Zur Karriere von Josef Barounig
Welche waren die wesentlichsten Stationen Ihrer Karriere?
Nach Abschluß der Pflichtschule in Ferlach besuchte ich ab 1959 die Höhere Technische Lehranstalt für Maschinenbau in Klagenfurt. Da Ferlach ein sehr kleiner Ort war, wollte ich, um etwas zu erreichen, über die Grenzen des Ortes hinausblicken und entschloß ich mich dazu, das Studium des Wirtschaftsingenieurs für Maschinenbau an der Technischen Universität in Graz in Angriff zu nehmen. Ich finanzierte das Studium durch ein Begabtenstipendium sowie das Geld, das ich mir durch meine sechsmonatige Arbeit bei einem Konstruktionsbüro in Ferlach erwirtschaftet hatte. Ich schloß das Studium 1970 erfolgreich mit dem Titel des Diplomingenieurs ab. Es folgte, nachdem ich damals auch meine Ehefrau kennengelernt hatte, ein Auslandsaufenthalt in Kanada im Bereich Industrial Engineering bei den Firmen Kienzle (Datentechnik), Detroit Plastic Moulding (Kunststoffteile) und Mc Graw - Edison (Haushaltsgeräte). Die Zeit von 1971 bis 1973 betrachte ich als äußerst positiv für die Entwicklung meiner Selbständigkeit. In Kanada bildete ich mich auch weiter und erreichte den Rang eines Professional Engineer of the Province of Ontario. Zurück in Österreich hatte ich das außerordentliche Glück, sofort bei der Firma Dr. Ernst Fehrer AG, einer Textilmaschinenfabrik in Linz, eine Anstellung als Verkaufsleiter für Vlies- und Spinnmaschinen zu erhalten. Meine weiteren Stationen waren von 1981 bis 1990 die Voest-Alpine sowie deren Nachfolgegesellschaften mit folgenden Aufgabenbereichen: 1981 bis 1983: Leitung des Verkaufes von Maschinen und Präzisionstechnik, 1983 bis 1986: Leitung des Verkaufes von Einzelmaschinen, Maschinensystemen und Präzisionstechnik, 1987 bis 1989: Leitung des Geschäftsfeldes Werkzeugmaschinen, und seit November 1988 Mitglied der Bereichsleitung Werkzeugmaschinen und Systemtechnik. Im Jahr 1990 wurde ich Sprecher der Bereichsleitung Werkzeugmaschinen der Voest-Alpine Steinel GmbH. Da ich Strukturänderungen dieses Unternehmens nicht mittragen konnte, schied ich jedoch aus und wurde 1991 zum Geschäftsführer der Firma Astec GmbH in Linz bestellt. Die Grundidee dieses Unternehmens war es, vorhandene Ressourcen und Erfahrungen im Rahmen der Brillenentwicklung, die zeitweilig aus der Mode gekommen waren, zu nutzen, um diese Erfahrung nochmals in pekuniäre Vorteile im Rahmen unserer Dienstleistungen zu verwandeln. Um dies an einem Beispiel zu erläutern: Sollte Spritzlackieren für Brillen für einige Zeit aus der Mode gekommen sein, so bieten wir, da wir auf diesem Gebiet führend in Österreich sind, diese Dienstleistungen anderen Unternehmungen an. Wir sind also tonangebend in der Oberflächenbehandlung und veredeln nicht nur unsere eigenen Produkte, sondern auch Produkte aus der Konsumgüterindustrie, der Akustik- und Medizintechnik und auch der Phototechnik, wobei das Grundprodukt selbst ein hochwertiges sein muß. Im Jahre 1993 wurde ich zum Geschäftsführer der Firma AWT Consulting GmbH in Linz bestellt, welche im Bereich Anlagen für Abwasseraufbereitung (als Nachfolge von Astec) und der Unternehmensberatung tätig war. Im November 1999 erfolgte die Rückführung dieses Unternehmens in die Silhouette International Schmied AG. Wir stellen pro Jahr vier Millionen hochwertige Brillen im Zweischichtbetrieb her und sind stolz darauf, daß 60 Prozent unserer Kunden eine Bindung von mindestens fünf Jahren zu uns haben, da wir stets bemüht waren, unser Klientel durch unsere Produkte aufzuwerten und Vertrauen erweckt haben. Ich besitze auch die Gewerbeberechtigungen für das Handelsgewerbe sowie für Elektromechaniker und Elektromaschinenbauer, beschränkt auf die Erzeugung von Oberflächenbeschichtungsanlagen.