Zum Erfolg von Paul Maier
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg im Beruf manifestiert sich für mich durch zufriedene Kunden und erfolgreiche Projekte. Dadurch stellt sich automatisch eine Zufriedenheit mit dem, was man macht, ein. Ich fühle mich auch erfolgreich, wenn es mir gelingt, die Schwächen eines Projektes zu reduzieren, Stärken zu forcieren und letztendlich zu einem Ergebnis zu kommen, das für alle Beteiligten nachhaltig gewinnbringend ist.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ja, es gelang mir, sehr viele meiner Ziele zu erreichen. Ohne Flexibilität, kooperativem Verhalten und innovativen Aktivitäten wäre dieser Erfolg nicht machbar.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Wesentlich waren meine bereits erwähnten sportlichen Aktivitäten und der dadurch gewonnene Team- und Kampfgeist, aber auch die Härte zu mir selbst und anderen im Rahmen ethischer Grundsätze. Von wesentlicher Bedeutung sind auch der Wille zum Erfolg und Konsequenz bei der Verfolgung der Ziele. Außerdem glaube ich, dass man sich selbst nicht zu wichtig nehmen sollte.
Wie begegnen Sie Herausforderungen des beruflichen Alltags?
Die größte Herausforderung sehe ich mit den Veränderungen im Bereich der Technik umzugehen. Die Nachhaltigkeit in Bau und Planung zeigt sich ebenfalls als wichtiges Thema. Denn selten genug macht man sich darüber Gedanken, dass auch die nächsten Generationen diese Immobilien verwenden wird. Auf diesem Sektor gibt es für uns noch viel zu tun und es wird eine große Herausforderung sein, die dafür richtigen Mitarbeiter zu bekommen. Wenn keine Bereitschaft vorhanden ist, länger im Ausland zu leben, werden so manche Projekte nicht durchführbar sein.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Schon privat aufgrund meiner sportlichen Aktivitäten. Damals hat mich die Arbeit noch nicht sehr interessiert. Durch intensiven Kontakt mit meinem ersten „Chef", welcher gleichzeitig Vorstand im Handballverein war, wuchs aber mein berufliches Interesse. Ich absolvierte die Baufachschule und im Laufe der Zeit richtete ich mein Augenmerk immer mehr auf die beruflichen Herausforderungen. Mein berufliches Glück suchte ich anfangs in Argentinien, wobei ich nach zwei Jahren die ersten Großprojekte bearbeiten durfte. Dies waren die ersten „erfolgreichen beruflichen Projekte" und stellten somit die Triebfeder dar, um weitere Projekte im In- und Ausland zu übernehmen. So führten mich meine Aufträge in der Folge nach Ägypten, Irak, nach Asien und in zahlreiche europäische Länder, wobei ich laufend auch in Österreich erfolgreich Projekte abschloss.
Ist Originalität oder Imitation besser, um erfolgreich zu sein?
Meiner Erfahrung nach würde ich die Originalität zuerst nennen, was aber nicht ausschließt, dass man sich an Vorbildern orientieren kann.
Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
Baumeister Rupert Trummer war mit mir in Südamerika tätig. Er verfügte über ein ungemein großes Fachwissen und brachte mir die Arbeit in der Praxis nahe. Auch die verantwortlichen Damen und Herren der Firma S+B Plan und Bau spielten auf meinem Berufsweg eine prägende Rolle. Last but not least hat mich die erfolgreiche Kooperation der letzten 20 Jahre mit meinen Partnern und Auftraggebern sehr geprägt.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Lob benötige ich nicht, denn ich kann meine Leistung selbst einschätzen; Anerkennung ist aber wichtig und manifestiert sich durch Zufriedenheit der Auftraggeber am Ende der Projekte und wenn diese mit neuen Aufträgen wieder auf uns zukommen.
Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst?
