Zum Erfolg von Peter Slanar
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Beruflicher und privater Erfolg sind für mich untrennbar miteinander verbunden, diese ganzheitliche Sicht ist meine Erfolgsphilosophie. Mein beruflicher Erfolg ist auch durch die Arbeit und Initiative meiner Lehrerschaft mitbegründet. Erfolg bedeutet die Möglichkeit, die Zukunft - das Morgen - zu gestalten und beinhaltet Förderung und Forderung der Schülerinnen und Schüler. Ich bemesse Erfolg am Beitrag, den wir für das zukünftige Leben unserer Absolventinnen und Absolventen leisten können. Ein weiterer Aspekt des Erfolges liegt in der Zufriedenheit, in der Couragiertheit und im Engagement meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ich habe mich nie leichtfertig als erfolgreich eingeschätzt, weiß aber heute, daß ich es bin.Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg? Ausschlaggebend war, daß ich unter Aufopferung vieler Dinge meinen Zielen zustrebte. Jeder Mensch erlebt viele sogenannte Zufälle und nur der richtige Umgang mit diesen Chancen und Möglichkeiten bewirkt Richtungsänderungen. Ich nahm Chancen immer wahr, weiters hatte ich immer schon Spaß am Führen und Delegieren.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Ich war eigentlich schon als Student und später als Lehrer erfolgreich und glaube, daß der Grund dafür der Spaß an meiner jeweiligen Tätigkeit war und ist.Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat? Der Rektor der damaligen Hochschule für Welthandel übergab mir die Sponsionsurkunde und verabschiedete mich mit den Worten: Hiermit übergebe ich Ihnen die Sponsionsurkunde; Sie werden jetzt in das Berufsleben eintreten oder eine universitäre Laufbahn einschlagen; sollten Sie einen Beruf ergreifen wollen, dann werden Sie wahrscheinlich mit dem ersten tief unglücklich sein. Haben Sie Mut zur Veränderung! Sie werden die zweite Stelle annehmen, Sie werden vielleicht schon etwas weniger unglücklich sein; ab Ihrer dritten sollten sie langsam wissen, was Sie wollen.Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst? Vor 28 Jahren herrschte eine ähnliche Problematik wie heute: in den allgemeinbildenden Gegenständen, wie Deutsch und Geschichte, ist der Markt mehr als gesättigt, jedoch werden immer Fachkräfte, beispielsweise aus dem IT-Bereich, dringend gesucht. Das zweite Problem ist die Größe unserer Schule, die sich bereits als Mittelbetrieb darstellen kann, jedoch nicht mit dem finanziellen Umfeld eines gleichwertigen Wirtschaftsbetriebes vergleichbar ist. In unserem Umfeld ein mittleres Management aufzubauen ist eine spannende Aufgabe, da man mit 120 Lehrerinnen und Lehrern, 1300 Schülerinnen und Schülern und der Elternschaft mit klassischen Methoden definitiv überfordert wäre. Dieses mittlere Mangement beinahe ohne finanzielle Mittel zu installieren, ist das Problem unserer formal ausgerichteten Welt. Die Auswahl der richtigen Mitarbeiter erfolgt in einem Wirtschaftsbetrieb mittels Anforderungsprofilen, bei uns herrscht ein starres System mit Pragmatisierungen und einer unflexiblen Personalauswahl. Dieses Problem beschert mir immer wieder Reibungspunkte mit meiner - ebenfalls in dieser Starrheit verankerten - vorgesetzten Dienstbehörde. Meiner Meinung nach besteht unsere vordringlichste Aufgabe in Qualitäts- und Personalentwicklungsmaßnahmen.Wie motivieren Sie Mitarbeiter? Ich glaube, daß die Motivation ein sehr wichtiges Element zur Zielerreichung darstellt. Ich leite 120 Akademiker und betrachte jeden von ihnen als eigenständige Persönlichkeit, die individuell motiviert ist.
Wie ist Ihr hierarchischer Strukturkoeffizient?
Wir arbeiten mittels Lean Management, das bedeutet: es gibt einen Direktor, einen Administrator, der ab einer gewissen Schulgröße vom Unterricht freigestellt ist, und die Lehrerschaft, die 50 Klassen betreut.