Zum Erfolg von Friedrich Jansenberger
Was ist für Sie Erfolg?
Ohne Beschränkungen und Belastungen das machen zu können, was man will.
Sehen Sie sich selbst als erfolgreich?
Noch nicht, ich bin aber am Weg dorthin.Wie erfolgreich sieht Sie Ihr Umfeld? Mein Umfeld denkt in gleicher Weise wie ich, sie sind alle selbständig und wissen was das bedeutet.
Was ist für Ihren Erfolg ausschlaggebend?
Die Entwicklung in Richtung digitaler Fotografie war ausschlaggebend für die Gründung der The Art Company. Für mich war der Weg in Richtung Werbung und Industrie klar, da kommt man an der digitalen Fotografie nicht vorbei. Ein Großauftrag hat dann für diese Partnerschaft in Graz den Ausschlag gegeben, um der Entwicklung Rechnung zu tragen.
Was macht Ihren spezifischen Erfolg aus?
Kreativität, technisches Interesse und besonders zeitliche Flexibilität. Dazu kommt Kontaktfreudigkeit um Aufträge zu bekommen. Dazu muß man Klinkenputzen, obwohl mir das nicht sehr liegt. Ich will langsam aber sicher durch Qualität überzeugen, nicht durch Billigstangebote. Genau nach Layout und Grafikervorstellungen zu arbeiten, erachte ich auch als sehr wichtig.
Haben Sie diese Tätigkeit angestrebt?
Ja, ich wollte immer selbst Fotograf werden.
Welche Rolle spielen Familie und Mitarbeiter?
Wesentlich ist das Verständnis der Familie für den Beruf. Meine Partner müssen verläßlich sein und verstehen worum es geht.Nach welchen Kriterien stellen Sie Mitarbeiter ein? Einerseits nach dem Auftreten in puncto Kundenkontakt, aber auch nach kreativen Referenzen, der Vorstellung und der Erwartungshaltung, die jemand mitbringt.
Kennen Sie Niederlagen?
Wenn eine Umsetzung beim Kunden nicht ankommt, ist das demoralisierend. Verlorenes Geld tut mir gefühlsmässig nicht so weh, als wenn ein Kunde mit der Umsetzung oder der Qualität unzufrieden ist. Gottseidank ist mir das erst einmal passiert.
Wie gehen Sie damit um?
Nach einer Niederlage brauche ich wieder einen Erfolg, auch wenn ich ihn mir in einer freien Arbeit hole.
Woher schöpfen Sie Ihre Kraft?
Aus Hobbies, Klettern und Natur.
Ihre Ziele?
Soweit zu kommen, daß ich nur mehr solche Aufträge annehmen muß, die mir Spaß machen. Ich will bei Speise-, Werbe- und Industrieaufnahmen meine Kreativität ausleben, dabei lege ich mir die Latte sehr hoch um mich weiterzuentwickeln.
Haben Sie Anerkennung erfahren?
Feedback der Kunden ist mir sehr wichtig und motiviert mich. Beim Agfa European Portrait 1994 war ich Österreich-Sieger.
Ihr Lebensmotto?
Es wird schon irgendwie gehen. Man sagt mir nach, daß ich ein Pessimist bin, im Grunde meines Herzens bin ich aber optimistisch, sonst hätte ich schon das Handtuch geworfen.
Haben Sie Vorbilder?
Nicht in puncto Kreativität und Stil, aber in bezug auf Unternehmenserfolg schon, nämlich den Fotografen Stassny in Linz, weil er sich von einem kleinen Betrieb zu einem Großstudio hochgearbeitet hat und nur noch das machte, was er wollte.
Anmerkung zum Erfolg?
Wichtig sind auch Finanzen und Eigenkapital. Eine Ausrüstung allein, reicht nicht als Grundlage. Geld ist eine Ware, bei der man handeln muß und man darf sich von Banken nicht als Bittsteller unterkriegen lassen.
Ein Ratschlag zum Erfolg?
Erfolgreich zu sein, ist nicht gleichbedeutend mit selbständig sein. Als Selbstständiger braucht man mehr an Motivation und Erfolg darf nicht der einzige Motivationsgrund sein. Erfolg resultiert daraus, daß einem der Beruf Spaß macht und man dabei auch Erfolge hat.