Zum Erfolg von Ernst Wallnöfer
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg bedeutet in erster Linie, daß man Ziele erreicht, die man sich gesetzt hat und dabei zufrieden mit dem Erreichten ist.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ja, ich bin auf dem richtigen Weg, erfolgreich zu werden.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Ausschlaggebend war mein Mut zur Selbständigkeit und die Ausdauer, diese Entscheidung dann auch durchzuziehen, und zwar mit allen Konsequenzen. Ein Knackpunkt auf meinem Lebensweg war der Besuch der Abendschule. In dieser Zeit habe ich gemerkt, daß es sich lohnt, an sich und seiner Kompetenz zu arbeiten.
Wie begegnen Sie Herausforderungen des beruflichen Alltags?
Mittlerweile habe ich gelernt, Entscheidungen mit kühlem Kopf zu treffen und Ereignisse weder über- noch unterzubewerten.
Ist Originalität oder Imitation besser, um erfolgreich zu sein?
Ich führe ein Fachgeschäft und hebe mich in erster Linie durch die Einzigartigkeit der Produktpalette hervor. Somit denke ich, daß man durch Anpassung nur angepaßten Erfolg, aber durch Einzigartigkeit einzigartigen Erfolg erzielen kann.
Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
Mein ehemaliger Chef, Herr Ing. Hermann Hausberger sen., hat mich in beruflicher und teilweise auch privater Hinsicht beeindruckt.
Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst?
Ein generelles Problem der Elektroindustrie ist die Reduzierung des Wertes von elektrotechnischen Produkten. Das ist ein Phänomen, das ich deutlich erkenne, für das ich aber keine Ursache nennen kann. Möglicherweise hängt es damit zusammen, daß man diese kleinen Elektroteile nicht sieht, sondern nur deren Wirkung wahrnimmt. Den wenigsten ist bewußt, wie wichtig diese scheinbar kleinen Artikel sind.
Wie werden Sie von Ihrem Umfeld gesehen?
Ich bin von Natur aus ein “Mann der Entscheidungen“. Ich mag es, meine eigenen Vorstellungen realisieren zu können und lege nicht gerne Rechenschaft über meine Handlungen bei einem Vorgesetzten ab. Aufgrund dieses Naturells war es eine erfolgreiche Entscheidung von mir, mich selbständig zu machen.
Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus?
Ich habe in meiner Mitarbeiterwahl gezielt nach Fachkräften gesucht. Ich finde es wichtig, daß Mitarbeiter eines kleinen Elektroindustriefachgeschäftes aus der Elektrobranche kommen. Ein Bewerber muß mit dem Material umgehen können, eine Ahnung von Schaltplänen haben und die Elektrotechnik von der Pike auf gelernt haben.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Ich habe sehr großes Vertrauen zu meinen Mitarbeitern. Das ist keine leere Floskel, sondern ich habe dieses Vertrauen auch durch die Weitergabe eines Geschäftsschlüssels untermauert. Es hat sich gezeigt, daß sich dieser Vertrauensvorschuß gelohnt hat und die Eigeninitiative der Mitarbeiter steigert.
Wie werden Sie von Ihren Mitarbeitern gesehen?
Als sehr konsequent und kompetent.
Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Eine markante Stärke unseres Unternehmens ist unsere Position als Generalvertretung, die wir für einige Großhändler betreiben. Wir führen Artikel, die es bei wenigen Elektrounternehmen gibt und bieten zudem qualifizierte, fachliche Beratung und Betreuung. Die Maxime unsere Betriebs lautet: “Der Kunde kommt mit einem Problem zu uns und geht mit einer Lösung und nicht: Der Kunde kommt mit einem Problem und geht mit zwei Problemen wieder nach Hause.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Meine Frau ist in meinem Betrieb beschäftigt. Bei mir sind also diese beiden Bereiche zwangsläufig vermischt. Ich kann mich aber nicht eindeutig für diese oder jene Variante aussprechen. In meinem Fall läuft die Zusammenarbeit mit einem Familienmitglied sehr gut, aber ich kann das nicht verallgemeinern.
Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung?
Ich investiere ungefähr zehn Prozent der Arbeitszeit in meine Weiterbildung.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Die junge Generation sollte sich wieder bewußt machen, daß vor dem Lohn die Leistung erfolgen muß. Es liegt auch an der jetzigen Elterngeneration, daß die heutige Jugend zu viel fordert, ohne die entsprechende Gegenleistung geben zu können oder zu wollen. Mein Rat an die nächste Generation lautet daher: “Tut etwas, um Eure Wünsche zu verwirklichen.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Mein berufliches Ziel ist die Etablierung unseres Geschäftes in dieser Größenordnung und die Weiterentwicklung im Angebot technischer Neuheiten.Anmerkung zum Erfolg: Schrittweise vorangehen und sich nach jeder Zielerreichung wieder neue Ziele setzen, die man bewußt wählt - nicht die Ziele des Kollektivs übernehmen, ohne zu hinterfragen, ob sie einen Wert für einen persönlich besitzen!