Zum Erfolg von Christian Freilinger
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Meines Erachtens spielt sowohl privater als auch beruflicher Erfolg eine sehr wesentliche Rolle, wobei der Erfolg, wie Edison sagte, zu 95 Prozent aus Transpiration, also aus Fleiß besteht, und zu fünf Prozent aus Inspiration. Die meisten übersehen, die Dinge, die man sich überlegt, auch tatsächlich in die Praxis umzusetzen. Die Realisierung ist nur, wie Churchill während des Zweiten Weltkriegs festhielt, unter „Blut, Schweiß und Tränen“ möglich.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ja, insgesamt sehe ich mich als erfolgreich, wobei natürlich Mißerfolge nicht ausbleiben. Ich bin jedoch sehr hartnäckig und versuche auf eine andere Art und Weise doch zu erreichen, was ich mir vorgenommen habe, wenn es auf Anhieb nicht gelingt.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Eine ganz wesentliche Voraussetzung ist sicher ein intaktes Familienleben. Daß es im privaten Bereich stimmt, ist die Basis für beruflichen Erfolg. Dazu kommt, die richtigen Ideen zum richtigen Zeitpunkt zu haben und dann auch wirklich in die Praxis umzusetzen.
Wie begegnen Sie Herausforderungen des beruflichen Alltags?
Indem ich zuerst einmal genau analysiere, was die Problemstellungen sind, und dann auf dieser Grundlage meine Taten setze.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Das begann schon mit dem Studium, mit jeder Prüfung, die ich erfolgreich abgeschlossen habe, von Station zu Station fühlte ich mich immer wieder erfolgreich. Wichtig ist, dran zu bleiben, sein Ziel zu verfolgen, auch wenn es Umwege gibt und vor allem auch aus Mißerfolgen zu lernen und hartnäckig zu sein.
Ist Originalität oder Imitation besser um erfolgreich zu sein?
In erster Linie ist es die Originalität, das Beschreiten neuer Wege, was zählt, aber auch Imitation kann erfolgversprechend sein, das haben die Japaner und auch die Südkoreaner über Jahre unter Beweis gestellt, indem sie Vorhandenes zwar imitierten aber noch besser machten.
Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
Ja, das waren Gott sei Dank immer wieder meine Chefs, ob bei Daimler Benz oder, an der Akademie, Prof. Reinhard Höhn. Alle haben gelebt, was der ehemalige Arbeitgeberpräsident in Deutschland, Hans-Martin Schleyer, sehr schön zum Ausdruck brachte, als er sagte, Führen heißt, Menschen erfolgreich zu machen. Es gilt, Mitarbeiter fair zu behandeln und darauf zu achten, daß sie Erfolg haben. Wenn der Mitarbeiter erfolgreich ist, dann ist es auch der Chef. Ich versuche, erfolgreiche Menschen um mich zu sammeln und sie noch erfolgreicher zu machen, das ist eine sehr schöne Aufgabe und sehr konstruktiv.
Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus?
Ich mache gemeinsame Projekte mit ihnen und beobachte, wie sie arbeiten. Ganz besonderes wichtig für mich ist, daß ich mich auf Menschen verlassen kann und lege vor allem großen Wert auf Pünktlichkeit, Fairneß und die fachliche Seite. Ich möchte keine reinen Theoretiker beschäftigen, sondern idealerweise Leute, die in der Praxis tätig waren und dann ihre Liebe zum Trainer- oder Beraterberuf entdeckt haben.
Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Eine Stärke ist das große Netzwerk von hervorragenden Fachleuten, so daß wir fast jeden Bereich abdecken können, selbst schwierige Themen, wie zum Beispiel Szenariotechnik. Das ist uns durch die Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern und Netzwerkmitgliedern möglich. Außerdem binden wir durch die entsprechenden Moderationstechniken die Menschen massiv mit ein und führen nicht über ihre Köpfe hinweg etwas ein. Wir prüfen immer wieder, wie weit die Leute mitmachen und wie weit sie in der Lage sind, die Veränderungen auch zu verkraften. Lieber Schritt für Schritt, wie das beim extremen Bergsteigen auch der Fall ist, als gleich die Welt niederreißen zu wollen. Das sind einige Faktoren, die dazu führen, daß wir insgesamt gesehen sehr erfolgreich sind. Dazu kommt die Mischung von Beratung und Training.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Meine Frau ist sehr großzügig und wir legen uns wechselseitig keine Prügel zwischen die Beine. Jeder von uns hat seinen Freiraum und nützt ihn auch.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Mein Ziel ist es, das ganze so weiter zu betreiben und noch auszufeilen. Weiters plane ich, mittelfristig ein weiteres Buch zu schreiben, und zwar zum Thema Erfolg.