Zum Erfolg von Ronald Jakob
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Als Kaufmann möchte ich mit wenig Aufwand viel Geld verdienen, und das ohne großen Ärger oder Reibereien, so daß ich abends gut einschlafen kann. Das bedeutet für mich Erfolg.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Von dem einst großen Netzwerk Rosengrens blieb nicht viel übrig. Dennoch betreuen wir heute von Wien aus Unternehmen in vielen Ländern wie zum Beispiel in der Schweiz, Slowenien, Rußland, Ungarn, Tschechien, Deutschland, Italien und Spanien.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Ausschlaggebend für meinen Erfolg waren Verstand, Herz und Fleiß. Die Arbeit kann nicht jeden Tag Spaß machen, aber im großen und ganzen macht sie mir Spaß.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Der höhere Arbeitseinsatz wirkte sich im Beamtentum leider nicht auf die Höhe des Verdienstes aus. Mein Erfolg begann nach meinem Austritt aus der Bank, und ich meine, daß ich meine Erfolgschancen mit der Gründung der Rosengrens GmbH erkannte.
Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
Gebhard Scheucher stellte für mich als 24-jährigen den beruflichen Mentor schlechthin dar. Er trug mit Rat und Tat dazu bei, daß ich der wurde, der ich heute bin.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Solange man über mich spricht, weiß ich, daß ich im Geschäft noch existiere.
Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst?
Wir bieten ein Produkt an, das zwar im Prinzip jeder brauchen kann, aber es ist dennoch schwierig, unseren Marktwert zu rechtfertigen und uns durchzusetzen.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Alle Mitarbeiter sind am Erfolg beteiligt. Der Außendienst ist so gut wie der Innendienst, der hinter ihm steht.
Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus?
Ich schaue nicht nur auf das Fachwissen. Ein gutes Auftreten ist alles in allem entscheidend. Ob jemand wirklich für einen Job geeignet ist, zeigt sich im Laufe des Arbeitseinsatzes.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Lob ist wichtig. Anerkennung drückt sich auch durch gemeinsame Veranstaltungen und Ausflüge aus.
Wie werden Sie von Ihren Mitarbeitern gesehen?
Ich versuche grundsätzlich als Teamleader aufzutreten, aber manchmal muß ich die Richtung vorgeben.
Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Viele Anfragen werden über das Internet an uns herangetragen. Darauf reagieren wir innerhalb einer Stunde, indem wir den Interessenten verläßlich zurückrufen. Unser Außendienst ist rasch, zuverlässig und diskret; schließlich vertrauen uns unsere Kunden das Allerheiligste bzw. Persönlichste an, wenn sie uns mitteilen, was im Tresor untergebracht werden soll.
Wie verhalten Sie sich der Konkurrenz gegenüber? Der Mitbewerb belebt den Markt, und der Stärkste schließt den Vertrag mit dem Kunden ab. So ist das nun einmal.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Es ist schwierig, völlig abzuschalten und eine Trennung beider Bereiche zu leben. Ich kann mich nur völlig entspannen, wenn ich mit meinem Schiff unterwegs bin.
Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung?
Es gibt verschiedene Fachmessen, die ich gerne besuche. Durch die Zertifizierung der Produkte im Tresorbereich gibt es aber nur mäßige Änderungen.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Schulabsolventen leben heutzutage oft nach dem Motto Der Papa wird's schon richten, wer aber kein Ziel verfolgt und kein Pflichtbewußtsein an den Tag legt, kommt auch nicht voran.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Das Wachstum der Firma ist das Wichtigste. Ich möchte ab 55 etwas ruhiger treten und einen Teil der Verantwortung an einen Nachfolger aus der Reihe meiner Mitarbeiter abgeben.