Zum Erfolg von Renate Zeger
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg bedeutet für mich, mich mit meiner beruflichen Tätigkeit identifizieren zu können und damit glücklich zu sein. Erfolg bedeutet für mich sicher nicht, Geld zu scheffeln.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ja, weil ich mich immer mit Dingen beschäftigen kann, die ich leidenschaftlich gern mache.Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg? Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht.
Wie begegnen Sie Herausforderungen des beruflichen Alltags?
Ich bin immer mental auf alle Situationen vorbereitet und spüre intuitiv hinein, denn Erfolg entsteht im Kopf.Ist es für Sie als Frau in der Wirtschaft schwieriger, erfolgreich zu sein? Ja, nach meinen Erfahrungen ist es generell schwieriger, als Frau beruflich erfolgreich zu sein. Aber mit der richtigen mentalen Einstellung meistert man als Frau auch diese Tatsache.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Bei jedem geschäftlichen Abschluß, zum Beispiel mit dem tunesischen Markt oder auch anderen noch so entfernten Ländern - es gab immer Erfolge für mich.
In welcher Situation haben Sie erfolgreich entschieden?
Der Schritt in die Selbständigkeit war absolut richtig.Ist Originalität oder Imitation besser, um erfolgreich zu sein? Eine gute Kopie ist oft genauso zielführend wie originelle Lösungen.Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat? Geprägt wurde ich sicherlich von meinen Eltern, die mir meine Ausbildung ermöglichten, aber auch von einzelnen Kollegen oder Chefs, die mich in positiver oder negativer Weise beeinflußten, sodaß ich meinen Weg gehen kann.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Meine größte Anerkennung ist es, wenn Interessenten zu zufriedenen Kunden werden, die gerne wieder kommen.Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst? Es ist allgemein die Einstellung zur Weiterbildung nicht sehr positiv. Dabei weiß ich gerade aufgrund meiner 17-jährigen internationalen Tätigkeit, wie besonders wichtig Sprachen im Berufsalltag sind. Gutes Englisch ist eine brauchbare Basis, aber jede weitere Fremdsprache öffnet jedem alle Türen.
Wie werden Sie von Ihrem Umfeld gesehen?
Man vertraut mir und sieht mich ein bißchen als Hans Dampf in allen Gassen, immer engagiert und aktiv.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Eine sehr große Rolle, denn ich kann nicht alle meine Kunden allein betreuen.Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus? Mir sind Offenheit und Kreativität sehr wichtig.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Durch Gespräche, ich bin immer für sie da und ich honoriere ihr Engagement mit Prämien.
Wie werden Sie von Ihren Mitarbeitern gesehen?
Ich bekam oft Feedback, daß alles sehr gut und korrekt organisiert ist. Ich denke, ich werde als gute Chefin geschätzt, die Überblick bewahrt.Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens? Wir vermitteln unsere Sprachkurse mit der Superlearning-Methode. Dies bedeutet - und ist wissenschaftlich belegt -, daß wir drei bis fünfmal schneller und effizienter Wissen vermitteln als andere Sprachinstitute. Superlearning ist eine mentale Lernmethode, die sehr zielführend und zeitsparend ist. Andere Sprachkurse sind mit unserer Methode hinsichtlich ihrer Effizienz nicht zu vergleichen.Wie verhalten Sie sich der Konkurrenz gegenüber? Der Norden Wiens ist ein großes Einzugsgebiet, Industriezentren wachsen, und ich sehe einen großen Markt, der von Mitbewerbern belebt wird. Dies gibt den Konsumenten die Möglichkeit, aus vielen Angeboten frei zu wählen.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Ich bemühe mich um ziemlich strenge Trennung, aber vorläufig ist mein Unternehmen noch zu jung und ist ein erheblicher Teil in meinem Leben.Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung? Etwa drei Tage pro Monat verwende ich für Weiterbildung. Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben? Man muß an sich selbst glauben, an sich arbeiten und hartnäckig die gesteckten Ziele verfolgen.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Aus meiner Firma möchte ich ein florierendes Unternehmen mit optimaler Auslastung machen und mich selbst später ein bißchen freispielen. Ich möchte zum Beispiel die Freiheit haben, tagsüber zu bummeln oder ins Fitneß-Center gehen zu können. Weiters bin ich gerade mit der Ausbildung zur Mentaltrainerin beschäftigt, ich habe also noch einige Ideen zu verwirklichen.
Ihr Lebensmotto?
Vergeude nicht die Zeit mit der Suche nach Hindernissen, vielleicht sind gar keine da.