Zum Erfolg von Michael Rauhofer
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Ich werte es als Erfolg, Ziele zu erreichen - zum einen Ziele, die ich mir selber stecke, zum anderen Vorgaben aus dem Geschäftsleben.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ja, ich denke durchaus, daß ich mich als erfolgreich bezeichnen darf. Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg? Ich denke, ich bin ein offener Mensch, der auf Menschen zugeht und Herausforderungen annimmt. Ich versuche zumeist, eigene Ideen zu entwickeln und mit einer gewissen Dynamik und Beständigkeit an deren Umsetzung zu arbeiten. Dabei gelingt es mir immer wieder, Teams aufzubauen, diese dann für ein gemeinsames Ziel zu begeistern und letztlich mit dem Team meßbare Ergebnisse zu erzielen.
In welcher Situation haben Sie erfolgreich entschieden?
Wahrscheinlich waren es schon viele Situationen, aber eine von besonderer Tragweite war die Entscheidung, zu heiraten und eine Familie zu gründen. Bezogen auf berufliche Entscheidungen waren der Start und jeder Unternehmenswechsel ein neuer Erfolg - für mich persönlich und auch meßbar für das Unternehmen. Besonders freuen mich Entscheidungen und Aktivitäten, die zu dauerhaften Geschäftsbeziehungen geführt haben, eben eine Win-Win-Situation für beide Seiten erreicht zu haben. Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat? Als ich mir 1988 das Jahr Auszeit vor dem Studienabschluß genommen hatte, arbeitete ich bei Böhler Edelstahl in Sydney. Mein damaliger Vorgesetzter Dr. Schoiber war für mich eine faszinierende Persönlichkeit, da er sehr zielorientiert war und gleichzeitig einen tollen Umgang mit Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten an den Tag legte. Auch der Vorstandsvorsitzende des MAN Technologiekonzerns, Dr. Brunn, prägte mich in zahlreichen wertvollen Gesprächen.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Gefragt zu werden ist mir eine wichtige Anerkennung, insbesondere wenn es sich um bedeutende und kompetente Persönlichkeiten handelt, die einen in einer bestimmten Situation um die eigene Meinung fragen. Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst? Dazu ein kleiner Exkurs: Innovationen hervorzubringen und im speziellen solche, deren Wurzeln unmittelbar in den Universitäten liegen, ist für INiTS die große Herausforderung. Dazu braucht es das Zusammenspiel der Universitäten, der öffentlichen Hand und der etablierten Wirtschaft. Die Beiträge von den Genannten sind nötig, um ein Umfeld zu erzeugen, welches Innovation zuläßt und diese sorgfältig entwickelt, um daraus erfolgreiche Start-ups werden zu lassen. Ein derart komplexes Thema, bei welchem Erfolge nicht kurzfristig meßbar sind, braucht dauerhafte Anstrengungen von vielen, und das außerhalb ihres jeweiligen Kerngeschäfts. - In Österreich sind wir sicherlich auf einem guten Weg, universitäre Forschungsergebnisse in die Umsetzung zu bringen, noch mehr Momentum dabei aufzubauen müßte unser Ziel sein.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Selbstverständlich eine ganz wesentliche. Man darf den Erfolg niemals nur auf sich selbst beziehen; mit dem Team kommt man zu Ergebnissen. Erst durch die Mitarbeiter deckt man die für das Unternehmen erforderlichen Kompetenzen ab. Es wäre falsch, sich selbst in den Mittelpunkt des Erfolges zu stellen.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Ich achte darauf, daß die Mitarbeiter die Unternehmensziele zu den ihren machen, daß die Arbeitsbedingungen die Zielerreichung unterstützen, und daß der Beitrag des einzelnen, der zum Erfolg führt, sichtbar und geschätzt wird. Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens? Es gelingt uns sehr gut, die knappen Geldmittel, die uns zur Verfügung stehen, zu hebeln, d.h. wir bringen weitere Fördermittel, privates Kapital und ein tolles Netzwerk an kompetenten Personen und letztlich Chancen in die Projekte ein. Als Organisation verfügen wir über ausreichend Freiraum für Individualität, gleichzeitig aber über genug Systematik, um effizient und effektiv zu arbeiten.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Mein Beruf ist so faszinierend, daß ich immer wieder versucht bin, mich auch in der Freizeit damit zu beschäftigen. Manchmal wünsche ich mir, eine klarere Trennlinie ziehen zu können. Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung? Ich habe die Absicht, im heurigen Geschäftsjahr etwa zwei Wochen in die Fortbildung zu investieren.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Mein kurzfristiges nächstes Ziel wäre es, mitzuhelfen, dieses Programm weiterzuentwickeln, vielen erfolgversprechenden Start-ups zum Erfolg zu verhelfen und mittelfristig meine Offenheit für kommende Herausforderungen zu behalten.