleme. Meines Erachtens gibt es für alles eine Lösung, auch wenn sie vielleicht nicht die ideale ist.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Ursprünglich habe ich sehr lange ohne Mitarbeiter gearbeitet, die Firma war sehr eng mit meiner Person verknüpft. Später stellte ich dann Mitarbeiter ein, die ich persönlich kenne, wie zum Beispiel Studienkollegen, da ich über deren Kompetenz und Persönlichkeit Bescheid weiß. Ich bin erst jetzt an dem Punkt angelangt, Mitarbeiter eigenverantwortlich mit der Betreuung von Kunden oder der Entwicklung von Projekten zu betrauen. Loszulassen fiel mir am Anfang sehr schwer, da die Firma so eng mit meiner Person verbunden ist. Aber es ist ein gutes Gefühl, sich auch selbst zurücknehmen zu können und von den Mitarbeitern entlastet zu werden.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Ich habe zum Glück eine Partnerin, die Verständnis dafür zeigt, daß der Aufbau einer Firma viel Zeit und Energie kostet. Nach der Gründung eines Unternehmens muß man eben in Kauf nehmen, in den ersten Jahren weniger Freizeit zu haben.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Ich möchte eine Unternehmensgruppe schaffen, die am Markt als Marke Geltung hat.