Zum Erfolg von Edgar Kopp
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg bedeutet für mich, Glück und Zufriedenheit in der Arbeit zu finden, die man ausübt. Zwei weitere Faktoren, die zu Erfolg führen, sind Wissen und ein gewisses Fingerspitzengefühl.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Im Sinne meiner eigenen Definition sehe ich mich als erfolgreich.Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg? Der Grund für meinen Erfolg ist viel Arbeit, Fleiß und das Glück, zur richtigen Zeit die richtigen Tätigkeiten in Angriff zu nehmen.
In welcher Situation haben Sie erfolgreich entschieden?
Als Bürgermeister ist man oft mit Situationen konfrontiert, in denen Entscheidungen getroffen werden müssen, die erhebliche Auswirkungen auf andere Personen und ganze Familien zur Folge haben können. Ich denke, daß ich solche Entscheidungen aber immer nach bestem Wissen und Gewissen getroffen habe. Wenn es sich um sogenannte Grenzfälle gehandelt hat, ging ich nie den Weg des geringsten Widerstandes, sondern entschied immer nach gesetzlich, moralisch und wirtschaftlich vertretbaren Gesichtspunkten.Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst? In der Politik sehe ich darin ein Problem, daß es leider oft mehr um persönliche machtpolitische Interessen als um die Interessen der Öffentlichkeit geht.
Wie werden Sie von Ihrem Umfeld gesehen?
Ich denke, daß ich als Bürgermeister von vielen geschätzt und von anderen weniger geliebt werde. Diesen Umstand bringt wahrscheinlich meine Tätigkeit als Politiker mit sich. Es ist unmöglich, es jedem recht zu machen. Im großen und ganzen werde ich jedoch als kompetenter und sozial engagierter Mensch gesehen, was mir viele Mitbürger aus allen politischen Legern versichern.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Ich bin mit dem bestehenden Team in meinem Amt äußerst zufrieden und schreibe jedem einzelnen einen Teilerfolg unserer gut funktionierenden Gemeindeführung zu.Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus? In erster Linie wähle ich meine Mitarbeiter nach der fachlichen Qualifikation aus. Sobald wir eine Position im Amt besetzen müssen, wird diese Stelle offiziell ausgeschrieben und die qualifiziertesten Bewerber werden zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch eingeladen. In diesen Gesprächen achte ich auf persönliche Qualitäten, wie zum Beispiel Ehrlichkeit und Verläßlichkeit, fachliche Ausbidung.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Ich bin eher sozial eingestellt. Über Kleinigkeiten schaue ich hinweg. Erst bei gröberen Verstößen bzw. Fehlverhalten schreite ich ein. Dieses Einschreiten kann in der Form gestaltet werden, daß ich mit dem oder den Betroffenen ein Gespräch führe und klarstelle, wo und durch welches Verhalten etwas schiefgelaufen ist. Bei 124 Mitarbeitern ist es rein formal nicht möglich, über alle Details informiert zu sein und alle Abläufe zu kontrollieren. Daher schreite ich erst bei gröberen Fehlhandlungen ein.Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens? Wir arbeiten nach der Devise, daß das Gemeindeamt für die Bürger da ist und nicht umgekehrt. In diesem Sinne verstehen wir uns als Dienstleistungsunternehmen und präsentieren uns als solches nach außen. Eine große Stärke unseres Gemeindeamtes sehe ich darin, daß wir danach trachten, die Anliegen unserer Gemeindemitglieder zu realisieren und nicht nach Möglichkeiten suchen, diese abzuwenden. Generell fühlen wir uns also für viele Bereiche verantwortlich, für die sich andere Stellen nicht zuständig fühlen.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Durch meine langjährige Doppelbelastung als Kriminalbeamter und Bürgermeister wurde die Qualität unseres Familienlebens stark herausgefordert. Glücklicherweise bin ich mit einer sehr verständnisvollen Frau verheiratet, die mein Engagement in der Politik und im Beruf stets akzeptiert hat.Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben? Ich denke, daß es für die Jugend wichtig ist, wieder neue Werte zu definieren. Allerdings liegt diese Aufgabe in den Familien und somit zu einem Teil noch in der Generation der Erwachsenen.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Mein nächstes Ziel ist es, in Rum den Musikpavillon zu einem Haus der Musik umzubauen, das Projekt Senioren und Wohnen zu realisieren und im Jahr 2004 werden wir neben dem jetzigen Gemeindeamt ein neues Veranstaltungszentrum errichten. Im privaten Bereich habe ich mir vorgenommen, meiner Frau, den Kindern und Enkelkindern mehr Zeit zu widmen.