Zum Erfolg von Karl Kamper
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg bedeutet für mich, eine Leistung vollbracht zu haben, die mich befriedigt.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ja, ich sehe mich durchaus als erfolgreich.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Besonders wichtig waren der familiäre Hintergrund und die Beharrlichkeit, mit der ich an der Verwirklichung meiner Ziele arbeitete. Unser Glück war zudem, daß es 1984 noch sehr aktuell war, mit dem Auto nach Griechenland zu fahren, und diese Urlauber mieteten bei uns Schlauchboote. Somit war ein erfolgreicher Start gegeben, auf den wir kontinuierlich aufbauten.
Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
Herr Tibus, ein deutscher Generalimporteur von Motorbooten und Yachten, gab mir viele wertvolle Tips und lehrte mich, keine Außenstände zuzulassen, sondern jedes Geschäft im vorhinein zu kassieren. Herr Miro Sangolin, ein Kroate, gab mir den Anstoß, in Kroatien Boote zu stationieren. Es gab darüber hinaus sehr viele weitere Personen, von denen ich lernte, wie man es nicht macht! Auch solche Erfahrungen sind wichtig.
Wie werden Sie von Ihrem Umfeld gesehen?
In Kroatien kennt man mich als Charly, und ich glaube, daß die meisten durchaus positiv über mich denken. Ich bin sehr angesehen, und man schätzt meine Meinung, somit werden meine Ideen auch immer umgehend umgesetzt.
Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus?
Ausschließlich nach persönlichem Gefühl. Es ist sehr schwierig, in Kroatien einen guten Arbeiter zu finden, und die Mitarbeiter müssen meine Vorstellungen für eine effiziente Arbeit übernehmen. Es ist in Kroatien völlig unüblich, Stundenaufzeichnungen zu machen, meine Mitarbeiter sind jedoch sehr wohl dazu verpflichtet.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Wir haben untereinander ein sehr freundschaftliches Verhältnis und besprechen regelmäßig alle Vorhaben.
Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Unsere große Stärke ist die persönliche Betreuung. Wir vermieten und verkaufen Motor- und Segelyachten und bieten ein Kaufchartersystem an. Das bedeutet, daß der Kunde ein Boot kauft, das er für wenige Wochen im Jahr selbst nutzt. Während der restlichen Zeit wird es durch unsere Vermittlung vermietet. Als Ergänzung vermieten wir einen siebensitzigen Bus und bieten zudem eine eigene Flugverbindung von Graz/Thalerhof nach Zadar und retour an. Selbstverständlich ist es auch möglich, über uns Appartements in Kroatien zu buchen. Zudem bieten wir Kurse zur Erlangung von international gültigen Bootsführerscheinen an, welche entweder durch eine Landesregierung oder vom Ministerium ausgestellt werden. Wie verhalten Sie sich der Konkurrenz gegenüber? Wir pflegen kaum Kontakt zu den Mitbewerbern. Ich habe mit meinem Betrieb einen sehr festen Platz innerhalb der Branche, und wir sind eines der größten Unternehmen auf diesem Sektor innerhalb Österreichs.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Meine Frau erledigt die gesamte Büroorganisation. Trotzdem haben wir aufgrund der vielfältigen Aufgaben eher wenig Zeit füreinander.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Man sollte sich erreichbare Ziele setzen und diese mit Beharrlichkeit und Fleiß verfolgen. Wichtig ist auch, über den Tellerrand zu sehen und ein wenig mehr zu verdienen, als man ausgibt.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Ich habe noch sehr viele Ziele. Familiär ist mein Hauptziel, gesund zu bleiben, beruflich wollen wir u.a. noch eine Marina bauen und auf europäischem Level positionieren. Am wichtigsten ist uns jedoch die persönliche Zufriedenheit.