Zum Erfolg von Franz Bigl
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg bedeutet für mich, einen hohen Prozentsatz der Ziele, die ich mir gesteckt habe, zu erreichen. 100 Prozent sind die Idealvorstellung, aber auch mit 80 Prozent habe ich mein Ziel erreicht, der Rest ist das Sahnehäubchen oben drauf.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ich sehe mich als durchaus erfolgreich, denn obwohl ich oft in Abteilungen kam, in die ich nicht unbedingt wollte, konnte ich überall sehr viel erreichen und meine Vorstellungen verwirklichen.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Ausschlaggebend war sicherlich mein hoher persönlicher Einsatz, mit dem ich oft bis an mein Limit ging. Ich bemühe mich auch immer um Innovationen, die ich nicht in Form einer Revolution, sondern als Evolution durchführe.
Wie begegnen Sie Herausforderungen des beruflichen Alltags?
Ich setze mir entweder eigene Ziele oder mache die vorgegebenen Ziele zu meinen eigenen, denn ich muß mich hundertprozentig mit ihnen identifizieren können.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Anerkennung erfahre ich durch Selbstbestätigung und die Bestätigung von Mitgliedern und Mitarbeitern. Sehr viel Anerkennung erfuhr ich auch während meiner Tätigkeit in der Werbung durch viele Institutionen, mit denen ich zusammenarbeitete.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Gute Mitarbeiter sind unglaublich wichtig. Meistens kann ich diese nicht selbst aussuchen, denn beim Eintritt in eine Abteilung ist der Mitarbeiterstamm vorgegeben. Es ist wichtig, sie nicht zu überfordern, sondern behutsam vorzugehen. Ich möchte erst ein gewisses Level erreichen, auf dem ich dann meine Vorstellungen klarmachen kann. Die Mitarbeiter müssen natürlich mitziehen, und es gibt immer welche, die nicht wollen. Diese versuche ich durch Überzeugungsarbeit in Gesprächen zu motivieren.
Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Das Unterstützungsinstitut wurde 1874 als soziale Vereinigung gegründet, weil es damals für uniformierte Polizisten, die sehr wenig verdienten, keine soziale Absicherung gab. Anfangs war es nur ein Verein, später wurde daraus eine Sektion gegründet, durch welche Polizisten günstige Wohnungen und eine soziale Absicherung geboten wurden. Um die notwendigen Gelder lukrieren zu können, wurde die Zwangsmitgliedschaft notwendig, weshalb eine Weiterführung als Verein nicht mehr möglich war. So entstand die Konstruktion eines Zwecksvermögens, das einer Körperschaft öffentlichen Rechts gleichzustellen ist, einer in Österreich einmaligen Organisation. Derzeit verfügen wir über16 Häuser mit etwa 1200 Wohnungen und veröffentlichen ein Jahrbuch, welches auch durch Sponsoring Gelder einbringt. Wir betreiben zwei Hotelpensionen, wo die Kollegen zu günstigen Preisen ihren Urlaub verbringen können, sowie eine Küche, drei Kantinen und das Mutterhaus als soziale Vereinigung, die den Kollegen, die unverschuldet in eine mißliche Situation kommen, finanziell aushilft oder Kredite zu günstigen Konditionen zur Verfügung stellt.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Den Rückhalt im Privatleben halte ich für enorm wichtig. Ist dieser nicht gegeben, kann ich nicht erfolgreich sein. Zum Glück bin ich mit einer sehr verständnisvollen Frau verheiratet.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Man muß sich entweder eigene Ziele setzen oder Fremdziele zu den eigenen machen. Auf dem Weg zum Erfolg darf man aber das Privatleben nicht vergessen, sonst wird man einsam.