Zum Erfolg von Sanja Andjelkovic
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg ist für mich, das tun zu können, was ich gerne mache, denn was man gerne macht, das macht man auch gut.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ich würde sagen, ich bin sehr zufrieden, aber auch dankbar dafür, was bisher möglich war. Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg? Zunächst sicher meine Disziplin, meine Konsequenz, meine offene Art, mit Menschen umzugehen, und schließlich auch meine große Bereitschaft, stets weiterzulernen. Ist es für Sie als Frau in der Wirtschaft schwieriger, erfolgreich zu sein? In diesem Unternehmen war dies ganz sicher nicht der Fall, im Gegenteil, hier werden Frauen sogar besonders gefördert. Wir haben einige weibliche Führungskräfte, und ich denke, daß dies ganz besonders im Sinne unseres CEO Heinz Stiastny ist.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Ab der Erteilung der Prokura im September 2006: damit wußte ich, daß meine Leistung anerkannt und mir auch eine entsprechende Verantwortung anvertraut wurde.
In welcher Situation haben Sie erfolgreich entschieden?
Als mir der Bereich Risikomanagement angeboten wurde, zögerte ich keine Sekunde, und ich bereue es bis heute nicht. Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat? Ich habe kein konkretes Vorbild, aber es gibt zahlreiche Menschen in meiner unmittelbaren Umgebung, die mich natürlich prägen, ebenso wie Persönlichkeiten, die ich über die Medien verfolge, wobei ich hier niemanden namentlich nennen oder besonders hervorheben könnte. Ich versuche, durch Beobachtung einzelne ihrer Eigenschaften zu übernehmen bzw. auch aus deren Fehlern zu lernen. Mentor im eigentlichen Sinne habe ich keinen, wenn sich auch meine Chefin in der Bank, bei der ich zuerst tätig war, doch ganz besonders um mich kümmerte und mich auch persönlich förderte.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Anerkennung erhalte ich vor allem seitens der Vorgesetzten, die mir zunehmend mehr Aufgaben und Verantwortung übertragen.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Natürlich spielen Mitarbeiter eine große Rolle, ohne ein gutes Team gibt es keinen Erfolg. Es ist wichtig, daß man sich auf seine Mitarbeiter verlassen kann. Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus? Ich achte insbesondere auf Berufserfahrung und soziale Kompetenz sowie eine vertrauenswürdige Ausstrahlung.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Ich halte es für wichtig, daß die Mitarbeiter stets Bestätigung für ihre Arbeit erhalten und das Gefühl haben, ernst genommen zu werden und ihre Ideen jederzeit einbringen zu können. Sicher können das Gehalt oder Prämien ebenfalls motivierend wirken, aber ich denke, daß das nur für kurze Dauer gilt.
Wie werden Sie von Ihren Mitarbeitern gesehen?
Ich hoffe als Teamleader, mit der Betonung auf Team. Natürlich trage ich die Letztverantwortung, aber Zusammenarbeit ist einfach wichtig. Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens? Unsere Stärken liegen in den klaren und einfachen Strukturen. Wir bieten nicht sehr viele Produkte an, dafür aber zu sehr guten Konditionen. Bei uns gibt es kein Kleingedrucktes, keine versteckten Gebühren. Durch die reine Online-Aktivität der Bank ersparen wir uns natürlich erhebliche Kosten, und diesen Vorteil geben wir an die Kunden weiter. Darüber hinaus achtet das Unternehmen sehr auf die soziale Komponente seinen Angestellten gegenüber. Wie verhalten Sie sich der Konkurrenz gegenüber? Wir kennen die Stärken und Schwächen des Marktes sehr gut. Wir beobachten und positionieren uns so gut wir können auf dem Markt.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Es ist wichtig, hier einen guten Ausgleich zu finden, was ich durch Meditieren und Wandern erreiche. Außerdem ist es wichtig, daß in der Partnerschaft eine gegenseitige Akzeptanz für die Tätigkeit des jeweils anderen herrscht. Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung? Aus- und Weiterbildung sind natürlich sehr wichtig. Es gilt ja, sich ständig auf dem laufenden zu halten, und jedes Projekt bringt auch Fortbildung mit sich. Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben? Ich denke, es ist wichtig, die eigenen Stärken und Neigungen möglichst früh zu erkennen und umzusetzen. Immer wichtiger wird auch das Beherrschen von Fremdsprachen. Flexibilität und Bereitschaft zur Mobilität spielen auch eine wachsende Rolle im Wirtschaftsleben von heute.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Ich möchte zunächst das, was ich jetzt tue, weiterhin so gut wie möglich machen und vertiefen und nach Möglichkeit innerhalb des Konzerns weitere verantwortungsvolle Aufgaben übernehmen.
Ihr Lebensmotto?
Im Hier und Jetzt leben und nie das Ziel aus den Augen verlieren.