Zum Erfolg von Michael Hartinger
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Wenn ich abends beruhigt zu Bett gehen kann, weil ich mit meiner Leistung zufrieden bin, fühle ich mich erfolgreich.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Mich ärgert, daß man heute von zwei Seiten eingeengt wird, einerseits von der Politik und andererseits von der Wirtschaft. Wenn man da bestehen kann, ist man erfolgreich.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Dem starken Rückhalt meiner Familie verdanke ich meinen Erfolg, das heißt, daß meine Eltern und mein Onkel mir bei schwierigen Entscheidungen zur Seite stehen.
In welcher Situation haben Sie erfolgreich entschieden?
Man muß sich in unserer Branche sehr schnell entscheiden, ich entscheide oft aus dem Bauch heraus und treffe dabei auch gelegentlich Fehlentscheidungen, aber in den meisten Fällen habe ich richtig, oder besser gesagt: erfolgreich entschieden.
Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
Während eines Praktikums in Leipzig hatte ich einen Chef, dessen Arbeitsweise mich bis heute beeinflußt.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Die größte Anerkennung ist der Respekt und die Achtung, die mir innerhalb meiner Familie, von den Kunden und den Menschen überhaupt entgegengebracht wird.
Wie werden Sie von Ihrem Umfeld gesehen?
Ich glaube, mit Respekt gesehen zu werden. Man trifft schon einmal eine Fehlentscheidung, aber das, denke ich, fällt hier nicht so ins Gewicht.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Von meinen Mitarbeitern erwarte ich, daß sie auch in schlechten Zeiten Engagement zeigen, und das tun sie auch, sonst würde es nicht funktionieren.
Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus?
Die Entscheidung, einen Mitarbeiter einzustellen, fälle ich auch meist aus dem Bauch heraus, wichtigste Kriterien sind natürlich Fachkenntnis und sicheres Auftreten.
Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Die größte Stärke ist die reichhaltige Erfahrung unseres seit 70 Jahren bestehenden Unternehmens. Die Objektfinanzierung tätigen wir zum großen Teil aus Erträgen, so kann ich es vermeiden, Kredite aufzunehmen, und mir die Zinsen sparen.Wie verhalten Sie sich der Konkurrenz gegenüber? In unserer Branche findet ein absolut harter Wettbewerb statt, da gibt es keine Kooperationen, gerade heutzutage, deshalb pflegen wir kaum Kontakt.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Privatleben habe ich so gut wie keines. Meine Freundin fragt mich oft, warum ich am Samstag und Sonntag auch noch arbeite. Darauf antworte ich immer: wenn ich es nicht mache, dann machen es andere, aber dann machen auch die anderen das Geschäft.
Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung?
Fortbildung ist mit Sicherheit wichtig, ich verwende aber wenig Zeit dafür. Entweder man kann etwas verkaufen, oder man kann es nicht. Im Immobiliengewerbe gibt es auch kaum permanente Änderungen, die ständige Schulungen notwendig machen.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Jeder, der in das Immobiliengeschäft einsteigen will, sollte sich alles gut überlegen und vor allem die Konsequenzen berücksichtigen, da er ja sehr viel Kapital einbringen muß, vor allem als Bauträger.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Ich möchte das Unternehmen im Rahmen des Familienverbunds erhalten und gezielt weiterführen.