Zum Erfolg von Heinz Berner
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg entsteht, wenn die Arbeit mit Freude gemacht wird.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
An Erfolg denke ich nicht, ich bin aber immer optimistisch eingestellt und vertraue sehr auf positives Denken. Ich sage beispielsweise nicht, ich habe nur vier Stunden Zeit, um zu schlafen, sondern freue mich, daß ich vier Stunden schlafen darf.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Ich hätte wenig Chance, wenn nicht meine Gattin und meine Kinder voll hinter meiner Tätigkeit stehen würden und bereit wären, auf vieles zu verzichten.
Wie begegnen Sie Herausforderungen des beruflichen Alltags?
Ich bin gläubiger Christ und vertraue auf Gott. Probleme muß man haben, nur dann kann man sie lösen.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Vor vier Jahren entwickelte ich nach einem vierzehntägigen Urlaub mein positives Denken, seither geht es bergauf, seit zwei Jahren sogar extrem gut.
In welcher Situation haben Sie erfolgreich entschieden?
Ich stellte mein Warenangebot um und lege mein Hauptaugenmerk auf die optimale Qualität der Ware, anstatt auf einen niedrigen Preis.
Ist Originalität oder Imitation besser, um erfolgreich zu sein?
Originalität natürlich, denn man muß immer etwas Neues anbieten. Vor zwei Jahren bot ich Zierkürbisse, heuer bin ich der erste, der Zierkohl im Sortiment hat.
Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
Meine sehr tüchtige und liebe Frau hat mir vieles sehr erleichtert.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Meine Chauffeure stehen voll hinter mir, meine Familie ebenso.
Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst?
Das größte Problem ist die Tatsache, daß Klein- und Mittelbetriebe keine Förderungen bekommen. Bei BMW wird ein Arbeitsplatz mit eineinhalb Millionen Schilling gefördert, mit so viel Geld könnte ich auch Arbeitsplätze schaffen. Ein anderes Problem ist, daß manche Wirte beim Lebensmittelgroßhandel nur dann gute Konditionen bekommen, wenn sie einen Mindestumsatz überschreiten. Dazu müssen sie aber Gemüse und Obst auch dort einkaufen.
Wie werden Sie von Ihrem Umfeld gesehen?
Ich habe die tollsten und tolerantesten Nachbarn, die man sich nur wünschen kann.
Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus?
Leute, die mir vom Arbeitsmarktservice empfohlen werden, kann ich meist überhaupt nicht brauchen. Ich brauche Profis, also Fahrer, die um drei Uhr früh auf Tour fahren. Dementsprechend gut ist die Bezahlung (1.500 bis 2.000 Euro netto).
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Im Betrieb ist der Kaffee vom Automaten gratis, wir machen auch sehr viele gemeinsame Feste mit den Familien der Mitarbeiter.
Wie werden Sie von Ihren Mitarbeitern gesehen?
Bei uns gibt keinen Streit, eher wird viel gescherzt. Es geht alles sehr ruhig zu, und wir haben fast nur sehr langjährige Mitarbeiter.
Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Verläßlichkeit und die Qualität der Produkte.Wie verhalten Sie sich der Konkurrenz gegenüber? Ich bin meinen Mitbewerbern gegenüber sehr positiv eingestellt. Ich habe keine Feinde, zum Teil vielleicht einige Neider.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
In diesem Jahr expandiere ich den Betrieb, dadurch komme in der Hauptsaison auf 80 bis 90 Wochenstunden. Im Oktober und im Februar ist das Geschäft etwas ruhiger.
Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung?
Ich fahre selbst auf Tour und lerne viel von den Kunden. Ein Fahrer kann mir nichts vormachen, ich weiß genau, wieviel Zeit man braucht, um fünf Mal am Tag Schneeketten anzulegen.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Man sollte positiv denken und aus den eigenen Fehlern lernen.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Ich will nicht der Größte werden, aber ich will der Beste werden.
Ihr Lebensmotto?
Positiv denken und an Gott glauben!