Zum Erfolg von Gerold Appelt
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Es ist sehr schön zu erleben, ein Räderwerk in Betrieb zu setzen, das später von selbst läuft. Für mich bedeutet Erfolg, ein Mitarbeiterteam aufzubauen, mit dem ich gemeinsam etwas erreichen kann.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Ich erachte meine Ausbildung als sehr wesentlichen Faktor meines Erfolges. Meine Eltern waren zu einem guten Teil für diese Wahl verantwortlich und gaben mir den Impuls dazu. Darüber hinaus legte ich neben der beruflichen Entwicklung sehr großen Wert auf den persönlichen Bereich. Ich kann auf Menschen zugehen und bin offen. Zusammenfassend läßt sich sagen, daß das Zusammenspiel von Rationalität und Emotionalität meinen Erfolg bedingen.
In welcher Situation haben Sie erfolgreich entschieden?
Mich reizte die Selbständigkeit aus dem Grunde, etwas bewegen zu können. Nach der Wende stellte das eine große Herausforderung für mich dar. Zu diesem Zeitpunkt war ich Mitte 40 und mußte mich dringend entscheiden, ob ich an der Universität bleiben, oder mich selbständig machen sollte.
Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
Da gibt es eine ganze Reihe von Menschen. Im persönlichen Bereich sind es die Bindungen oder Beziehungen zu meinen Partnerinnen gewesen, die mich sehr geprägt haben. Im beruflichen Umfeld waren das Leute, an die ich mich gerne erinnere, die gute Ideen hatten, mich anregten, oder Vorbilder waren. Welche Rolle spielen Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg? Ohne Mitarbeiter ist kein Erfolg machbar. Ich habe große Freude daran, Menschen zusammenzubringen und sie zu einem Ganzen zu fügen, sie zu verbinden. Ich spreche mit ihnen und versuche, den Abstand nie zu groß werden zu lassen – ich pflege einen sehr engen Kontakt mit meinen Mitarbeitern.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Indem ich offen mit ihnen rede. Man muß sowohl den Erfolg, als auch die negativen Situationen miteinander teilen und zusammenhalten. Sehr wichtig ist auch die Selbstmotivation – wenn man selbst klar sieht, kann man Ziele auch leichter auf die Mitarbeiter übertragen.
Wie werden Sie von Ihren Mitarbeitern gesehen?
Ich glaube, daß ich manchmal einen arroganten Eindruck hinterlasse und als hart gesehen werde. Ich hoffe aber, daß man mich als jemanden anerkennt, mit dem man über alles sprechen kann.
Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Unsere Stärken sind Fachkompetenz und Offenheit. Wir gehen individuell auf unsere Kunden und Partner ein, setzen uns mit deren Problemen auseinander und erfüllen unsere Aufträge termingerecht.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Ich habe mein Privatleben dem Beruf geopfert. In der Anfangszeit hat man als Unternehmer wenig Zeit für das Private und so gehen Beziehungen in die Brüche. Ich habe trotzdem ein sehr gutes Verhältnis zu meinen Kindern, und komme mit meiner momentanen Situation ganz gut zurecht. Ohne Partner ist das Leben ein bißchen einfacher, da man niemandem Rechenschaft abgeben muß. Aber das muß ein jeder für sich selbst entscheiden.
Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung?
Ich bilde mich eigentlich in jeder freien Minute weiter. Ich lese sehr viel und meine Arbeit selbst besteht zu einem guten Teil aus Fortbildung – es entstehen immer wieder neue Fragen, auf die es Antworten zu finden gilt.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Ich würde an die junge Generation einfach den Rat weitergeben, sich nicht unterkriegen zu lassen und zu kämpfen. Selbstbewußtsein ist eine sehr wesentliche Basis des Erfolges: wer sich selbst annimmt, hat eine positive Ausstrahlung.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Ich möchte das Unternehmen weiterführen und stabilisieren, und zwar so, daß es mich überdauert.