Zum Erfolg von Wolf-Dieter Kolaric
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Persönlicher Erfolg ist für mich dann gegeben, wenn ich ein Ziel definiere, dieses praktisch umsetze und zu einem positiven Ergebnis komme.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Engagement war in meiner bisherigen Berufslaufbahn ein wesentliches Erfolgskriterium. Ich bin ein Mensch, der seine Ziele permanent überprüft und kontrolliert - ständige Evaluierung ist sehr wichtig.
Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
Es hat in meinem Leben sehr viele Vorbilder gegeben, wobei ich besonders Dr. Schmidt, den Chef der Apotheke zum goldenen Engel nennen möchte. Auch der Wirtschaftspsychologe Mag. Regenbergen, der die wirtschaftlichen Hintergründe immer sehr gut beleuchtet hat, hat mich stark geprägt.
Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst?
Wir Apotheker sind zu 70 Prozent Versorger, aber nur zu 30 Prozent Kaufleute. Dies geht aus der Tatsache hervor, daß wir diese 70 Prozent mit den Krankenkassen abrechnen müssen und so an die diverse Verordnungen gebunden sind. Wir sind soziale Dienstleister und müssen eine flächendeckende Versorgung mit Arzneimitteln anbieten. Daraus ergibt sich aber das Problem der großen Vorratsmengen, die zusammen mit den immer kürzeren Ablaufdaten viel gebundenes Kapital darstellen.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Die Mitarbeiter sollen den Kunden in seiner Individualität annehmen und ihnen das Gefühl vermitteln, daß sie bei uns gut aufgehoben sind. Den Verkauf alleine in den Vordergrund zu stellen wäre falsch.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Dies ist ein schwieriges Kapitel, da das Gehalt ein Faktor ist, dessen Bedeutung im beruflichen Alltag allzu leicht überhand nimmt. Ich versuche, meinen Mitarbeitern vor allem die Hilfe am Patienten nahezulegen und ihnen dabei Verantwortung zu übertragen. Diese Einstellung benötigt aber einen Reifeprozeß, da das notwendige persönliche Engagement durch die enge theoretische Ausbildung zu Beginn oft nur gering vorhanden ist.
Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Unsere Apotheke bietet neben dem üblichen Verkauf auch einen computerunterstützten Zustelldienst für fünf verschiedene Heime, der sehr gut angenommen wird.Wie verhalten Sie sich der Konkurrenz gegenüber? Ich pflege ein grundsätzlich gutes Verhältnis zu meinen Mitbewerbern, wobei ich Wettbewerbsverzerrungen, die auf unlautere Weise Kundenbindung zu erreichen versuchen, strikt ablehne.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Ich bin zu sehr von meinem Beruf begeistert, als daß ich zwischen den beiden Bereichen einen strikten Schlußstrich ziehen könnte. Da meine Gattin jedoch selbst Apothekerin ist, hat sie großes Verständnis für mein berufliches Engagement.
Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung?
Ich halte regelmäßig Seminare, besuche selbst Kurse und bilde mich darüber hinaus durch das intensive Studium von Fachliteratur weiter. Ich suche mir die Schwerpunkte dabei so aus, daß sie die Grundlagen meiner eigenen Seminare unterstützen.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Es ist wichtig, sich sehr gut zu überlegen, ob man selbständig werden möchte. Die Kreativität, die oft den Anfang prägt, kommt durch den Alltagstrott oft nur allzu leicht unter die Räder. Wenn der Beruf nicht auch Hobby ist, wird man es als selbständiger Unternehmer sehr schwer haben.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Ich möchte meine kreativen Seiten wieder mehr zur Geltung kommen lassen, etwas, das im Endeffekt auch dem betrieblichen Leben zu Gute kommt.
Ihr Lebensmotto?
Arbeit adelt.