Zum Erfolg von Gottlieb Soriat
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Man will etwas erreichen und schafft es auch.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ja, zum größten Teil sehe ich mich als erfolgreich, weil ich meine Ziele erreiche.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Zielstrebigkeit, Geradlinigkeit, Härte zu sich selbst und auch zu anderen und auch Glück.
Wie begegnen Sie Herausforderungen des beruflichen Alltags?
Ich nehme Herausforderungen an, bearbeite sie und biete ihnen die Stirn.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Ich empfand mich schon sehr früh als erfolgreich. Ab dem 14. Lebensjahr habe ich nichts mehr von zu Hause gebraucht. Ich habe mir alles selbst erworben, habe meinen Vater soweit gebracht, mich beim Gericht großjährig schreiben zu lassen. Dies war ein großer Erfolg für mich. Mit 23 Jahren holte ich olympisches Gold im Bereich Kochkunst in der Einzelwertung und auch im Team, dies hat mir zu internationalem Ruf verholfen.
In welcher Situation haben Sie erfolgreich entschieden?
Zu heiraten, ich bin 35 Jahre verheiratet.
Ist Originalität oder Imitation besser um erfolgreich zu sein?
Imitation ist etwas für Leute, die sich nicht den Kopf zerbrechen wollen und den leichteren Weg wählen.
Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
Man nimmt sich von jedem ein bißchen etwas.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Ich veranstaltete Touristenwochen, Österreichwochen in Schweden und Deutschland, erhielt den Goldenen Kochlöffel vom Land OÖ, bin geehrt worden vom Tourismusverband Donauraum, erhielt Empfehlungen.Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche ungelöst? Das Image des Urlaubslandes Österreich.
Wie werden Sie von Ihrem Umfeld gesehen?
Fachlich schätzen mich viele.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Mitarbeiter spielen eine große Rolle, ob Reinigungsdame oder Zimmermädchen. Sie sind genauso wichtig wie der Oberkellner, der seit 17 Jahren bei mir ist.
Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus?
Ich wähle nach der „Person“, dem Charakter, dem guten Auftreten. Das Fachliche lehren wir sie im Alltag, sie müssen in einem kurzen Zeitraum im Lehrlingsbetrieb viel können.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Ich motiviere durch anerkennende Worte, das Trinkgeld wird an die Kellner weitergegeben, ich lasse selbständig arbeiten. Lehrlinge lasse ich Galamenüs machen, dies wirkt motivierend, sie vollbringen meist gute Leistungen, die auch honoriert werden.
Wie werden Sie von Ihren Mitarbeitern gesehen?
Ich werde mit Respekt gesehen, gelte als engagiert, als Vorbild und als jemand, der auch selbst anpackt.
Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Stärken sind die Kundenfreundlichkeit, das Engagement. Ich veranstalte oft Tages- oder Wochenprogramme für meine Gäste, wo ich zum Teil selbst als Reiseleiter dabei bin. Wie verhalten Sie sich der Konkurrenz gegenüber? Jeder hat seine Nischen und Möglichkeiten, ich habe eine Kooperation entlang der Donau ins Leben gerufen - gemeinsam sind wir stärker.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Ganz gut, denn wir machen uns auch im Betrieb schöne Stunden.
Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung?
Weiterbildung hatte früher mehr Bedeutung.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Man soll innovativ und flexibel sein. In jeder Hinsicht den Mut haben, Dinge auch auszuprobieren und nicht enttäuscht sein, wenn sie schiefgehen. Selbstkritik, Feingefühl und Konsequenz sollten nicht fehlen.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Ich möchte mehr an der Werbung arbeiten, das Hotel profitabel weiterführen und es später übergeben, um gesund in Pension gehen und die Jahre danach genießen zu können.
Ihr Lebensmotto?
„Positive Einstellung, Lachen.