Zum Erfolg von Anton Fürst
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Ich unterscheide hier zwischen persönlichem, wirtschaftlichem und gesellschaftlichem Erfolg, wobei alle drei in gewissem Maße einander bedingen und sich durch Wechselwirkungen beeinflussen. Persönlicher Erfolg beispielsweise ist sehr stark von der eigenen Motivation abhängig. Diese Motivation und der persönliche Erfolg sind in hohem Maße eine Voraussetzung für finanziellen Erfolg. Gesellschaftlicher Erfolg schließlich ergibt sich aus den beiden anderen Komponenten, dient aber ebenso wiederum der eigenen Motivation.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ich kann mich durchaus als erfolgreich bezeichnen - auch wenn es in jeder Karriere Tiefpunkte gibt und man immer wieder persönliche Fehler macht. Wesentlich ist jedoch, aus diesen zu lernen, um sie in Zukunft zu vermeiden. Meine finanzielle Unabhängigkeit und meine hohe Motivation sind für mich wesentliche Indikatoren meines Erfolges.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Neben gewissen Rahmenbedingungen, auf die ich allerdings weniger Einfluß hatte, trugen sicherlich meine Flexibilität und Spontaneität sowie meine Offenheit gegenüber Neuerungen und die Bereitschaft, mehr zu leisten als andere, zu meinem Erfolg bei.
Wie begegnen Sie Herausforderungen des beruflichen Alltags?
Ich war immer schon ein sehr selbstkritischer Mensch, der sein eigenes Tun und Handeln sehr genau analysiert und versucht, bereits begangene Fehler tunlichst zu vermeiden.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Neben Mißerfolgen erlebte ich viele Erfolge, die mich an die Richtigkeit meines Weges glauben ließen. Eine wichtige Situation war sicherlich der Einstieg in den väterlichen Betrieb mit 18 Jahren, da ich lernte, daß nicht nur die Ausbildung alleine für einen guten Geschäftsabschluß Voraussetzung ist, sondern viele verschiedene Faktoren zusammenspielen müssen, gerade in einer so konservativen Branche wie der Forstwirtschaft.
In welcher Situation haben Sie erfolgreich entschieden?
Wichtige Entscheidungen waren jene, ein Studium zu absolvieren, sowie der Schritt in die berufliche Selbständigkeit. Mein persönlicher Freiraum war für mich immer sehr wichtig, was ich mit der Gründung meines eigenen Büros verwirklichen konnte.
Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
Beruflich prägte mich vor allem mein erster Arbeitskollege und Partner Herr Dipl.-Ing. Hubert Ramskogler.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Ich erfahre immer wieder Lob und Anerkennung, allerdings auch Neid. Doch wie es so schön heißt: Mitleid bekommt man geschenkt, Neid muß man sich erarbeiten.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Mein Erfolg ist auch auf die Leistung meiner Mitarbeiter zurückzuführen.
Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus?
Neben einer selbständigen Arbeitsweise und einer schnellen Auffassungsgabe ist für mich die persönliche Komponente entscheidend, da ich eng mit meinen Mitarbeitern zusammenarbeite.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Ich gewähre meinen Mitarbeitern Freiräume und fördere die Umsetzung ihrer eigenen Ideen. Jeder Mitarbeiter trägt eine gewisse Verantwortung und arbeitet daran, seine eigenen Ziele zu erreichen.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Es gab Zeiten, in denen mein Privatleben gegen Null ging, da ich all meine Zeit dem Unternehmen widmete. Dadurch veränderte sich jedoch sowohl meine eigene Einstellung als auch die Einstellung meines Umfeldes mir gegenüber. Als ich das erkannte, begann ich entsprechend gegenzuwirken, wodurch heute eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben gegeben ist.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Ich stecke mir realistische Ziele - somit definiere ich Ziele nicht durch Umsatz, sondern durch Umsetzbarkeit, und hier gibt es natürlich viele Teilgebiete, an denen es zu arbeiten gilt.
Ihr Lebensmotto?
Träume nicht dein Leben, sondern lebe deine Träume.