Zum Erfolg von Christoph Dörflinger
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg bedeutet für mich, die Balance zwischen Beruf und Privatleben zu finden. Beruflicher Erfolg heißt, Verantwortung übertragen zu bekommen, Ziele zu definieren und diese in einem vorgegebenen Zeitrahmen zu erfüllen.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ja, weil ich es auch in zum Teil skurrilen Situationen bisher immer geschafft habe, meine beruflichen und persönlichen Ziele zu erreichen. Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg? Authentizität, Professionalität und Konsequenz. Teil des Erfolges ist die Fähigkeit, komplexe Sachverhalte zu erfassen und einfach darzustellen. Dazu kommen auch Erfahrungen aus der Kindheit. Meine Mutter führte 29 Jahre ein Spar-Geschäft, und ich habe gesehen, was es heißt, selbständig zu arbeiten. Wenn man sich um das berühmte Papierl am Boden nicht selbst bückt, bleibt es liegen, da es kein anderer aufhebt. Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat? Ich habe mir immer schon von meinen jeweiligen Geschäftsführern Verschiedenes abgeschaut, das ich heute noch anwende. Entscheidend ist, das Wesentliche vom Unwesentlichen zu unterscheiden. Ich habe gelernt, strukturiert zu arbeiten und Unwesentliches zu meiden. Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst? Wir wußten bereits vor Jahren, daß es irgendwann die große österreichische Lösung geben wird. Die Frage ist, wie sich der internationale Wettbewerb zukünftig in Österreich etablieren kann. Darin ist die Herausforderung für die Zukunft zu sehen. Das ungelöste Problem besteht also darin, aus einer quasi Monopolstellung in Österreich auf die internationalen Einflüsse bestmöglich zu reagieren. Das könnte auch durch eine internationale Lösung geschehen, was wiederum zu dramatischen Auswirkungen auf Teile der bisherigen österreichischen Konstellation führen würde. Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus? Die soziale Herkunft ist für mich zweitrangig. Ich lege Wert auf Authentizität und Professionalität und erwarte von meinen Mitarbeitern genau das, was ich auch von mir selbst erwarte. Es geht darum, nicht lange zu reden, sondern es zu tun. Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens? Wir sind das einzige Unternehmen unserer Branche in Österreich, dessen Angebot die gesamte Marktpalette umfaßt. Wir sind in der Lage, für die Betriebs- bzw. Sozialverpflegung sowohl ein Tiefkühlsystem als auch ein Cook & Chill-System, aber auch pasteurisierte und sterilisierte Systeme jeweils in Kombination mit der Frischsalatkomponente anzubieten. Wir erfüllen also als einziger Anbieter das Modell des One-Stop Shoppers. Dazu kommt natürlich auch der große Bereich des VIP-Caterings. Bezogen auf die Mitarbeiter ist es uns gelungen, innerhalb weniger Monate eine Führungsmannschaft zu formen, die für die Herausforderungen dieses Marktes bestens gewappnet ist.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Wenn ich zu Hause bin, bin ich zu Hause. Ich nehme keine Arbeit mit, und mein Telefon bleibt im Auto. Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben? Wichtig sind Engagement und der Drive, etwas bewirken zu wollen. Diese Einstellung wird geschätzt. Bei einer Bewerbung sollte der Wille zu arbeiten klar herauskommen.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Grundsätzlich ist es ein Unterschied, ob man sich für ein Unternehmen bewirbt, oder ob man geholt wird. Ich wurde geholt und habe grundsätzlich alle Möglichkeiten. Mein Ziel ist es, diesen Freiraum im Sinne des bestmöglichen Erfolges zu nutzen. Daran möchte ich auch gemessen werden.
Ihr Lebensmotto?
Love it, change it, or leave it.