In der heutigen Zeit werden Probleme sehr oft nicht mehr direkt angesprochen, sondern auf eine indirekte Bühne verschoben und über Mobbing und andere Untergriffe ausgetragen. Das finde ich bedenklich, und da sollte man auch nicht mitmachen. Ich vertrete eine klare und offene Linie. Vielleicht fühlt sich dadurch der eine oder andere auf den Schlips getreten, aber ich glaube das ist der richtige Weg. Der Nachwuchs in unserem Metier hat es sicherlich schwieriger als wir vor dreißig Jahren. Die Rahmenbedingungen haben sich nicht unbedingt zum Vorteil der beteiligten Personen verändert. Ich rate dem Nachwuchs sich seine eigene Meinung zu bilden und seinen Weg zu gehen, ohne dabei sozial verträgliche Komponenten aus den Augen zu verlieren. Fairness und Gerechtigkeit sollte man nicht nur für sich einfordern, sondern auch anderen zuteilwerden lassen.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Anfangs war das Unternehmen noch stark auf meine Person bezogen. Das hat sich im Laufe der Zeit geändert. Heute spielen Mitarbeiter, Partner und Auftraggeber eine ganz wesentliche Rolle.
Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus?
Bei der Mitarbeiterauswahl berücksichtige ich vor allem die Kriterien Fachwissen, Loyalität und Ehrlichkeit.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Gute und interessante Projekte, sind an sich schon eine tolle Motivation. Darüber hinaus versuche ich, ein gutes Vorbild zu sein.
Wie werden Sie von Ihren Mitarbeitern gesehen?
Ich denke, dass ich als Teamleader und bis zu einem gewissen Grad auch als Kollege gesehen werde. Aber auch als fairer Chef der versucht Entscheidungen auch zu erklären und vorher zu besprechen.
Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Wir sind absolut unabhängig und flexibel und bieten Leistungen nicht nur an, sondern können sie zu einem hohen Prozentsatz selbst durchführen. Außerdem verfügen wir über ein umfangreiches Netzwerk an Partnerfirmen und über langjährige Erfahrung in der Branche. Zu den Stärken zählt sicherlich, dass wir darauf achten, dass die strategischen und die operativen Tätigkeiten sich die Waage halten. Ich glaube, je kleiner das Unternehmen ist, desto wichtiger ist es, die Balance zwischen den operativen und strategischen Aufgaben zu finden.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Ich kann diese beiden Bereiche gut vereinbaren, weil ich Prioritäten setze. Mir liegt vor allem mein Privatleben am Herzen, da ich glaube, dass man daraus die Kraft bezieht, welche jeder beruflich aktive Mensch zum Erfolg benötigt.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Aufgeschlossenheit gegenüber Neuem, aber auch Hochhalten der alten bewährten Tugenden und wachsame Toleranz gegenüber allen Mitmenschen. Fremdsprachenkenntnisse sind in der heutigen Zeit sehr wichtig, speziell slawische Sprachen gewinnen zunehmend an Bedeutung. Grundsätzlich würde ich der Jugend empfehlen, flexibel zu sein. Speziell in der heutigen Zeit ist es immer wichtiger, sich den Gegebenheiten anzupassen. Eine Tatsache ist, dass man im Laufe seines Berufslebens verschiedene Berufe ausüben wird. Ebenso sollte man auch Andersdenkenden Akzeptanz entgegenbringen. Wenn man einmal weiß, was man wirklich will, sollte auch Bereitschaft zur Spezialisierung vorhanden sein. Fortbildung war noch nie so einfach wie heute. Man findet im Internet fast immer das richtige Thema. Die Zukunft unserer Branche sehe ich positiv, denn Bedarf an Immobilien wird es immer geben. Es werden sicherlich Veränderungen in unserem Metier eintreten. Den Grund sehe ich in den technischen Weiterentwicklungen und auch auf Grund von Änderungen im Bereich der Wirtschaftspolitik.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Zukünftig werde ich mich vermehrt auf Projekte in Österreich konzentrieren, wobei wir auch weiterhin im Ausland aktiv sein werden. Weiters werde ich mein Augenmerk auf die zukünftigen Herausforderungen richten und versuchen die Position meines Unternehmens im Markt zu festigen.
Ihr Lebensmotto?
Hart arbeiten, aber auch viel feiern, ohne dabei andere Menschen zu schädigen.