Zum Erfolg von Christine Ferstl
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg bedeutet für mich, die Kinder mit Freude zu guten Leistungen zu führen.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ich habe vor 20 Jahren an dieser Schule mit vier Klassen und vier Lehrern begonnen. Mittlerweile führen wir zehn Klassen mit 22 Lehrpersonen und haben seit 17 Jahren auch behinderte Kinder integriert. Darüber hinaus besuchen auch 36 Kinder, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, unsere Schule, an der mittlerweile 14 verschiedene Nationen vertreten sind.Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg? Was ich mache, mache ich mit hundertprozentiger Überzeugung und bedingungslosem Einsatz.
Wie begegnen Sie Herausforderungen des beruflichen Alltags?
Ich bewältige alle Herausforderungen, die auf mich zukommen. Es gibt kein Patentrezept, aber das Vertrauen, alles schaffen zu können, hat mir bisher immer geholfen.Ist Originalität oder Imitation besser um erfolgreich zu sein? Es ist ganz wichtig, sich so zu geben, wie man auch wirklich ist. Dadurch gewinnt man das Vertrauen der Eltern, weil sie merken, daß man es ehrlich meint.Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat? Geprägt haben mich mein erster Volksschuldirektor, Herr Pirkheim, und meine ehemalige Kollegin Frau Leitner, mit der ich acht Jahre lang sehr gut zusammengearbeitet habe.
Wie werden Sie von Ihrem Umfeld gesehen?
Ich habe eine wirklich großartige Beziehung zu meinen Töchtern, deren Ehemännern und meinen sechs Enkelkindern. Mit meinem Mann bin ich mittlerweile 38 Jahre verheiratet und stolz darauf.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Meine Lehrer spielen eine sehr große Rolle bei meinem Erfolg. Allein kann man nichts bewirken. Wir arbeiten sehr gut zusammen, obwohl jeder dabei eine eigenständige Persönlichkeit bleibt.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
In meiner Schule gibt es 22 Lehrkräfte, die ich durch gutes Arbeitsklima, offene Gespräche und Kommunikationsbereitschaft, sowie effiziente Organisation zu motivieren versuche.Wie verhalten Sie sich der Konkurrenz gegenüber? Natürlich gibt es auch im Schulsystem so etwas wie Konkurrenz, und zwar im Kampf um die Schülerzahlen. Unsere Schule genießt ein sehr gutes Image.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Ich habe die Schulleitung übernommen, als meine Kinder beinahe erwachsen waren. So gesehen hat mein Beruf das Privatleben nie beeinträchtigt, wenn es auch öfter Wochen gibt, in denen ich 60 Stunden arbeite.Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung? Für Fortbildung verwende ich sehr viel Zeit, sicher drei bis vier Wochen pro Jahr in den Ferien. Integration, Spielpädagogik und Englisch sind ebenso Themen wie Persönlichkeitsentwicklung, Zeit- und Krisenmanagement sowie Konferenzgestaltung.Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben? Das Miteinander ist wichtig. Es sollte keine Ausgrenzungen geben. Die soziale Differenzierung der Gesellschaft ist schlimm.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Ich möchte mein Italienisch perfektionieren. Im beruflichen Bereich wäre es mein Wunsch, noch mehr für die Kinder tun zu können und die Belastung der Lehrer zu reduzieren.
Ihr Lebensmotto?
Ich versuche, das zu tun, was mir Spaß macht!