Zum Erfolg von Heinrich Lindenau
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg ist für mich ein Mittelding zwischen zwei Extremen, nämlich Zufriedenheit und Unzufriedenheit. Wenn ich zufrieden wäre, hätte ich wahrscheinlich meine Ziele nicht erreicht.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ich erreiche meine Ziele fast immer schwer, da es immer Hürden und Probleme zu überwinden gibt. Da mir die Realisierung meiner Vorhaben dennoch gelungen ist, sehe ich mich als erfolgreich.Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg? Ausschlaggebend für meinen Erfolg war sicher meine Vielseitigkeit. Ich kenne mich auch in der Buchhaltung, im Softwarebereich und vielen anderen Gebieten aus, bin zwar nirgends ein Spezialist, kann aber in meinem Betrieb in jedem Bereich mit jedem Mitarbeiter mitreden.
Wie begegnen Sie Herausforderungen des beruflichen Alltags?
Herausforderungen sehe ich als Chance, mich zu verwirklichen - und ich sehe es als Aufgabe, jede Herausforderung zu lösen.
In welcher Situation haben Sie erfolgreich entschieden?
Die Automatenaufsteller stellen seit Jahrzehnten die Automaten bei Gastwirten auf, aber es hat sich der Trend zu kleinen Spielzentren entwickelt, und das Konzept mit den Sportwettcafés war eine richtige Entscheidung.Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat? Ich bin selbst so stark, daß ich mich nie führen habe lassen, denn ich bin ein Einzelgänger. In den letzten Jahren wurde ich nochmals beruflich sehr offensiv. Ein Geschäftsführer, der in unserem Unternehmen arbeitet, ist eine sehr starke Persönlichkeit und prägt meinen jetzigen beruflichen Lebensweg durchaus.Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst? Die derzeitige Gesetzgebung ist meines Erachtens nicht gut gelöst, da ein Verein gegründet werden muß, wenn in einem Lokal mehr als vier Automaten aufgestellt werden.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Ich lege sehr viel Wert auf gutes Betriebsklima und auf die Ausbildung unserer Mitarbeiter. Ich kann alle Bestände in den Betrieben genau kontrollieren, aber ich kann nicht kontrollieren, wir freundlich die Mitarbeiter zu den Gästen sind. Daher schulen wir unsere Mitarbeiter dementsprechend, und sie stehen auch im Mittelpunkt, denn sie sind wichtig.Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus? Die Kriterien sind relativ einfach. Das Aussehen ist wichtig, denn die Mitarbeiter müssen die Gäste auch optisch ansprechen. Weiters erwarten wir PC-Kenntnisse, Gastronomieerfahrung und ein Leumundszeugnis.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Wir hatten eine Seminarreihe mit unseren Mitarbeitern und setzten damit in unserem Unternehmen gleiche Standards, weil wir im Gastgewerbe auch viele Hilfskräfte haben. Ein ganzer Tag galt einem Motivationsseminar, das Frau Mag. Traxler, die auch Personalcoaching macht, leitete. Weiters haben wir eine eigene Internetfirmenchatseite, die unseren Mitarbeitern in jedem Betrieb zur Verfügung steht, und ich merke immer wieder, daß sich die Mitarbeiter gegenseitig motivieren und aufbauen.
Wie werden Sie von Ihren Mitarbeitern gesehen?
Ich glaube, daß ich vor meinen Mitarbeitern sehr gut dastehe, denn ich bin für jeden da. Sie haben eine sehr positive Einstellung zu mir, und ich weiß auch, daß sie stolz sind, so einen Chef zu haben.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Meine Frau steht seit 29 Jahren hinter mir, und wir führen eine harmonische Beziehung.Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung? Während meiner ganzen Berufslaufbahn habe ich alle wichtigen Kurse in den Bereichen höhere Programmiersprachen, Buchhaltung und Lohnverrechnung besucht. Weiters absolvierte ich einen Universitätslehrgang für Marketing, Export und internationales Management, den ich mit Diplom abschloß. Nach wie vor ist ständige Weiterbildung für mich sehr wichtig.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Mein Ziel ist es, in den nächsten Jahren eine gleichmäßige Steigerung im Betrieb zu erreichen.
Ihr Lebensmotto?
Denke positiv.