Zum Erfolg von Alois Schmidt
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg ist für mich, daß mir mein eingeschlagener Weg Recht gegeben hat.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ja, nur durch meine Arbeit und Fleiß kam der Erfolg. Meine Familie stammt aus den ärmsten Verhältnissen, wir hatten eine Landwirtschaft und ich wurde zur Arbeit erzogen. Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg? Gesunder Hausverstand.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
In der Mitte der 80er Jahre, es begann, als ich mich als Geschäftsleiter eingearbeitet hatte.
In welcher Situation haben Sie erfolgreich entschieden?
Die Entscheidung, die Bank zu verändern, war eine sehr erfolgreiche. Der Neubau der Bank (1999), ging zum Großteil von mir aus. Ich konnte zudem 21 innovative Winzer für die Idee begeistern, in dieser Bank eine Ortsvinothek zu integrieren. Die Winzer haben ihre einmalige Chance erkannt, ihr Kulturgut Wein an der meist frequentierten Straße des Ortes anzubieten und zu vermarkten. Im Projekt Weinclub 21 sehe ich nicht nur eine schwerpunktmäßige Förderung der örtlichen Weinwirtschaft, vielmehr soll die Raiffeisenbank als neuer Ort der Kommunikation eine Bereicherung für unsere Mitbürger und Gäste darstellen. Die Ortsvinothek wird sich auch belebend auf die Tourismuswirtschaft unseres Ortes auswirken, das ist meine Überzeugung.Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat? Eine prägende Persönlichkeit war der Obmann der Raiffeisenbank, Herr ÖKR und Altbürgermeister Alois Gisch, der mich in die Bank und in die Politik brachte.Wieviel Zeit brauchen Sie für Entscheidungen? Ich entscheide sehr schnell, ich muß nicht viel und lange überlegen.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Ohne mein gutes Team wäre ich nicht so erfolgreich. Die Mitarbeiter spielen in jedem Betrieb die allergrößte Rolle, daher werden Entscheidungen immer gemeinsam getroffen.Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus? Unser jüngster Mitarbeiter ist schon 14 Jahre bei uns. Falls ich jemanden einstellen würde, wäre mir heutzutage die HAK-Matura wichtig, Bankerfahrung wäre auch wünschenswert.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Durch leistungsbezogene Entlohnung.
Wie werden Sie von Ihren Mitarbeitern gesehen?
Ich denke, sie sehen mich als freundschaftlichen Chef. Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens? Sämtliche Bankgeschäfte können bei uns 24 Stunden täglich, an sieben Tagen in der Woche, erledigt werden. Außerdem bieten wir die Möglichkeit, unsere Safeanlage und die Internetstation rund um die Uhr zu benutzen.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Die Familie kommt schon ein bißchen zu kurz. Aber bei uns zu Hause sind alle engagiert, weil meine Frau eine Pension führt, die von Ostern bis Mitte November geöffnet ist. Wir sind alle übermäßig fleißig.Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben? Egal in welcher Branche, der Einsatz, der keine Uhr kennt, ist der maßgebliche. Nur mit Engagement und Eigenverantwortlichkeit wird man Erfolg haben. Man muß arbeiten, als ob es der eigene Betrieb wäre, wenn man sich nicht wohlfühlt, muß man den Arbeitsplatz wechseln.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Durch diesen gezielten Neubau ist mein Ziel, diese Bank auch weiterhin erfolgreich und eigenständig zu leiten.