Zum Erfolg von Markus Hiebeler
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg hat für mich einen ökonomischen Aspekt und den Aspekt der Wertschätzung, nämlich wie Menschen und Märkte darauf reagieren; zum Teil ist daher der Erfolg meßbar und spürbar.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ja, denn ich trieb meine Ideen voran und setzte sie mit viel Disziplin, Arbeit und Zeitaufwand um. Ich glaube, daß viele gute Ideen scheitern, weil sie nicht mit voller Energie weiterbetrieben werden, die Lust daran also fehlt. Erfolg braucht Energie und Lenkung.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Mich reizen technologische Produkte und Ideen, die es noch nicht gibt, mit dem Ziel, sie ökonomisch erfolgreich zu verwerten. Um Erfolg damit zu haben muß man Bewußtsein für die Notwendigkeit des Produktes und einen Markt dafür schaffen. Wesentlich für das Gelingen sind fundierte Konzepte und Business-Modelle. Eine meiner Stärken liegt darin, Visionen auf Ziele herunterzubrechen und umsetzbar zu machen. Wichtig erscheint mir, die Wünsche der Kunden wirklich zu hören und in die eigene Gedankenwelt einzubeziehen; dazu kommt mein gutes Gespür für Trends. Die Momente, in denen man eine große Idee hat, sind im Vergleich zur Umsetzung winzig klein - viel Ausdauer und Fleiß sind nötig, da prägte mich sicher der Sport bzw. Wettkampf, wo man ein bestimmtes Ziel hat und am besten abschneiden möchte.
Wie begegnen Sie Herausforderungen des beruflichen Alltags?
Ich brauche spannende, herausfordernde Aufgabenstellungen. Detaillierte Aufbereitung des Marktes und des Umfeldes bilden die Grundlage für die Erarbeitung von Business-Modellen, die auch im Detail funktionieren. Visionen, die oft durch Gespräche mit Kernpersonen entstehen, müssen auf die operative Ebene gebracht und präsentiert werden. Neue potentielle Großkunden zu finden und diese von einer Sache, die es noch nicht gibt, zu begeistern und zu überzeugen, ist nicht immer eine leichte Aufgabe. Mit Unsicherheiten beim Kunden bezüglich der Sache und des Erfolgs muß man im Business Development rechnen und umgehen können.
In welcher Situation haben Sie erfolgreich entschieden?
Durch meine Tätigkeit im Sportbereich war ich international viel unterwegs. Ab 1986 trainierte ich mit dem österreichischen Segel-Olympia-Team und war bis 1992 Mitglied, daher entschied ich mich für eine internationale Tätigkeit. Ein für mich richtiger Schritt bestand darin, als Consulter tätig zu werden und gemeinsam mit Manfred Nürnberger den Schritt von der technologischen Seite auf die inhaltliche zu wagen.
Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
Insbesondere in großen deutschen Familienunternehmen konnte ich Eigentümer und Gründer beobachten, die, um ihr Business zu verstehen, auch sehr tief in die operative Ebene hineingingen. Das praktiziere ich selbst immer wieder, denn nur so kann man begreifen, wie die Gesamtvision am besten umsetzbar ist. Im Sport lernte ich die Art und Weise, wie man erfolgreich sein kann.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Erfolgsfaktor des Unternehmens ist die Arbeit im Team, wo es Rollen gibt und sehr eng kommuniziert wird. Gerade bei neuen Produkten und in Phasen des Booms ist der Streß für alle Beteiligte enorm, es entsteht ein emotionaler Höhen- und auch Tiefenrausch, der dazugehört und hohe Anforderungen an das Team stellt.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Gegenseitiges Vertrauen und sehr viel Kommunikation sind die Basis. Mir ist besonders wichtig, daß die Mitarbeiter das Konzept verstehen, weil sie sich nur so dafür verantwortlich fühlen und Höchstleistungen erbringen können.
Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Deuromedia ist ein Software- und Service-Unternehmen, das sich mit TRIPLE Play-Lösungen (IPTV) für den Hotel- und Consumer-Markt beschäftigt. Sowohl die Technologie als auch die Inhalte (Filme, Spiele, Musik) werden von uns gebündelt und in ganz Europa vermarktet. Mit Know-how und viel technologischer Erfahrung bieten wir dem Kunden Lösungen, die einen erkennbaren Nutzen haben und einfach zu bedienen sind, so bieten wir für internationale Gäste eine große sprachliche Auswahl im TV-Bereich und auf dem Unterhaltungssektor.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Das ist eine Herausforderung an die Disziplin, da man sonst sehr schnell die Familie vernachlässigt. Den Großteil des Wochenendes reserviere ich für meine Familie, und als Frühaufsteher gelingt es mir, täglich gemeinsam mit meiner Familie zu frühstücken.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Mein Ziel ist es, das Unternehmen mit einem neuen Produkt aus dem Nischenmarkt in die Haushalte zu führen.