Zum Erfolg von Brigitte Prohaska
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg bedeutet für mich, ein Ziel zu erreichen, das ich mir gesteckt habe, und damit zufrieden zu sein.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ja. Ich sehe mich im Sinne meiner Definition als erfolgreich, weil ich bisher viel erreicht habe und noch viele Ziele vor mir sehe, die ich erreichen möchte.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Eine meiner großen Stärken ist meine Menschenkenntnis. Ich pflege gern Umgang mit Menschen und bin nach wie vor selbst einmal pro Woche im Außendienst tätig, um den Kontakt zur Basis nicht zu verlieren und die Probleme meiner Mitarbeiter zu verstehen bzw. Lösungen zu finden. Sehr wichtig ist die Tatsache, daß ich Freude an meiner Tätigkeit habe. Mein Beruf macht mir Spaß und das erlaubt mir, einiges zu bewegen. Weitere Stärken sind Erfahrung, Offenheit, Vielseitigkeit und eine gewisse Sturheit, mit der ich meinen Standpunkt vertrete.
Wie begegnen Sie Herausforderungen des beruflichen Alltags?
Ich trenne grundsätzlich private von beruflichen Problemen, wobei erstere emotionaler behaftet sind. Grundsätzlich analysiere ich Probleme sehr genau und versuche dann, eine Lösung zu finden. Dabei hole ich gern die Meinung meines Partners ein, der über sehr große Erfahrung verfügt. Entscheidungen finde ich gern im Team, um einen tragfähigen Konsens herzustellen, letztlich bin ich es, die dann endgültig entscheidet. Ich bin kein Mensch, der ad hoc entscheidet, sondern denke besonders bei schwerwiegenden Problemen länger nach, weil ich keine Fehlentscheidungen treffen möchte.
Ist es für Sie als Frau in der Wirtschaft schwieriger, erfolgreich zu sein?
Das trifft auf mich nicht zu. In dem Bereich, in dem ich heute tätig bin, habe ich keine Schwierigkeiten aufgrund der Tatsache, daß ich eine Frau bin. Abgesehen davon, daß ich einen Haushalt mit drei Kindern manage, kann ich keine Benachteiligungen feststellen.
Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus?
Ich verlasse mich grundsätzlich auf den Eindruck, den ich bei einem ersten Gespräch gewinne und auf mein Gefühl, das mich bisher noch nie getrogen hat. Wenn ich von einem Menschen einen guten Eindruck habe, weil er zuhören kann und auf Argumente eingeht, ist es mir egal, welche Ausbildung er absolviert hat und wie seine Noten aussehen; ich gebe ihm eine Chance. Innerhalb eines gewissen Zeitpunktes können dann beide Seiten sehen, wie er sich entwickelt und ob er für die angestrebte Tätigkeit geeignet ist. Generell möchte ich nicht mit „Ja-Sagern“ zusammenarbeiten, sondern lasse konstruktive Kritik zu, die schließlich das gesamte Unternehmen in seiner Entwicklung weiterbringt. Teamfähigkeit, Verläßlichkeit, Verantwortungsbewußtsein, Selbstmotivation und Interesse sind wesentliche Faktoren.
Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Unsere große Stärke besteht in der Beratung von Kunden, denen wir Vorteile und Sparmöglichkeiten in den Bereichen Telekommunikation, Energie und Kreditwesen aufzeigen. Dabei arbeiten wir mit Callcentern zusammen, die Termine für unsere Außendienstmitarbeiter vereinbaren. Unsere Beratung ist immer im Sinne des Kunden.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Man muß immer offen und lernbereit bleiben und darf nicht stillstehen. Vor allem ist es wichtig, authentisch zu bleiben. Man sollte sich niemals anpassen, nur um vermeintlich besser dazustehen, sondern seine eigene Persönlichkeit nach außen vertreten. Eine fundierte Ausbildung ist wichtig, aber nur dann erfolgversprechend, wenn sie den inneren Wünschen und Zielen entspricht.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Mein vorrangiges Ziel besteht darin, mein Unternehmen aufzubauen und einen Mitarbeiterstand von 30 zu erreichen. Mit meiner Firma möchte ich beweisen, daß ich umsetzen kann, was ich bisher von meinem Partner lernen konnte, und mir meinen Wunsch erfüllen, einen Betrieb eigenständig zu führen.