Zum Erfolg von Alois Rechberger
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg ist sehr schwer zu definieren. Ein florierendes Geschäft ist sicherlich als Erfolg zu werten, allerdings darf ein positives Privatleben nicht fehlen, obwohl das in unserer Branche oft sehr schwierig ist.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Eigentlich ja, da ich in den letzten Jahren vieles schaffen konnte, was sich auch geschäftlich sehr positiv auswirkte.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Es waren sehr viele Faktoren dafür verantwortlich. Ich versuchte immer, einen hohen Qualitätsstandard zu bieten, das Preis-/Leistungsverhältnis ansprechend zu gestalten und immer wieder Neuerungen zu bieten, was uns für die Gäste interessant macht. Das alles war nur mit dem Ehrgeiz umzusetzen, den mich mein Elternhaus lehrte.
Wie begegnen Sie Herausforderungen des beruflichen Alltags?
Es galt die verschiedensten Entscheidungen zu treffen, die nicht immer reibungslos verliefen, allerdings sah ich Probleme immer als neue Herausforderung und agierte dementsprechend.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Seit dem Bau unseres Kaffeehauses, das von allen Altersgruppen sehr positiv angenommen wurde und sicher eine Bereicherung für das gesellschaftliche Leben im Ort darstellt.
Ist Originalität oder Imitation besser, um erfolgreich zu sein?
Ich lehnte Imitationen immer ab, obwohl ich immer bestrebt war, Bestehendes zu verbessern.
Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
Während meiner Lehrzeit hatte ich eine Chefin, die mich beruflich sicherlich sehr prägte, da ich bereits sehr früh Verantwortung übernahm, der Betrieb aber trotzdem familiär geführt wurde.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Da ich im Ort mittlerweile sehr bekannt bin, werde ich von fast allen gegrüßt und bin voll akzeptiert, was für mich persönlich sicher anerkennend ist.
Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst?
Die größten Probleme werfen die Behörden auf, da manche Auflagen mittlerweile nur mehr sehr schwierig zu erfüllen sind.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Eine sehr wichtige. Mein Küchenchef ist beispielsweise seit 14 Jahren im Betrieb, so konnte ich Stammpersonal aufbauen, das sich untereinander kennt und das Betriebsklima positiv beeinflußt. Es gibt in jeder Saison eine bestimmte Fluktuation, die allerdings vom Stammteam recht gut toleriert wird.
Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus?
Für mich war immer das persönliche Gespräch entscheidend, da Zeugnisse meist nichts über die Qualität der Arbeit aussagen.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Meine Mitarbeiter genießen sehr viel Freiheiten, beispielsweise können sie sich ihre Dienste großteils selbst einteilen, und wir pflegen überhaupt ein sehr freundschaftliches Verhältnis. Gemeinsame Aktivitäten nach Betriebsschluß wirken ebenso motivierend.
Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Wir versuchen in jeder Saison unseren Gästen etwas Neues zu bieten und dabei den hohen Qualitätsstandard, den wir derzeit schon haben, zu halten. Freundlichkeit und persönliche Betreuung sind selbstverständlich und veranlassen viele Gäste, wieder bei uns einzukehren.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
In der Gastronomie ist das schwierig, da die Arbeitszeiten sehr zu Lasten des Familienlebens gehen. Hier bedarf es sehr toleranter Partner, die dieses Geschäft verstehen.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Man sollte, speziell in unserer Branche, von Grund auf mitarbeiten und sich einen umfassenden Überblick über eine Firma schaffen. Mit breitgefächertem Wissen hat man es leichter als ein reiner Spezialist.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
In etwa zehn Jahre möchte ich einen florierenden Betrieb an meine Kinder übergeben und danach die Freizeit genießen, die ich während meiner aktiven Zeit nur selten hatte.