Zum Erfolg von Wolfgang Zöllner
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
In meiner heutigen Tätigkeit bedeutet Erfolg nicht nur, gute Absatzzahlen zu erzielen, sondern auch die Anerkennung, die die Ideen meiner Mitarbeiter finden. Diese bringt einen Imagegewinn für das Produkt und das Unternehmen.Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg? Ich bin ein sehr ehrgeiziger und zielstrebiger Mensch, kann mich aber auch selbst korrigieren. Ich halte darüber hinaus meine Ausbildung für sehr wichtig, denn ich denke, daß ich die Funktion eines technischen Leiters ohne diese zwei Buchstaben vor meinem Namen nicht bekommen hätte.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Ich merkte bereits als Kind in der Schulzeit, daß mir oft Führungspositionen übertragen wurden.Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat? Hans Schicht, ein sehr kluger und verdienstvoller Mann, arbeitete in der damaligen Zentrale der Energiewirtschaft. Wir waren uns seelisch und musisch sehr nahe, er war mir menschlich ein großes Vorbild. Auch einige wenige Freunde standen bei schwierigen Entscheidungen stets hinter mir, allen voran Manfred Schröder.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Außer der Anerkennung in Worten wurde mir beispielsweise die höchste Auszeichnung der Bergakademie, die Acricola-Medaille, verliehen. Auch die Tatsache, zum Vorsitzenden des Marketingbeirates der Landesgruppe Ost des BGW gewählt worden zu sein, ehrt mich.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Mitarbeiter spielen eine wesentliche Rolle. Wir lösen viele Probleme im Team. Ideen der Mitarbeiter sind stets gefragt, wenn wir große und langfristige Kampagnen planen.Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus? Wenn Stellen frei werden, finden immer erst interne Ausschreibungen statt. Dabei achte ich darauf, daß ich Leute bekomme, die in erster Linie kreativ sind.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Ich motiviere sie mit Lob und meinem kommunikativen Führungsstil. Ich habe keine diktatorischen Züge.
Wie werden Sie von Ihren Mitarbeitern gesehen?
Wenn man dem glauben kann, was man hört, bin ich ein beliebter Chef.Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens? Die Mitarbeiter wollten nach der Wende zeigen, daß sie gut und vielleicht sogar besser arbeiten als ihre westdeutschen Kollegen. Natürlich haben wir Hilfe bekommen, doch der Wille, zeigen zu wollen, daß wir gut sind, war der Hauptantrieb. Es war auch wesentlich, möglichst schnell privatwirtschaftlich agieren zu können.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Dies gelingt mir leider schlecht. Unter den Besuchen von Kunden und Tagungen, die manchmal sehr zeitraubend sind, leidet das Privatleben sehr. Meine Arbeitswoche hat bis zu 80 Stunden, meine Frau ist jedoch glücklicherweise sehr geduldig.Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung? Leider bleibt dafür nur wenig Zeit. Ich genieße jedoch durch die Unterstützung der Firma eine regelmäßige Fortbildung in der englischen Sprache und lese abends Fachzeitschriften. Darüber hinaus besuche ich einige Tagungen im Jahr.Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben? Es ist empfehlenswert, die Firma öfter zu wechseln oder wenigstens innerhalb einer Firma zu rotieren, um auch andere Bereiche kennenzulernen.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Mein Ziel ist es, bis zur Pensionierung kreativ zu bleiben, meine Leistungsbereitschaft aufrechtzuerhalten und weiterhin gute Ideen zu haben. Ich glaube allerdings auch nicht, daß ich anschließend zuhause bleiben kann, um nur auf der Terrasse zu sitzen.