Zum Erfolg von Eberhard Hanke
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg bedeutet für mich persönlich, Anerkennung von anderen Menschen zu erhalten und Reflexionen zu haben. Daneben ist mir mein privates Glück sehr wichtig, meine Frau und meine Kinder. Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg? Neben den Genen, die mir meine Eltern mit auf den Weg gaben, war für meinen Erfolg entscheidend, daß meine Frau mich stets unterstützte und mir auch geistige Anregung gab. Wichtig war ebenso, daß ich keinen Stillstand kannte, sondern mich immer mit etwas beschäftigen mußte, was andere - und damit letztendlich auch mich - voranbrachte. Wie begegneten Sie Herausforderungen des beruflichen Alltags? Frei nach Goethe: Ich muß es tun, also tue ich es, somit tue ich es gern, auf diese Weise macht es Spaß, und dann kommt der Erfolg. Wenn eine schwierige Aufgabe wie eine unbezwingbare Wand vor mir stand, analysierte ich sie zunächst genau und ging erst dann an die schrittweise Realisierung.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Bereits in der Schulzeit und dann später beim Studium stellten sich die ersten Erfolge ein, und ab diesem Zeitpunkt fühlte ich mich erfolgreich. Ich erhielt auch ein Leistungsstipendium. Ist Originalität oder Imitation besser, um erfolgreich zu sein? Beides ist wichtig. Man muß diese Faktoren gegeneinander abwägen und auf sich selbst zuschneiden. Wenn man nicht weiter weiß, sollte man sich Hilfe suchen. Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat? Neben meinen Eltern, die mich sehr prägten, hatte ich viele Vorbilder - Ingenieure, Meister, aber auch „einfache“ Menschen, die über eine besondere Fähigkeit verfügten. Von allen Menschen kann man lernen! Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst? Ein großes Problem stellt heute die Bürokratie dar. Die Behörden pochen zu sehr auf Verordnungen und Paragraphen, über die eigentlich keiner mehr richtig einen Überblick hat, und die oft nicht mit der Realität übereinstimmen.
Wie werden Sie von Ihrem Umfeld gesehen?
Ich glaube doch, von meiner Umgebung positiv gesehen zu werden. Ich bekomme immer wieder Einladungen von Kollegen, auch von ehemaligen Kollegen aus der Zeit vor der Wende. Welche Rolle spielten die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg? Meine Mitarbeiter spielten stets eine sehr große Rolle. Ohne sie wäre ich allein dagestanden. Nach welchen Kriterien wählten Sie Mitarbeiter aus? Bei der Auswahl waren Kriterien wie Fleiß, Zuverlässigkeit, Ausbildung und auch Sympathie wichtig. Wie motivierten Sie Ihre Mitarbeiter? Ich motivierte durch meine eigene Vorbildwirkung und durch ein gewisses Mitspracherecht. Wie vereinbarten Sie Beruf und Privatleben? Beruf und Privatleben stellten eigentlich eine Einheit dar, da ich oft an den Wochenenden unterwegs war und auch zu Hause die beruflichen Probleme im Hinterkopf präsent waren. Außerdem gab es zwischen meiner Ehefrau und mir einen regen, wechselseitigen Austausch. Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung? Ich war stets bestrebt, Leerlaufzeiten (beispielsweise bei Bahnfahrten) sinnvoll auszufüllen. So studierte ich drei Jahre postgradual an der Verkehrshochschule Dresden und besuchte später auch noch einen pädagogischen Lehrgang für die Erwachsenenqualifizierung. Heute, als Rentner, lerne ich z.B. Englisch. Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben? Um zu Erfolg zu kommen, sollte man folgendes beherzigen: eine humorvolle Grundeinstellung an den Tag legen; optimistisch sein, aber realistisch bleiben; freundlich sein, aber Selbstwertgefühl zeigen; erst denken, dann handeln; sachlich bleiben und zuhören können; Verträge und Absprachen einhalten; Toleranz üben, aber sich nicht unterbuttern lassen; Streit vermeiden, denn dieser bringt nur zwei Verlierer - einen besseren und einen schlechteren Verlierer; lernen, mit Angst und Streß umzugehen; Autoritäten anerkennen und schließlich jede Gelegenheit zum Lernen nutzen.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Ich möchte gesund bleiben und mein Leben aktiv gestalten.
Ihr Lebensmotto?
Alle Zeit nutzen.