Zum Erfolg von Karl-Heinz Schirnhofer
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Für mich bedeutet Erfolg neben finanzieller Absicherung auch Unabhängigkeit. Ich stehe auf dem Standpunkt, wer mehr erreichen will, soll auch mehr leisten.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ich betrachte mich schon als erfolgreich, da das Studio gut läuft und auch die Mitarbeiter ihr Bestes geben. Sollte ich einen Geschäftsführer finden, denke ich, daß der Betrieb weiter floriert, auch wenn ich mich dann im Hintergrund halte.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Ich bin überzeugt, daß mein Bekanntheitsgrad ein wesentlicher Faktor am Erfolg ist. Ich machte mir einen Namen als Kraftdreikampfsportler in der Disziplin Bankdrücken. Auch mein Vater besitzt eine bekannte Firma, weshalb der Name Schirnhofer mir nützte. Da ich viel unterwegs bin, verfüge ich auch über ein großes Netzwerk an Bekannten.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Einen ersten großen Erfolg hatte ich im Kampfsport, als ich bei den Junioren in der Kategorie Bankdrücken bis 125 Kilogramm mit einem Gewicht von 242,5 Kilogramm den österreichischen Rekord eroberte.
Ist Originalität oder Imitation besser, um erfolgreich zu sein?
Ich meine, eine Mischung aus beidem macht den Erfolg aus. Ich recherchiere viel im Internet und versuche gute Ideen aufzunehmen. Ich setze solche Ideen natürlich nicht eins zu eins um, sondern adaptiere sie dementsprechend. Ich versuche immer eigene Wege zu gehen und ziele in eine bestimmte Richtung.
Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
Ein besonderer Mensch in meinem Leben ist sicher mein Vater Karl Schirnhofer. Er stand immer hinter mir und förderte meine Ziele. Er sagte auch immer, ich solle Fehler machen, um aus ihnen zu lernen.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Die Anerkennung, die ich erfahre, ist das Lob meiner Kunden. Auch als Sportler habe ich schon Anerkennung erfahren. Eine weitere Form der Anerkennung bildet selbstverständlich die Weiterempfehlung meiner Kunden.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Meine Mitarbeiterinnen spielen natürlich eine wichtige Rolle. Ich beschäftige einen Lehrling, eine Putzfrau und sieben geringfügig beschäftigte Trainerinnen. Sie müssen sich auch untereinander koordinieren.
Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus?
Ich muß meinem Team vertrauen können. Die Mitarbeiterinnen wechseln sich an der Rezeption und als Trainerinnen ab. Grundvoraussetzung ist natürlich die nötige Fitneß, aber auch Lernbereitschaft und Freundlichkeit den Kunden gegenüber. Ich muß mich darauf verlassen können, daß sie meine Vorgaben - generell und im Training - aktiv und bereitwillig weitergeben.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Meine Mitarbeiter arbeiten selbständig und können auch kurzfristig einmal ihre Dienstzeiten untereinander verschieben. Wir veranstalten immer wieder interne Meetings, und ich finanziere meinen Mitarbeitern Aerobic-Conventions, die immer großen Spaß machen. Ich gehe mit ihnen auch immer wieder essen.
Wie werden Sie von Ihren Mitarbeitern gesehen?
Ich ziehe einen lockeren Führungsstil vor und das goutieren die Mitarbeiter.
Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Eine große Stärke ist sicher der individuelle Zugang zu Menschen. Ich kann mich gut auf Einzelpersonen einstellen und schaffe es auch, Wissen gut zu vermitteln - oft agiere ich auch als Mentaltrainer, nicht nur als Fitneßtrainer. Eine weitere Stärke bildet die familiäre Struktur des Betriebs. Die Mitarbeiter fühlen sich wohl, das überträgt sich auf die Kunden.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Als Single ist es relativ einfach, Beruf und Privatleben zu koordinieren - ich bin quasi immer Vorort und sehr flexibel. Wir veranstalten immer wieder auch private Treffen hier im Büro, da hier eine sehr gute Atmosphäre herrscht. Wenn andere in ein Wirtshaus gehen, treffe ich mich mit Freunden hier. Außerdem habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht.
Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung?
Ich bilde mich ständig weiter und investiere etwa zwei Tage im Monat gezielt in Fortbildung. Dabei trenne ich in fachliche und wirtschaftliche Fortbildung - wirtschaftlich bilde ich mich im Bereich Finanzen und Vermögensberatung weiter.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Mein Rat lautet, sich eine Beschäftigung zu suchen, die einem auch Spaß macht. Man muß immer motiviert sein, um etwas zu bewegen. Auch wenn es einmal schwierig ist, muß man sich durchkämpfen, auch wenn in dem Moment die Motivation niedrig ist.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Über kurz oder lang möchte ich wieder in den elterlichen Betrieb zurückkehren, deshalb suche ich auch einen Geschäftsführer für das Fitneßstudio. Ich will es behalten, mich aber mehr und mehr aus dem Tagesgeschäft zurückziehen. Ich denke auch daran, Synergien zu nützen und das Programm um ein Solarium und eine Kosmetikabteilung zu erweitern.
Ihr Lebensmotto?
Du mußt nichts müssen.