Zum Erfolg von Erwin Gruber
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg bedeutet für mich, neben persönlicher Zufriedenheit auch eine gewisse wirtschaftliche Unabhängigkeit zu erlangen, sowie außerdem etwas Zeit für meine Hobbys, wie die Jagd, erübrigen zu können.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Gemäß meiner Definition von Erfolg kann ich mich durchaus als erfolgreich bezeichnen. Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg? Wesentliche Erfolgsfaktoren waren sicherlich die Ernsthaftigkeit, mit der ich jedes auftretende Problem behandelte, die Nachhaltigkeit der getroffenen Entscheidungen sowie der maximale, konsequente Einsatz bei der Verfolgung meiner Ziele. Ich habe nie zwischen großen und kleinen Problemen differenziert, sondern war stets bestrebt, jede Herausforderung mit höchstem Einsatz zu einem positiven Abschluß zu bringen.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Als ich in meiner Jugend verschiedenen Vereinen beitrat, erfuhr ich durch meinen persönlichen Einsatz Anerkennung, was zur damaligen Zeit ein Erfolgsgefühl auslöste.
In welcher Situation haben Sie erfolgreich entschieden?
Hier sind zwei wichtige Entscheidungen zu nennen: in wirtschaftlicher Hinsicht jene, nach dem Tod meines Vaters im Jahre 1988 den eigenen landwirtschaftlichen Betrieb auf Forstwirtschaft umzustellen, und in politischer Hinsicht waren der Einstieg in verschiedene Vereine bzw. deren Gründung für meine weitere Karriere immens wichtig. Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat? Nach dem Tod meines Vaters gab es drei väterliche Freunde, die mich sehr prägten: mein Vorgänger im Amt des Bürgermeisters der Gemeinde Gasen, mein Vorgänger als Obmann in der Bauernkammer, sowie Graf Kinsky, der meine politische Karriere sehr stark förderte. Überdies möchte ich meinen Bruder, Herrn Dr. Gruber nennen, der selbst wirtschaftlich sehr erfolgreich war und über die Jahre ein guter Freund wurde.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Auf politischer Ebene wird einem nur sehr wenig wirkliche Anerkennung zuteil; allerdings empfand ich ehrlich gemeinten Dank sowie den positiven Ausgang einer Wahl immer als Bestätigung meines bisherigen Weges sowie als Motivation für meine weitere Tätigkeit.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Eine sehr wesentliche, da ohne gewissenhafte und selbständige Mitarbeiter kein Betrieb erfolgreich zu führen ist. Die größte Herausforderung stellt hier das Vertrauen an die Mitarbeiter da, das durch kontinuierliche Arbeit aufgebaut werden muß. Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus? Meine Mitarbeiter in der Gemeinde wählte ich bisher nach persönlichem Gutdünken aus und gab ihnen die Gelegenheit, sich im Beruf zu beweisen.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Es finden regelmäßige Treffen mit meinen Mitarbeitern statt, wo Probleme und Aufgaben besprochen werden. Überdies gibt es - als Wertschätzung für die geleistete Arbeit - gemeinsame private Aktivitäten, wie beispielsweise Ausflüge, wo dann die Politik hintangestellt wird.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Es gab sicherlich Phasen, in denen es schwierig war, eine optimale zeitliche Einteilung zu finden, doch mittlerweile lassen sich Beruf und Privatleben recht gut vereinbaren. Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung? Bedingt durch meinen Beruf kann ich derzeit leider nicht genug Zeit für meine Weiterbildung erübrigen, besuche aber, wann immer es mir möglich ist, Seminare und Veranstaltungen, um auf dem laufenden zu bleiben.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Mein Ziel ist, noch einige Jahre Bürgermeister zu bleiben und überdies eine weitere Periode im Landtag vertreten zu sein, da ich dort mit meiner heutigen Erfahrung sicherlich sehr effektiv für verschiedene Anliegen eintreten kann.
Ihr Lebensmotto?
Ich lebte immer nach dem Motto „Aus der Basis für die Basis“ und versuchte hier mit ganzer Kraft und starker Heimatverbundenheit, den ländlichen Raum - mit der Erhaltung all seiner Vielfalt in den Bereichen Wirtschaft, Soziales und Kultur - als wertvollen Lebensraum zu fördern.