Zum Erfolg von Andreas Schöller
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Wenn man als Geschäftsführer von Erfolg spricht, heißt das ganz klar, daß am Jahresende etwas erwirtschaftet wurde. Für mich persönlich bedeutet Erfolg, daß meine Konzepte aufgehen und daß wir langjährige, zufriedene Kunden haben.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ja. Ich bin erfolgreich, weil ich tüchtig, kompetent und konsequent bin. Natürlich hatte ich auch das berühmte Quentchen Glück, ohne das verschiedene Steps im Leben nicht möglich sind. Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg? Grundsätzlich ist in unserer Branche Erfahrung sehr wichtig. Ich bin jetzt seit über 15 Jahren dabei und konnte mir in der Praxis ein hohes Fachwissen aneignen, das in diese Form in den Schulen nicht gelehrt wird. Ausschlaggebend waren darüberhinaus eine gewisse Flexibilität, der gute persönliche Umgang mit Kunden und letztendlich eine sehr gute Kommunikationsfähigkeit.
Wie begegnen Sie Herausforderungen des beruflichen Alltags?
Es ist im Verkauf bei jedem Projekt möglich, daß etwas nicht so funktioniert, wie man es sich in der Theorie erarbeitet hat. In diesem Falle muß man eine Lösung finden. Wenn der Mitbewerb eine bessere Lösung bieten kann, hatten wir als Unternehmen eben Pech und versuchen es beim nächsten Mal wieder.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Eigentlich ab Beginn meiner beruflichen Laufbahn. Ab dem Moment, als ich Geschäftsführer von HAWE Österreich wurde, war die Zuordnung dann jedoch eindeutig und transparent.
In welcher Situation haben Sie erfolgreich entschieden?
Es war absolut die richtige Entscheidung, in die Hydraulik-Branche einzusteigen. Der nächste große Schritt war es, mich nach über zehn Jahren in die Selbständigkeit zu wagen und schließlich die Geschäftsführung von HAWE Österreich zu übernehmen. Ist Originalität oder Imitation besser, um erfolgreich zu sein? Imitation ist sicher nicht der Weg, erfolgreich zu werden. Sicherlich existieren Parallelen zu anderen Unternehmen in unserer Branche, jedoch unterscheiden wir uns durch ein intelligentes Produkt sowie durch ein durchgängig extrem flexibles System und auch durch außergewöhnliche effiziente Hilfsmittel. Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat? In den zehn Jahren, in denen ich bei der Generalvertretung tätig war, habe ich sehr viel vom damaligen Geschäftsführer gelernt, einem sehr erfahrenen Mann.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Anerkennung erhalten wir, wenn wir vorgegebene Ziele erreicht oder gar überschritten haben, und natürlich von zufriedenen Kunden, die sich dann auch durchaus positiv äußern.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Ohne gute, verläßliche Mitarbeiter wäre es nicht möglich, ein erfolgreiches Unternehmen zu führen. Meine Kollegen und ich bilden ein sehr partnerschaftliches Team, das gemeinsam agiert. Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus? Da nicht jeder Mitarbeiter die gleichen Aufgaben zu erledigen hat, sind die Kriterien unterschiedlich. Generell sollte jeder Mitarbeiter aber eine gewisse Erfahrung mitbringen und einen guten Umgang mit unseren Kunden pflegen. Produktkenntnis, Loyalität und Identifikation mit dem Unternehmen sind für mich die wichtigsten Kriterien.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Unsere Mitarbeiter sind am finanziellen Erfolg des Unternehmens beteiligt, wir haben da ein sehr gutes System. Zusätzlich werden Mitarbeitergespräche gezielt geplant und durchgeführt.
Wie werden Sie von Ihren Mitarbeitern gesehen?
Ich arbeite mit den meisten meiner Kollegen bereits sehr lange zusammen, und wir haben ein sehr partnerschaftliches, auch privat gutes Verhältnis. Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens? Unser Unternehmen ist äußerst flexibel, und wir gehen auf Kundenwünsche ein - sowohl hinsichtlich der technischen Machbarkeit als auch was die Vorstellungen des Kunden betrifft. Unser Markt ist ein schwieriger, und die Konkurrenz schläft nicht, wir sind gut organisiert und bemüht. Wie verhalten Sie sich der Konkurrenz gegenüber? Unsere stärkste Konkurrenz ist oft gleichzeitig sehr gute Kundschaft, man trifft sich auf dem Markt. D.h. grundsätzlich ergänzen wir uns auch, was bedeutet, daß verschiedene Mitbewerber unsere Produkte einsetzen - es ist ein kooperatives Miteinander.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Wenn man sich entscheidet, als Geschäftsführer aktiv zu werden, muß man sich bewußt sein, keinen Achtstundentag zu haben und nach Dienstschluß nicht so einfach abschalten zu können. Ich habe unter der Woche sehr wenig Zeit für meine Familie, aber dafür nütze ich das Wochenende umso mehr für familiäre Unternehmungen. Belastung und Streß sind relativ, wenn die Arbeit Spaß macht. Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben? Man muß heutzutage sehr hohe Leistungen erbringen, um erfolgreich zu sein und sich einen vernünftigen Arbeitsplatz zu sichern. Das Wesentliche ist dabei trotzdem, den Beruf nicht als notwendiges Übel zu betrachten, sondern sich damit zu identifizieren und Spaß dabei zu haben.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Ich arbeite weiterhin an einer langfristigen Weiterentwicklung des Unternehmens und an einer durchgängig exzellenten Kundenbetreuung.
Ihr Lebensmotto?
Langfristig kann man nur Höchstleistungen vollbringen, wenn man auch dementsprechende Relaxphasen vorsieht. Wie überall im Leben ist eine gewisse Ausgeglichenheit nötig.