Zum Erfolg von Walter Staffenberger
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg bedeutet für mich persönliche Sicherheit.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ja, aber je älter ich werde empfinde ich Erfolg auch als Belastung. Wenn man Erfolg haben will investiert man auch viel an Lebensqualität. Von der beruflichen Seite sehe ich mich natürlich sehr erfolgreich.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Ausschlaggebend für meinen Erfolg waren meine Ausbildung und die Fähigkeit, Möglichkeiten, die mir geboten wurden, zu nutzen.
Wie begegnen Sie Herausforderungen des beruflichen Alltags?
Ich versuche immer sehr rationell zu arbeiten. Nach einer genauen Analyse versuche ich durch konzentriertes Arbeiten die besten Lösungen für die entsprechenden Anforderungen zu finden.
Ist Originalität oder Imitation besser, um erfolgreich zu sein?
Ich scheue mich nicht, gute Ideen zu übernehmen. Die Kreativität ist für mich jedoch auch sehr wichtig, um sich von überkommenen Vorstellungen zu lösen.
Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
Mein Lehrherr, Herr Daxböck, der Leiter des Kaufhauses in Amstetten, prägte meine Laufbahn nachhaltig.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Die größte Anerkennung meiner Leistungen war die Übertragung der Prokura, weil sie einen absoluten Vertrauensbeweis darstellt.
Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst?
Ein Hauptproblem unserer Branche sehe ich in der Finanzierung medizinischer Maßnahmen – obwohl die Lebenserwartung durch die Entwicklungen auf dem medizinischen Sektor immer weiter steigt, ist die Finanzierung auf eine Lebenszeit ausgerichtet, wie sie in den sechziger oder siebziger Jahren üblich war. Dieses Problem wird sich in Zukunft noch verschärfen, wenn ihm nicht entgegengewirkt wird. Ein weiteres Problem, das damit in Zusammenhang steht, ist die Schaffung einer Zweiklassengesellschaft – die Kluft zwischen den Menschen, die sich eine optimale medizinische Versorgung leisten können und jenen, die ausschließlich auf das Sozialsystem angewiesen sind, wird immer größer.
Wie werden Sie von Ihrem Umfeld gesehen?
Ich werde geschätzt, weil ich ein ruhiger Mensch bin und sachliche Diskussionen führen kann. Ich habe auch keine Scheu, meine Standpunkte zu vertreten.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Mein Erfolg, der sich letztendlich in Zahlen manifestiert, hängt maßgeblich von der Leistung meiner Mitarbeiter ab. Sie sind sehr motiviert und liefern höchste Qualität.
Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus?
Nach Qualifikation und vor allem nach menschlichen Kriterien.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Ich motiviere meine Mitarbeiter durch finanzielle Anreize, durch die Weitergabe aller relevanten Informationen und indem ich ihnen die Möglichkeit zur Weiterentwicklung biete.
Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Unsere Stärke ist die Fähigkeit, rasch auf veränderte Kundenwünsche reagieren zu können. Also, Flexibilität. Dies ist vor allem auf kurze Informations- und Entscheidungswege zurückzuführen.Wie verhalten Sie sich der Konkurrenz gegenüber? Ich habe keine Probleme mit den Mitbewerbern. Ich betrachte sie nicht als Konkurrenz, solange sie fair am Markt agieren.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Wenn ich von einer Aufgabe überzeugt bin, achte ich nicht auf den Zeitaufwand, den sie für mich bedeutet und Freizeit bzw. Privatleben müssen dann zurückstehen.
Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung?
Zu wenig. Ich würde mich lieber mehr weiterbilden, vor allem sprachlich.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Persönlich ist es wichtig, sich über seine Ziele klar zu werden und einen Beruf zu wählen, der imstande ist einen zu begeistern und Raum läßt zur Weiterentwicklung.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Mein Ziel ist die Zeit nach meinem aktiven Berufsleben in einem sonnigen Land zu verbringen. Ich bin überzeugt, daß Wünsche in Erfüllung gehen, wenn man an sie glaubt und daran arbeitet.