Zum Erfolg von Johannes Sauerzapf
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg ist für mich gleichzusetzen mit Glücklichsein, zwar sowohl in der Familie als auch im Berufsleben.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ich bin ein eher bescheidener Mensch und sehe mich persönlich noch nicht als erfolgreich, weil ich einfach noch nicht alles erreicht habe, was ich mir vorgenommen habe. Mein Ehrgeiz hindert mich daran, zufrieden zu sein und mich zurückzulehnen.Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg? Ausschlaggebend für meinen Erfolg war sicher meine Offenheit Neuem gegenüber. Ich war mir weiters nie für eine Arbeit zu schade, weil ich glaube, daß man in jeder Tätigkeit etwas Positives suchen - und finden - kann. Diese positive Lebenseinstellung und mein Interesse an vielen Dingen sind die Basis meines Erfolges. Darüber hinaus war das Jahr in Japan sehr wichtig für mich, da meine Einstellung, immer neugierig und offen zu bleiben dort besonders geprägt wurde.
In welcher Situation haben Sie erfolgreich entschieden?
Ich habe schon in meiner Zeit bei Semperit immer wieder erfolgreiche Entscheidungen getroffen, die den Erfolg von Projekten maßgeblich beeinflußten. Bei Magna bestand eine sehr erfolgreiche Entscheidung in der Implementierung eines sehr effizienten EDV-Systems.Ist Originalität oder Imitation besser, um erfolgreich zu sein? Ich persönlich halte Originalität für den besseren Weg, obwohl ich in diesem Zusammenhang an die Japaner denke, die gerade in den achtziger Jahren europäische Technologien imitierten und optimierten. Preis und Qualität stimmten, somit konnten große Erfolge erzielt werden.Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat? Es waren in erster Linie meine Eltern, die mich und meinen beruflichen Lebensweg schon während der Schulzeit prägten, indem sie mir Mut zusprachen, wenn ich kurz vor dem Aufgeben stand - ich hatte einige Lehrer, mit denen es immer wieder kleinere Konflikte gab. Bei Semperit war es ein Abteilungsleiter, bei Magna gab mir der Geschäftsführer die Gelegenheit, mich zu entfalten. Es war natürlich auch meine Frau, die die Grundlage meines Erfolges darstellt.
Wie werden Sie von Ihrem Umfeld gesehen?
Ein Teil meines Umfeldes glaubt sicher, daß ich zuviel arbeite, viele meiner ehemaligen Schulkollegen bewundern mich, weil ich in einem sehr erfolgreichen Unternehmen tätig bin - ich freue mich zwar darüber, bin aber eigentlich ganz einfach darauf bedacht, meine Arbeit gut zu machen.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Unsere Mitarbeiter sind das Kapital unseres Unternehmens; verließe ich die Firma, würde es genauso gut weiterlaufen, weil die Mitarbeiter es eigentlich tragen. Meine Aufgabe ist es, ihnen die entsprechende Umgebung und den entsprechenden Rahmen dafür zu schaffen. Wichtig ist eine gewisse soziale Kompetenz meinerseits, ich muß die verschiedenen Charaktere dementsprechend motivieren.Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus? Ich urteile nicht nur nach Noten, sondern vor allem nach dem persönlichen Eindruck, den ein Mensch bei mir hinterläßt. Fachliche Kompetenz und Erfahrung zählen natürlich insofern, als unsere Anforderungen erfüllt werden müssen. Für mich ist die persönliche Einstellung ebenso wesentlich wie die Fähigkeit, sich in unser Team zu integrieren.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Ich denke, selbständiges Agieren und der Erfolg unseres Unternehmens sind die beste Motivation. Da die Ideen unserer Mitarbeiter zum Gesamterfolg beitragen, kann jeder auf ein umgesetztes Projekt stolz sein.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Ich kann die beiden Bereiche heute gut vereinbaren. Sicherlich liegt das auch an meiner Frau, die immer viel Verständnis für meinen Beruf aufbringt.Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben? Ich denke, daß es wichtig ist, seine Stärken und Schwächen herauszufinden und sich Ziele zu stecken. Am Weg zu einem Ziel zählt dann ganz einfach der Wille zum Erfolg.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Ich möchte irgendwann Geschäftsführer einer Magna-Firma werden und mich auf wirtschaftliche, kaufmännische und organisatorische Belange konzentrieren, da ich mich mit diesen Bereichen auch heute schon intensiv beschäftige.
Ihr Lebensmotto?
Vorurteilsfrei gegenüber allem und jedem!