Zum Erfolg von Peter Appl
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Bei uns manifestiert sich Erfolg ganz eindeutig in den Zahlen. Wir messen unsere Erfolge am Umsatz, an einer funktionierenden Mannschaft und einer geringen Fluktuation. Erfolg bedeutet für mich aber auch, daß es mir persönlich gut geht.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Im Sinne meiner Definition fühle ich mich erfolgreich.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Ich bin seit 1985 im Unternehmen beschäftigt, und ich denke, diese langjährige Erfahrung, die genaue Kenntnis des Marktes und auch die kontinuierliche Weiterentwicklung der Produkte sprechen für sich. Wir gingen 1985/86 mit der S-Versicherung als Aktiengesellschaft erstmals neu auf den Markt. Ich war also am Aufbau des Versicherungsgeschäftes im Sparkassensektor sowie an Mitarbeiterschulungen maßgeblich beteiligt. Es war eine revolutionäre Leistung, in so kurzer Zeit den Break Even zu schaffen, es ist keiner anderen Versicherung gelungen, sich dermaßen schnell und kontinuierlich zu entwickeln. Wir sind hauptsächlich im Personenversicherungsbereich tätig, auf diesem Markt hat sich in den letzten Jahren enorm viel getan, man denke nur an den Bereich der Pensionsvorsorge. Im Bereich der Sachversicherungen sind wir nach wie vor als Makler tätig und arbeiten mit der Donauversicherung zusammen, wo wir für unsere Kunden gemeinsame Produkte anbieten.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Ab dem Zeitpunkt wo die oben beschriebenen Indikatoren erreicht waren.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Anerkennung ist, wenn es im Unternehmen gut läuft. Das Erreichen von Zielen und Positionen ist natürlich auch eine wichtige Komponente als Führungskraft.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Wirklich erfolgreich kann man nur mit einem ausgezeichneten Team sein und daher sind die Mitarbeiter ein sehr wesentlicher Erfolgsfaktor. Wir sind eine überschaubare Gruppe. Ich brauche im Außendienst gute Verkäufer, aber auch gute Betreuer, die Sparkassenmitarbeiter soweit motivieren können, daß sie für uns verkaufen. Sie müssen gut organisiert sein und mit den Mitarbeitern ein gutes Klima aufbauen.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Die Mitarbeiter können sich nur selbst motivieren. Ich kann nur ein möglichst positives Umfeld und Klima schaffen, damit die Eigenmotivation leichter fällt.
Wie werden Sie von Ihren Mitarbeitern gesehen?
Ich denke, daß wir eine Verbindung haben, die von menschlicher und fachlicher Akzeptanz getragen ist. Wir ziehen alle an einem Strang. Ich akzeptiere den anderen so, wie er ist.
Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Eine große Stärke ist unsere Flexibilität im Tagesgeschäft. Wir haben ein sehr schlankes System, unser Vertrieb sind die Sparkassen, und das wirkt sich für den Kunden in guten Konditionen aus. Wir sind auch im Bereich EDV sehr stark, verfügen über gute Beratungssoftware, und in jeder kleinen Filiale kann das gesamte Spektrum abgeschlossen werden. Da ich selbst aus dem Buchhaltungsbereich komme, verfüge ich speziell im Bereich der betrieblichen Vorsorge über großes Know-how.
Wie verhalten Sie sich der Konkurrenz gegenüber? Wir sind mit einem enormen Markt konfrontiert. Unser Mitbewerb ist der gesamte Finanzdienstleistungsbereich, den wir natürlich beobachten. Der Sparkassenkunde holt sich nicht nur bei uns ein Angebot, sondern läßt sich auch von anderen Anbietern beraten. Man muß seine Kunden überzeugen können.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Das ist oft nicht einfach, doch ich bemühe mich, die
Wochenenden für meine Familie freizuhalten.
Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung?
Früher besuchte ich diverse Verkaufs-, EDV-, Moderations-, Rhetorik-, Präsentationstechnik- und Personalentwicklungsseminare. Derzeit arbeite ich für den Master of Business Administration (MBA) an einer Salzburger Privatuniversität und werde die Ausbildung 2005 abschließen. Es geht dabei um strategisches Management, Unternehmensführung, Leadership, Personal Skills, aber auch um BWL und Controlling. Das Studium ist sehr zeitintensiv, ich habe viele schriftliche Arbeiten zu verfassen.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Es ist wesentlich, sein eigenes Leben zu leben und sich nicht fremdbestimmen zu lassen. Neben exzellenten Fachkenntnissen ist eine gesunde Einstellung, Menschenkenntnis und Zufriedenheit ebenso wichtig. Jammern hingegen hilft nicht.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Es gibt natürlich das Ziel, die Ist-Situation weiterzuentwickeln. Ich möchte nicht unbedingt hier in Pension gehen, es gibt viele spannende Bereiche, und ich nehme neue Herausforderungen gern an.
Ihr Lebensmotto?
Man erreicht am meisten durch eine geradlinige, offene und positive Lebenshaltung.