Zum Erfolg von Jürgen Josef Ritter
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Gesundheit ist oberstes Prinzip, und dies inkludiert eine gewisse Zufriedenheit mit sich selbst.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ich fühle mich sehr wohl und führe ein glückliches Leben. Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg? Die beste Schule ist die Praxis. Man muß arbeiten wollen und sich seinem persönlichen Reifeprozeß stellen. Dazu gehört auch, ständig und umfassend dazuzulernen - schon lange habe ich mein angestammtes Metier überschritten. Die Praxisorientierung an der technischen Schule half mir bestimmt, und insofern bereue ich nicht, das Studium abgebrochen zu haben. Sich eigene Ziele zu stecken und sie so lange zu verfolgen, bis man sie erreicht hat, krönt den Erfolg. Ist Originalität oder Imitation besser, um erfolgreich zu sein? Originalität gibt den Ausschlag, auch wenn man heutzutage, um originell zu sein, die Kunst beherrschen muß, Vorhandenes zu mischen und etwas Einzigartiges daraus zu kreieren. Unsere Einbettung in ein großes Netzwerk macht es uns möglich, bei Bedarf auf aktuelle, wissenschaftliche Informationen zuzugreifen - originell ist heute bestimmt der Verkauf, wobei Authentizität wesentlich ist. Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat? Auslandsaufenthalte gaben meiner Einstellung bestimmt eine neue Dimension. Ich verliebte mich in meine Dolmetscherin, die mittlerweile meine Frau ist. Heute beherrsche ich die tschechische Sprache sehr gut. Andere Kulturen kennenzulernen erweitert den Horizont jedenfalls enorm.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Die Aufnahme in das Moore Stephens-Netzwerk zeigte, daß meine Arbeitsqualität Wertschätzung erfährt. Bekommt man Geld, egal wie viel, für den Einsatz seiner Fähigkeiten, ist das eine Honorierung. Die Zufriedenheit der Kunden ist das Um und Auf.
Wie werden Sie von Ihrem Umfeld gesehen?
Im Rahmen unseres beruflichen Miteinanders beleuchten wir uns gegenseitig, und meine Kollegen und ich verstehen uns als Räder, die das Gefüge des Unternehmens gemeinsam zum Laufen bringen.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Das Berufsleben erfordert ein Geben und Nehmen, ähnlich wie in einer Ehe, damit Ausgewogenheit bestehen bleibt. Manchmal lohnt es sich, mehr zu geben. Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens? Flexibilität - in jeder Hinsicht - zählt bei uns. Eine wirklich stimmige, gute Lösung ist das Ziel unserer Beratung.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Dahingehend eine Vereinbarkeit zu erlangen, ist ein immerwährender Prozeß in der Beziehung zu seiner Familie und dem Berufsleben. Sind Kinder vorhanden, ist es notwendig, das Leben nach ihnen auszurichten. Meine Frau hat die Einstellung, die Kinder selbst zu betreuen, auch wenn sie Zahnmedizin studiert hat. Insofern ist sie die Managerin unseres kleinen Familienunternehmens. Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben? Es ist sehr wichtig, Fremdsprachen zu lernen - das Angebot in der Schule und im Universitätsbetrieb könnte intensiviert bzw. mehr an die Praxisansprüche angepaßt werden. Derzeit ist das Ausbildungsniveau an tschechischen Volksschulen höher als in Österreich. Allein in hochdeutscher Sprache zu sprechen, muß ein junger Österreicher erst lernen, wenn man es genau nimmt. Zukünftig wird für junge Menschen sehr viel zu lernen sein. Die Welt steht vor zentralen Herausforderungen - Klimawechsel, mangelnde Wasserreserven, usw. -, dies wird für die nächste Generation nicht einfach zu bewältigen sein. Bedenklich ist auch der Umstand, daß bei uns heute bestens ausgebildete Menschen im Alter von 50 Jahren bereits minimalste Berufschancen haben, obwohl sie über großes Know-how verfügen.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Meine Familie ist essentiell für mich - ich möchte für meine Kinder wirklich da sein und für sie Zeit haben. Gerne widme ich mich weiterhin spannenden Projekten im Verbund mit unserem Firmennetzwerk Moore Stephens.