Zum Erfolg von Manfred Zauner
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Man arbeitet um erfolgreich zu sein. Es ist schön zu sehen wenn etwas, was man angepackt hat, Früchte trägt. Wenn man eine Anlage konstruiert und baut und sie funktioniert, so wie man sich das vorgestellt hat, dann ist das für die ganze Firma ein schöner Erfolg. Der persönliche Erfolg ist dann gegeben, wenn das was man angepackt hat funktioniert und die Kunden mit dem Ergebnis zufrieden sind. Erfolg gibt uns allen die Kraft an neuen Zielen und Visionen zu arbeiten.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Ich hatte von Anfang an einen Vorteil, nämlich den, daß ich in ein gesundes Unternehmen einsteigen und von der Pieke auf alles lernen konnte. Mein Vater hat hier alles aufgebaut und hat mir möglicherweise seine Tüchtigkeit und seinen Ehrgeiz mit auf den Weg gegeben. Wenn ich Tiefschläge hinnehmen mußte, konnte ich zu ihm kommen und mich mit ihm beraten. Andererseits konnte ich mich in Tochterbetrieben frei entfalten. Zu meinem persönlichen Erfolg gehört es zu wissen, wie es bei uns auf den kleinsten und auf den größten Baustellen zugeht. Insgesamt kann ich heute ganz objektiv sagen, daß mich mein Vater beruflich sehr geprägt hat.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Mein erster großer Erfolg gelang in Oberösterreich, wo ich das dortige Unternehmen aufbauen durfte. Wir bekamen schöne Aufträge ins Haus und mit tollen Mitarbeitern konnten wir einen sehr erfolgreichen Weg gehen. Dieser Weg hinterließ internationale Spuren.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Was die Mitarbeiter betrifft, ist unser Unternehmen als sozialorientierter Betrieb bekannt. Das ganze Unternehmen bemüht sich um die Kundenanerkennung. Zufriedene Kunden werden uns beim nächsten Geschäftsfall wieder das Vertrauen schenken. So schließt sich unser Erfolgskreis.
Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus?
Zeugnisse spielen selbstverständlich eine Rolle, aber ich versuche immer in Gesprächen herauszufinden, wie sich der Bewerber getan hat. War es für ihn mühsam das Ziel zu erreichen, oder ist ihm dank seines Intellektes vieles in den Schoß gefallen. Wir haben gute Erfahrungen mit Leuten gemacht, welche um die Zielerreichung kämpfen mußten. Einsatzfreude und gesundes Selbstvertrauen, sowie Menschlichkeit im Umgang mit anderen spielen ebenfalls bei unserer Beurteilung mit. Den Erstkontakt pflegt der Abteilungsleiter. Ich steige beim Zweitgespräch ein.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Wir sind ein sehr familiär geführtes Unternehmen und pflegen in allen Ebenen persönliche Kontakte. Wir versuchen mit allen Leuten zu sprechen, unsere Türen sind grundsätzlich offen und es kann jeder Mitarbeiter hereinkommen und mit uns Kontakt aufnehmen. Die soziale Komponente spielt eine wesentliche Rolle.
Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
In unserer Firma gibt es ganz kurze Entscheidungswege. Entscheidungen werden möglichst rasch getroffen. Sollte es einmal geschehen, daß wir falsch entschieden haben, sind wir uns nicht zu gut, diese zu korrigieren. Ein Vorteil für das Unternehmen sind ihre Mitarbeiter, die mitgewachsen sind. Sie wissen daher, wie die Firma funktioniert, und können selbständig arbeiten. Unser Angebot ist sehr breit gefächert, die Stärke liegt in der Pauschalmontage. Wir wollen hier Technik mit Know-how bzw. Gehirnschmalz mitverkaufen und die Dienstleistung dazubringen. Wir können auf den Markt sehr rasch reagieren.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Meine Frau hat von Anfang an gewußt, was auf sie zukommen wird. Das erleichtert die Sache etwas. Sie weiß auch, daß ich mich bemühe die Wochenenden möglichst frei zu halten. Wir wohnen in Oberösterreich und ich pendle wöchentlich nach Wien herein. Es ist uns allen die Familie und ein gut funktionierendes Familienleben sehr wichtig, und meine Frau unterstützt mich sehr.
Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung?
Ich schätze die Fortbildung sehr wichtig ein, deshalb mache ich persönlich zur Zeit das MBA in Wien. Bei den Mitarbeitern fördere ich Fortbildung dort, wo es sinnvoll und notwendig ist.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Man sollte das tun was einem Spaß macht und dort eine sehr gute Ausbildung absolvieren.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Wir wollen uns im nationalen Markt festigen und unseren Mitarbeitern weiterhin Sicherheit bieten können. Das wird nach der EU-Erweiterung schwer genug sein. Mein Vater, der letztlich das Unternehmen noch leitet möchte den Standort Österreich absichern. Darüber hinaus werden wir die internationalen Märkte genau beobachten und handeln, wo sich Chancen ergeben.