Zum Erfolg von Anna Hufnagel
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg bedeutet für mich, Beruf und Privatleben gut miteinander verbinden zu können.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ich habe mir das Ziel gesteckt, den Betrieb meiner Eltern weiterzuführen und auszubauen, und das ist mir ganz gut gelungen. In diesem Sinne sehe ich mich als erfolgreich. Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg? Die Liebe zur Natur, zum Wein, zur Arbeit und zur Kundenbetreuung, das sind Faktoren, die in meinem Beruf ausschlaggebend für den Erfolg sind. Wir verkaufen den Wein auch über Vinotheken, aber hauptsächlich ab Hof. Dabei zählt der persönliche Kontakt zum Kunden.
Wie begegnen Sie Herausforderungen des beruflichen Alltags?
Ich versuche ruhig und gelassen an die täglichen Herausforderungen heranzugehen. Wichtig ist der Rückhalt der Familie - meine beiden Kinder Hans-Jürgen und Barbara sind sehr am Betrieb interessiert und engagiert. Ist es für Sie als Frau in der Wirtschaft schwieriger, erfolgreich zu sein? Die Akzeptanz muß man sich als Frau erarbeiten, aber mit hohem Qualitätsbewußtsein und Einsatz bleibt der Erfolg nicht aus. Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat? Mein Vater Johann hat immer versucht, vorwärts zu kommen, und mich zu meinem Beruf geleitet, wofür ich ihm sehr dankbar bin.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Anerkennung erfuhr ich, als ich als Frau die Berufsausbildung zum Kellermeister ablegte, und auch dafür, daß ich mir mit den Jahren Respekt in der Branche verschaffen konnte. Anerkennung erfahre ich auch immer von den Kunden, durch die positive Resonanz, die sie mir und meinem Betrieb entgegenbringen. Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst? Es soll eine neue Verordnung herausgebracht werden. Ich kann nur hoffen, daß die Weinwirtschaft in Österreich keinen Schaden erleiden wird.
Wie werden Sie von Ihrem Umfeld gesehen?
Ich glaube, mein Umfeld sieht mich als offenen und ehrlichen Menschen.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Meine Mitarbeiter, zu denen ich ein sehr gutes Verhältnis habe, arbeiten im Weingarten, und speziell da ist es sehr wichtig, daß die Arbeit richtig gemacht wird. Die Mitarbeiter müssen erkennen, daß ihre Arbeit die Qualität des Endproduktes ausmacht. Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens? Die Stärken unseres Betriebes sind in der Originalität und der Qualität des Weines wie auch im persönlichen Kundenkontakt zu finden. Wie verhalten Sie sich der Konkurrenz gegenüber? Jeder Weinbauer hat bei seinen Weinen seine Eigenheiten, und das ist ganz wichtig. Daher kann man hier nicht von Konkurrenz, sondern von Mitbewerbern sprechen.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Das ist in meinem Beruf sehr einfach, da mein Arbeitsplatz zu Hause ist. Ich bin sehr glücklich, daß ich keine langen Wege in Kauf nehmen muß, um meiner Arbeit nachgehen zu können. So kann ich mir die Zeit für meine Familie so einteilen, daß es familiär nie Einbußen gab. Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung? Ich halte mich durch den Besuch von Kursen und über die Lektüre von Fachzeitschriften auf dem laufenden. Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben? Einem jungen Menschen würde ich raten, einen Beruf zu wählen, den er liebt und in dem er aufgehen kann, um seine Ideen umzusetzen.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Ein großes Ziel von uns war der Umbau, der uns sehr gut gelungen ist. Die Qualität meiner Weine möchte ich noch steigern.
Ihr Lebensmotto?
Nütze den Tag.