Zum Erfolg von Erich Koutny
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg bedeutet für mich, einen tatsächlichen Profit für den Kunden zu bewirken, denn es gibt gute und schlechte Zeiten an den Börsen. Dieser Erfolg setzt für mich den Aufbau eines langjährigen Vertrauensverhältnisses voraus. Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg? Meine Offenheit den Kunden gegenüber, ohne zu schauspielern, war für meinen Erfolg ausschlaggebend. Ich besuche meine Kunden persönlich und betreibe keinen reinen Produktverkauf. Für mich muß es in der Wirtschaft ein Geben und Nehmen sein. Viele meiner Kollegen haben ihre Produktpalette häufig verändert, worunter schließlich das Vertrauen der Kunden leidet. Ich vertrete seit Jahren denselben Konzern und verhalte mich eher konservativ, mit dem Vorteil, das Vertrauen des Kunden zu genießen. Ich stehe hinter jeder Empfehlung, die ich meinen Kunden gegenüber ausspreche.
In welcher Situation haben Sie erfolgreich entschieden?
Der Wechsel in der Bankenlandschaft 1993/94 veranlaßte mich, in die Privatwirtschaft zu gehen - denn Magengeschwür wollte ich keines. Anfangs ärgerte ich mich zwar, doch rückblickend war es die goldrichtige Entscheidung. Zwar bestand mein Ziel von Anfang an darin, in die Bankenlandschaft zurückzukehren, aber ich wollte unbedingt etwas Neues ausprobieren, nämlich die Betreuung und den Verkauf an Banken - Handel und Fondsmanagement hatte ich ja bereits viele Jahre in der Praxis ausgeübt. Ich bekam sogar das Angebot, als Chefredakteur für das Wirtschaftsblatt tätig zu werden, lehnte aber ab, da ich freiberuflich nur temporär tätig sein wollte. So lebte ich mein Hobby, welches ich bereits seit vielen Jahren nebenberuflich in der Creditanstalt ausüben durfte - den Wirtschaftsjournalismus - einige Zeit freiberuflich aus. Die BA und die Giro Credit erlaubten mir noch einige Jahre, nebenberuflich die journalistische Tätigkeit auszuüben. Die Fachkompetenz, die ich in meiner 30-jährigen Tätigkeit - Fondsmanager, Aktienhändler, Referent und Wirtschaftsjournalist - erwarb, verleiht mir heute Glaubwürdigkeit gegenüber dem Kunden. Ich weiß, wovon ich spreche, und dies ist bei Kundenveranstaltungen - oft bis zu 1.000 Teilnehmern - sehr vorteilhaft. Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat? Die Unternehmensberater in der Creditanstalt riefen in meinem Leben eine entscheidende Wende hervor, denn ich besann mich, meine Talente und Stärken auf das Gebiet zu lenken, welches mir Spaß macht.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Die Anerkennung meiner Kunden äußert sich besonders in dem mir entgegengebrachten Vertrauen.
Wie werden Sie von Ihrem Umfeld gesehen?
Als Mensch, für den Fair Play im Vordergrund steht. Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens? Die Bank Austria Creditanstalt genießt weltweit einen eminent guten Ruf und besitzt eine große Präsenz in Osteuropa. Bereits 1988 existierten in Ungarn Zweigstellen der Creditanstalt. Der Kunde verbindet mit dem Bankennamen ein exzellentes Timing am Markt - sie waren die Pioniere. Mit der UniCredito erwirbt die Bank Austria noch 13 osteuropäische Länder dazu, was eine unglaubliche Position am Markt und den Bonus des Leaders bedeutet.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Durch meine starke Reisetätigkeit komme ich in fast alle Winkel Österreichs und sehe meine Familie tagelang nicht. Natürlich ist das Verständnis meiner Familie Voraussetzung dafür, doch die Kundenbesuche bedeuten für mich ein Muß, um die Kontinuität zu wahren, und wir haben uns über die Jahre recht gut mit dieser Situation arrangiert. Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung? Als Referent und Schulungsleiter muß ich natürlich immer am letzten Stand der Dinge sein. Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben? Trotz aller technischen Errungenschaften wie Internet und E-Mail sollte der persönliche Kontakt zum Kunden immer im Vordergrund stehen. Es führt zum Erfolg, dem Kunden Zeit zu widmen und vor Ort zu sein. Der internationale Trend ist Kompetenz vor Ort.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
In den nächsten Jahren für einen Weltkonzern wie Pioneer, die älteste Fondsgesellschaft der Welt - zehnmal größer als mein derzeitiger Arbeitgeber - tätig zu sein, da ich diese Dimensionen noch kennenlernen möchte. Auf die Erreichung dieses großen Ziels freue ich mich wirklich.
Ihr Lebensmotto?
Positives Denken versetzt Berge. Für mich ist das gelebte Wirklichkeit.