Zum Erfolg von Andreas Schneider
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg bedeutet für mich, den Übergang vom Angestelltenverhältnis in eine selbständige Tätigkeit positiv bewältigt zu haben.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ja, weil ich es schaffte, als Selbständiger erfolgreich tätig zu sein.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Ich vermute, dass die optimale Vorbereitung für den Schritt in die Selbständigkeit den Ursprung des zukünftigen Erfolges darstellte. Es wurden vor Beginn sorgfältig unter Inanspruchnahme einer umfassenden Planungsphase professionelle Businesspläne erstellt und ein klares Firmenprofil entwickelt.
Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
Nein! In jüngeren Jahren strebte ich eine berufliche Tätigkeit an, welche im politischen Metier angesiedelt war. Nach einigen Jahren ging das berufliche Interesse an Politik verloren und ich landete durch Zufall im Bereich der Kommunikation.
Wie verhalten Sie sich dem Mitbewerb gegenüber?
Es herrscht ein sehr kollegiales Verhältnis und wir leben sehr gut mit den Mitbewerbern, von denen es zurzeit nicht mehr als eine Handvoll gibt. Diese Kollegialität zeichnet sich auch dadurch aus, dass wir Klienten, welche wir nicht betreuen können, an Mitbewerber weiter empfehlen und empfohlen bekommen. Dies hängt sicherlich auch damit zusammen, dass der Markt in Österreich noch groß genug ist. Im Gegensatz zu den klassischen PR-Agenturen nehmen wir an keinen Ausschreibungen teil und unsere Mandate resultieren aus Empfehlungen. Selbstverständlich blickt man über den eigenen Tellerrand und beobachtet die Mitbewerber auch am internationalen Parkett.
Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Nach einigen Versuchen haben wir eine Nische gefunden und unterscheiden uns dadurch von den klassischen Kommunikationsagenturen. Die Nische war zwar schwer zu finden, was für uns ein Glück war, denn es gibt sehr, sehr wenige Agenturen welche den gleichen Schwerpunkt haben wie wir. Darüber hinaus sehe ich es als eine Stärke, dass wir ein partnergeführtes Unternehmen sind, wobei unsere Klienten laufend von den Partnern direkt betreut werden. Ich glaube, dass wir in dieser Branche die Einzigen sind, die dies praktizieren.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Meine Partner und ich definierten bereits bei der Gründung des Unternehmens, dass wir keine Sklaven unserer beruflichen Tätigkeit werden. Wir haben alle Kinder und sind verheiratet und haben ein intaktes Familienleben. Natürlich kann es kurzfristig vorkommen, dass man auch das Wochenende einmal für den Job verwenden muss. Wir achten aber darauf, dass dies kein Regelfall wird. Wie versuchen die Balance zwischen Beruf und Privatleben zu halten.
Wie viel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung?
Die Zeit kann man nicht messen. Ich sehe es als einen permanenten Prozess. Wenn man den Markt beobachtet, lässt es sich nicht vermeiden, dass man etwas dazulernt. Wir schauen was der Mitbewerber macht und versuchen immer am Ball der Zeit zu bleiben.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Für unser Metier sollte man die Fähigkeit zum verknüpften Denken mitbringen und ein Gespür für Zusammenhänge besitzen. Eine spezielle Fachausbildung ist sicherlich kein Fehler, wobei es nicht zwingend notwendig ist ein Studium der Kommunikationswissenschaften abgeschlossen zu haben. Die Praxis zeigt, dass wirtschaftliches Wissen gepaart mit juristischem Background gefragt ist. Wirtschaftliche Kompetenz und die Fähigkeit sehr komplexe Vorgänge zu verstehen und Lösungsansätze zu finden, sehe ich als jene Kompetenzen an, welche für unsere Tätigkeit von Vorteil sind. Nachwuchschancen sind durchaus gegeben, weil dieser spezielle Markt in Österreich noch in den Kinderschuhen steckt.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Als berufliches Ziel wollen wir ein stetiges Wachstum anpeilen, wobei wir keine großen Sprünge machen werden. Auch im Ausland wollen wir tätig werden und unsere Strategie, immer persönlich im Kontakt mit den Kunden zu bleiben, wollen wir weiterhin leben.