Zum Erfolg von Josef Klingler
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Für mich persönlich bedeutet Erfolg, wenn meine Restaurants und somit McDonald´s in Österreich erfolgreich sind. Ich mußte mir diesen Erfolg natürlich erarbeiten, fühle mich wohl in der McDonald´s Familie und hoffe, daß es so bleibt.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ich kann von mir sagen, daß ich ein erfolgreicher Franchisenehmer bei McDonald´s bin. Ich habe jetzt fünf Restaurants mit insgesamt etwa 200 Mitarbeitern.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Leistung, Einsatz, Arbeit, der positive Umgang mit Menschen. Ich kann den Mitarbeitern alles vormachen, was im Betrieb passiert, nicht nur herkommen und abkassieren, sondern auch selbst Hand anlegen und gemeinsam mit den Mitarbeitern kämpfen, das halte ich für einen ganz wichtigen Punkt. Ich bereite mich auf jeden Tag ganz besonders vor und besuche fast jeden Tag alle meine Filialen, unterhalte mich mit den Managern und Mitarbeitern. Es macht mir einfach Spaß.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Das war Weihnachten 1984, als man mir eröffnete, daß McDonald´s mir weitere Lokale gibt. Das Unternehmen ist an mich herangetreten und ich habe gespürt, daß ich für McDonald´s ein wichtiger Partner sein kann, wenn ich meine Arbeit so fortsetze, wie ich sie hier begonnen habe.
In welcher Situation haben Sie erfolgreich entschieden?
Als ich die Filiale in der Getreidegasse übernahm, hatte ich nicht das nötige Kapital, um Franchisenehmer zu werden, ich wurde nur als Geschäftsführer eingestellt. Die Schlüsselentscheidung war letztendlich, daß ich mich entschlossen habe, Franchisenehmer bei McDonald´s zu werden.
Ist Originalität oder Imitation besser um erfolgreich zu sein?
Ich empfinde die Originalität als die bessere Variante. Das sieht man auch an der Gestaltung meiner Lokale, die sich nicht am Durchschnitt orientieren.
Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
Walter Rettenwender, der damalige Chef von McDonald´s Deutschland und Österreich hat mich seinerzeit in dieses System geholt und mir den Weg zum Franchisesystem geebnet. Welche Anerkennung haben Sie erhalten? Ich habe mehrere Auszeichnungen von McDonald´s erhalten, aber die größte war die Aufnahme in den Century-Club, darin sind die 50 besten Franchisenehmer Europas vereinigt.
Wie werden Sie von Ihrem Umfeld gesehen?
Ich habe einen sehr guten Freundeskreis, der mich als Freund schätzt, natürlich auch, weil ich erfolgreich bin.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Die Mitarbeiter spielen natürlich eine zentrale Rolle in einem Serviceunternehmen.
Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus?
Die Mitarbeiter müssen perfekt Deutsch sprechen können. In unserer eigenen Mitarbeiterausbildung lernen sie alles andere für Service und Küche. Sie sollen auch ein bißchen hübsch und nett sein, das wichtigste ist aber eine natürliche Freundlichkeit, sie ist heute ein wichtiges Betriebskapital.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Wir veranstalten Weihnachtsfeiern und Grillparties, in der Arbeit funktioniert das Prinzip Motivieren durch Fordern und Fördern. Wir qualifizieren unsere Mitarbeiter, denn ein qualifizierter Mitarbeiter ist ein guter Mitarbeiter.
Wie werden Sie von Ihren Mitarbeitern gesehen?
Einige werden mich schon als streng sehen, aber sie wissen auch, daß ich ihnen auch im privaten Bereich behilflich bin. Ich habe ein sehr gutes Herz, aber ich bin eben auch streng.
Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Die Stärke meines Unternehmens ist mein persönlicher Einsatz und mein Umgang mit den Menschen, mit den Mitarbeitern genauso wie mit den Kunden. Da ich täglich alle Restaurants besuche, kann ich bei Problemen sofort reagieren.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Da ich mich sehr intensiv und gerne um meine Restaurants kümmere, leidet natürlich mein privater Bereich. Für mich ist mein Berufsleben auch mein Privatleben.
Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung?
Ich besuche natürlich alle Seminare und Meetings, die McDonald´s für die Weiterbildung seiner Mitarbeiter anbietet oder fordert.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Wichtig ist der positive Umgang mit Menschen, korrektes Auftreten, Engagement und aktive Beteiligung am Unternehmen. Man darf sich vor allem nicht scheuen, seine Arbeit und seine Zeit einzubringen.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Bis 65 Jahre möchte ich auf jeden Fall arbeiten, wenn ich gesund bin, werde ich noch zwei oder drei Jahre dranhängen.