Zum Erfolg von Christian Füller
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg ist für mich ein Ziel, das man schon seit längerem verfolgt, sprich man hat die Ziellinie erreicht, auch wenn man oft den doppelten Atem dafür benötigt. Ich habe eine durchaus erfolgreiche Berufslaufbahn hinter mich gebracht.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Es hat mich als Junger stolz gemacht, eine Region zu vertreten. Ich bin ein umgänglicher Mensch und habe mich auch nicht verändert, auch nicht als Abgeordneter. Ich habe von meinem Freundeskreis die Rückmeldung erhalten, dass ich als Mensch genau derselbe bin, der ich vorher war. Ich bin auch sehr gerne in der Kommunalpolitik tätig, da man es viel leichter bemerkt, wenn man dort etwas umsetzt und man hat weiter den Kontakt zur Gemeinde.
Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
Ich persönlich bin sehr an Geschichte interessiert. Es gibt viele, die als klassisches Vorbild in Frage kommen, aber ich denke an jemanden aus meinem politischen Kreis, nämlich Otto Bauer, der ein großartiger Theoretiker der Sozialdemokratie war, aber auch Menschen wie ein Bruno Kreisky gelten als Vorbild.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Ich trenne Beruf und Privatleben an sich schon, aber ich „politisiere“ auch zu Hause sehr viel. Meine Lebensgefährtin ist Mitglied der SPÖ, aber ab und zu sind wir unterschiedlicher Meinung. Politik spielt auch im Privatleben eine große Rolle, da ich mir auch hin und wieder einen Rat von meiner Familie und meinen Freunden hole.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Es ist sehr wichtig Ziele vor Augen zu haben, Ziele selbst zu definieren und an diesen auch festzuhalten. Ab und zu ist es geschickt, einen Schritt zurück zu machen - dafür ergeben sich dann zwei Schritte nach vor. Politik hängt nicht nur von einem selbst ab, sondern auch von anderen Menschen, und dadurch ergeben sich oft Bahnen, mit denen man nicht gerechnet hat. Man muss ab und zu einmal stehen bleiben, einmal nachdenken, wie hat sich etwas entwickelt und es ergeben sich daraus neue Wege und Ideen. Für mich war eine schwierige Zeit 2008 nach dem Verlust des Nationalratsmandates. Damals habe ich einige Wochen gescheut in die Öffentlichkeit zu gehen. Ich konnte mich an der Volkshochschule relativ rasch etablieren, sodass ich über meinen Verlust sehr schnell weggekommen bin. Da gibt es ein Sprichwort „Niederzufallen ist keine Schande, aber nicht wieder Aufzustehen ist eine“. Man muss mit Niederlagen umgehen und lernen können. Dies ist individuell für jeden Menschen selbst, aber es ist sehr hilfreich wenn man einen Freundeskreis hat, der danach auch der gleiche bleibt. Es dauert eine Zeit bis man das für sich selbst verarbeitet hat.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Ich führe ein total glückliches Privatleben, aber man muss zwischendurch aufpassen, dass man die Familie selbst nicht vergisst und die Zeit miteinander muss man für Aktivitäten mit Familie und Freunden nutzen.
Ihr Lebensmotto?
Einfach konsequent bleiben, auch bei Rückschlägen nach wie vor das Ziel in den Augen behalten. Es ergeben sich aus jeder Situation neue Wege und auch unterschiedliche Wege führen zum Ziel. Man muss auch bereit sein sich selbst hin und wieder zu korrigieren.