Zum Erfolg von Andreas Mayer
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg bedeutet für mich, daß alle Beteiligten, also alle Mitarbeiter, gut leben und zufrieden sind. Die Komplimente der Kunden, deren Weiterempfehlung, das ist auch Erfolg. Die Kunden kommen gerne zu mir, sie fühlen sich wohl, zuweilen kommen sie auch nur auf einen Kaffee, weil ihnen die Atmosphäre gefällt und sie die Mittagspause bei uns genießen.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ja, ich empfinde mich als erfolgreich, ich sehe jeden Tag, wenn ich ins Geschäft komme und auch am Terminkalender, was ich bisher schon geschafft habe.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Zunächst natürlich eine solide Ausbildung, die notwendigen Kompetenzen, bevor ich mich selbständig machte, und dann mein Zugang zu den Menschen. Der Standort ist ein großes Atout, und schließlich hatte ich schon zu Beginn 450 Stammkunden, die mir überallhin gefolgt waren. Die Tatsache, daß es bei uns nur bestimmte Dienstleistungen gibt, bürgt dafür, daß wir in dem, was wir machen, eine besondere Qualität anbieten. Wir arbeiten nur mit einer Firma zusammen und verfolgen eine sehr klare und originelle Linie.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Ab dem ersten Tag. Aber natürlich auch schon vorher. Mein beruflicher Erfolg stellte sich nach etwa zwei Jahren bei Martin Epply ein. Damals erkannte ich, daß die Kunden zu mir kamen und nicht wegen dem Salon.
In welcher Situation haben Sie erfolgreich entschieden?
Mit der Gründung des eigenen Unternehmens. Sicher war es auch eine gute und richtige Entscheidung, daß ich das erste Angebot noch nicht angenommen hatte. Der Hauseigentümer, der schon bei Absolut Haar mein Kunde gewesen war und mir zu Stufenschnitt gefolgt war, machte mir das Angebot ein zweites Mal, und das war dann das richtige. Es war auch eine Bauchentscheidung, da ich meistens Bauchentscheidungen treffe.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Anerkennung erhalte ich vor allem seitens meiner Kunden, die teilweise seit dreizehn, vierzehn Jahren zu mir kommen und mir von einem Salon in den nächsten folgten. Anerkennung ist auch, wenn man um Rat gefragt wird, auch von älteren Kollegen.
Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst?
Da fällt mir eigentlich nur die Innung ein, die doch sehr verstaubt und veraltet ist. Ich würde mir hier mehr Dynamik und mehr Nähe wünschen. Ein frischer Wind wäre wirklich nötig.
Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Unsere Stärke besteht darin, daß sich alle, vor allem die Mitarbeiter, bei uns wohl fühlen. Dieses Gefühl geben sie dann auch an die Kunden weiter. Es ist angenehm, bei uns zu arbeiten und wir bieten ein Top-Service. Dazu gehört auch das ganze Ambiente, die Getränkeauswahl, die Stimmung im Salon und die Weitläufigkeit des Raumes.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Das ist eher schwer, der Beruf nimmt manchmal überhand. Seit einiger Zeit kann ich mir das Wochenende frei halten, einen Abend pro Woche widme ich mich der Buchhaltung und ähnlichen Aufgaben, ansonsten gehört diese Zeit aber meinem Privatleben.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
In fünf Jahren bin ich nicht mehr der Bank verpflichtet, und so hoffe ich, diese Zeit nach Möglichkeit gut hinter mich zu bringen. Das Unternehmen soll noch ein bißchen wachsen, ich möchte einen weiteren Mitarbeiter und eine zweite Assistentin einstellen, damit ich mich selbst ein bißchen aus dem Geschäft nehmen kann.