Zum Erfolg von Friedrich Zitz
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg bedeutet für mich, meine Arbeit so zu gestalten, daß ich den Kopf für kreative Ideen frei habe und mir ab und an erlauben kann, „Hirngespinste“ zu verfolgen. Erfolg ist für mich nicht so sehr die dicke Brieftasche, sondern ein harmonierendes Berufs- und Familienleben.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Phasenweise sehe ich mich als sehr erfolgreich, obwohl ich natürlich nicht immer die Freiheit habe, mich mit Dingen und Themen zu beschäftigen, die nichts mit meinem Beruf zu tun haben.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Ausschlaggebend für meinen Erfolg ist mein Stil, den ich im Umgang mit Geschäftspartnern und meinem privaten Umfeld pflege. Ich pflege den Weg der Beharrlichkeit bzw. Geduld und will nie mit dem Kopf durch die Wand; und obwohl dieser Weg der schwierigere ist, führt er in vielen Bereichen (so beispielsweise bei den Mitarbeitern) zu einer echten Vertiefung des Umgangs miteinander.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Erfolg ist etwas sehr Unbeständiges: kein Mensch beglückwünscht mich, weil ich vor fünf Jahren erfolgreich war, wenn ich es zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht mehr bin. Man kann sich vielleicht im Erfolg sonnen, aber immer nur im Hinblick darauf, daß es am nächsten Tag regnen kann. Selbstverständlich hatte ich Erfolgserlebnisse beruflicher Natur, aber sie sind für mich eben als solche zu werten und haben nichts mit langfristigem Erfolg zu tun.
In welcher Situation haben Sie erfolgreich entschieden?
Ich habe meist dann erfolgreich entschieden, wenn ich die Entscheidung nicht „aus dem Bauch heraus“ traf. Erfolg ist für mich insofern planbar, als ich beispielsweise den Nutzen meiner Universitätsausbildung sehr genau analysierte. Im familiären Bereich trifft dies zugegebenermaßen nicht zu, im beruflichen jedoch sehr wohl. Im Geschäft zählen harte Fakten, obwohl es natürlich Geschäfte gibt, die auf dem sogenannten Gespür beruhen (sie sind allerdings nicht die Regel!), während man sich im Privatleben an emotionelle Entscheidungen halten sollte.
Ist Originalität oder Imitation besser um erfolgreich zu sein?
Für mich ist Originalität eindeutig der bessere Weg, obwohl sich Imitation nicht immer vermeiden läßt.
Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
Meine Mutter war eine sehr prägende Persönlichkeit und vermittelte mir die Eigenschaften Ausdauer und Geduld, die mein Leben bis heute prägen.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Ich werde sowohl innerhalb der Familie, als auch in der Gemeinde anerkannt und erfahre auch durch die Tatsache, daß Publikationen von mir gut aufgenommen werden, hohe Akzeptanz aus Fachkreisen.
Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst?
Die Kluft zwischen technischem und juristischem bzw. wirtschaftlichen Wissen ist in dieser Branche nach wie vor sehr tief und wurde bislang hinsichtlich der Ausbildung nicht gelöst.
Wie werden Sie von Ihrem Umfeld gesehen?
Ich gelte als fleißig und engagiert.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Die Mitarbeiter haben beträchtlichen Anteil an meinem Erfolg, weil sie mein unverkäufliches Kapital darstellen. Gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiter sind mein wichtigster Erfolgsfaktor.
Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus?
Zunächst ist für mich fachliche Qualifikation sehr wichtig, wobei allerdings einzelne Schulnoten nicht von Bedeutung sind. Allerdings versuche ich, mir ein Bild von der Persönlichkeit eines Bewerbers zu machen und herauszufinden, wie er auf andere zugeht. Wesentlich sind Engagement, Leistungsbereitschaft und eigenverantwortliches Agieren.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Unsere Kunden schätzen die Tatsache, daß wir uns ihrer Anliegen annehmen und dabei äußerst ehrlich sind – es gibt Aufträge, bei denen ich schon zu Beginn klipp und klar sage, daß wir es vielleicht nicht im vorgegebenen Rahmen schaffen, ein Ergebnis zu erzielen. Obwohl wir hinsichtlich der Preisgestaltung nicht die billigsten sind, punkten wir durch höchste Qualität und Know-how.