Zum Erfolg von Maria Perl
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg bedeutet für mich, Ziele zu definieren und diese dann zu erreichen. Nach Erreichen eines Zieles darf man aber nicht stehenbleiben, sondern muß wieder weitergehen, denn Stillstand bedeutet Rückschritt. Erfolg heißt für mich aber auch, daß meine Gäste mit mir und dem Hotel zufrieden sind.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ich erfahre ständige Bestätigung durch meine Gäste, was sie mir auch dadurch beweisen, daß sie immer wieder kommen. Wir etablierten unseren Betrieb auf einem hohen Niveau, weshalb ich schon sagen kann, erfolgreich zu sein.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Ich habe mir stets Ziele definiert und zielstrebig auf diese hingearbeitet. Auch wenn ich einmal einen Tiefpunkt hatte oder Probleme auftauchten, gab ich nicht auf, sondern kämpfte weiter, um mein Vorhaben zu erreichen.
Wie begegnen Sie Herausforderungen des beruflichen Alltags?
Ich bewältige die Herausforderungen im Alltag mit Konsequenz und Disziplin. Ich lasse auch immer wieder meine Kreativität einfließen.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Ich erfahre - wie gesagt - permanent Bestätigung, doch erstmals erfolgreich fühlte ich mich, als die ersten Gäste wiederkamen.
Ist Originalität oder Imitation besser, um erfolgreich zu sein?
Originalität ist stets der bessere Weg, was ich auch an unserem Betrieb selbst sehe. Wir haben versucht, einen neuen Weg zu gehen, und der große Anklang, den dieses Konzept bei unseren Gästen findet, gibt uns recht. Jedes Zimmer im Hotel ist anders möbliert und somit einzigartig. Ich habe die Zimmer nach meinen Vorstellungen und Wünschen eingerichtet, weil mir das große Freude macht. Unsere Zimmer haben zudem keine Nummer, sondern tragen Mädchennamen. So gibt es Zimmer mit den Namen Astrid, Bianca und auch Kristina, benannt nach unserer Tochter.
Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
Ein bestimmtes Vorbild hatte ich nicht, ich habe mir stets Ziele gesteckt und diese konsequent verfolgt. Ich bin meinen eigenen Weg gegangen. Selbst wenn dieser oft steinig war, zog ich mein Vorhaben durch.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Eine ganz wichtige Form der Anerkennung stellt die Zufriedenheit unserer Gäste dar, die sich in Form von Mundpropaganda, Weiterempfehlungen und der Tatsache, daß sie gerne wiederkommen, zeigt. Natürlich fühle ich selbst auch Freude, wenn mir etwas gut gelingt. Diese Form der Selbstanerkennung ist auch wichtig, da sie einen motiviert.
Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst?
Ich möchte es jetzt nicht unbedingt Problem nennen, aber die Konkurrenz im Tourismus nimmt kontinuierlich zu. Es wird für jeden einzelnen immer schwieriger, was man auch tagtäglich merkt.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Wir führen den Betrieb als Familienunternehmen. Mein Mann und ich managen den Betrieb. Wir beschäftigen lediglich drei Reinigungskräfte in Teilzeit. Weiters unterstützen uns auch noch meine Eltern bei diversen Erledigungen. Die gute Zusammenarbeit in der Familie macht natürlich den Erfolg aus. Wenn unsere Gäste uns wieder beehren und wir ihre Namen kennen, dann schafft das ein einzigartiges Klima.
Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Ich bin nicht unbedingt penibel, aber sicherlich konsequent. Ich lasse nicht locker, wenn ich ein Ziel vor mir sehe. Das Unternehmen setzt auf Top-Qualität im Vier-Sterne-Bereich und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Auch die intensive Kundenbindung bildet eine wesentliche Stärke unseres Familienbetriebes. Dazu kommt noch meine Kreativität, die ich in den Betrieb einbringe. Die Individualität der Zimmer und auch die sonstige Ausstattung bzw. Gestaltung erhöhen den Reiz. Wie verhalten Sie sich der Konkurrenz gegenüber? Am wichtigsten ist, die Gäste zufriedenzustellen, da eine gute Mundpropaganda im Tourismus unerläßlich ist. Das Internet bietet als Medium viele neue Möglichkeiten, um neue Kunden bzw. Märkte anzusprechen, und auch Werbung ist wichtig. Im ständig steigenden Wettbewerb muß man immer versuchen, die Nase vorne zu haben.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Mein Privatleben ist nicht so, wie es sich viele vorstellen mögen. Meine Arbeitswoche umfaßt oft 100 Stunden. Positiv ist, daß Wohnung und Betrieb im selben Gebäude sind, da sich so beides leichter vereinbaren läßt. Man genießt als Unternehmerin auch eine gewisse Flexibilität, aber das Privatleben läßt sich nicht vom Beruf trennen.
Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung?
Ich besuche sporadisch Seminare und bilde mich so gezielt fort. Als Vorsitzende des örtlichen Tourismusverbandes bleibe ich im Marketingbereich ständig am Ball. Das hilft mir natürlich auch hier im Betrieb.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Man muß an seinem Beruf Freude haben und seine Arbeit gerne machen. Unter Zwang ist Erfolg nicht möglich. Identifiziert man sich mit seiner Arbeit, kann man erfolgreich sein. Man muß sich immer Ziele setzen, auf diese hinarbeiten und darf sich von Problemen nicht aus der Bahn werfen lassen.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Wir planen keine Erweiterung, sondern wollen versuchen, unsere Qualität zu steigern und das Service für die Kunden noch zu intensivieren.
Ihr Lebensmotto?
Von Problemen nicht unterkriegen lassen, sondern seine Vorstellungen konsequent verfolgen.