Zum Erfolg von Michael Haugeneder
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Ich fühle mich dann erfolgreich, wenn ich mit dem Erreichten zufrieden bin; wenn ich eine Idee oder ein Projekt umsetzen konnte.Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg? Ich denke, es ist schlicht und einfach ein Faktor ausschlaggebend für meinen Erfolg, nämlich voll und ganz zu dem zu stehen, was ich tue; also Selbstsicherheit und Selbstvertrauen. Meine weiteren Stärken sind neben hohem Fachwissen die Fähigkeit, vernetzt zu denken, Flexibilität und Durchsetzungsvermögen. Ich bin bereit, mir selbst und anderen Fehler einzugestehen und habe darüber hinaus ein sehr feines Gespür für die Bedürfnisse und Standards meiner Kunden, den Bauherren. Ich bin auch durchaus bereit, Aufträge abzulehnen, wenn diese Standards nicht mit meinen eigenen, hohen Erwartungen und Vorstellungen von Qualität übereinstimmen: Ich kann nicht gegen meine Überzeugung und nur des Geldes wegen arbeiten; auf diese Weise würde ich Mißerfolge erfahren. Selbstverständlich bin ich mir aber der Verantwortung bewußt, die ich für das Unternehmen und die 27 Mitarbeiter trage.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ja. Ich sehe mich als erfolgreich, weil meine Entscheidungen, die ich in der Planungsphase von Projekten getroffen habe, die richtigen waren und erfolgreich umgesetzt wurden. Ich war standhaft genug, meine Ideen auch gegen den Widerstand anderer durchzusetzen.
In welcher Situation haben Sie erfolgreich entschieden?
Ich war schwerer Legastheniker und mir wurde deswegen im Gymnasium geraten, an die Hauptschule zu wechseln, da man mir wenig Chancen einräumte, es in Deutsch bis zur vierten Klasse zu schaffen. Ich traf bereits damals die – rückblickend sehr erfolgreiche – Entscheidung, nicht auf diese Stimmen zu hören und am Gymnasium zu bleiben. Heute bin ich froh über den hohen Grad an Allgemeinbildung, die ich erworben habe – und darauf, es mir bewußt nicht leicht gemacht, somit aber auch gelernt zu haben, meine Grenzen auszuloten.
Wie werden Sie von Ihrem Umfeld gesehen?
Ich stehe vor allem bei meinen Mitarbeitern hoch im Kurs, weil ich oft die Rückmeldung erhalte, Dinge zu machen, die andere nicht schaffen würden. Ich scheue mich nicht vor Mißerfolgen und man kennt mich als jemand, der kompromißlos ehrlich ist und hinter den Dingen steht, die er tut.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Das Team spielt für den Erfolg des Unternehmens eine ganz wesentliche Rolle, weniger der einzelne Mitarbeiter.Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus? Ich lege großen Wert auf Teamfähigkeit, weil man nur gemeinsam erfolgreich sein kann. Selbstverständlich muß ich eine gewisse Qualifikation voraussetzen, wesentlich ist mir aber auch der Wille, sich selbst weiterzubilden und vor allem die Bereitschaft, eigenverantwortlich zu agieren.Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung? Weiterbildung ist für mich enorm wichtig; ich lerne praktisch täglich an den Projekten, an denen ich arbeite, weil ich somit an Grenzen stoße und mich dadurch zwingend weiterbilde, indem ich mich ständig informiere.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Mein Ziel ist es, das Unternehmen von der Anlagenplanung wegzuführen und es als technischen Anwalt und Berater für die Bauherren zu etablieren, also Qualitätsstandards zu definieren, Grundlagen für die Ausführung und Details für die Abwicklung zu entwickeln, eventuell mit Instituten zusammenzuarbeiten und im Endeffekt die Ausführung zu begleiten.
Ihr Lebensmotto?
Ich denke wir haben ein Ziel in unserem Leben, aber viele Wege, dieses zu erreichen. Meine Lebensphilosophie ist es zu erkennen, daß ich mein Leben in den verschiedensten Bereichen leben kann (Wissenschaft, Sport, Technik, Partnerschaft und vieles mehr), jedoch meine einzigartige Lebensaufgabe zu bewältigen habe.